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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Gibt Kraft, nicht gleich aufzugeben,
Von Stefanie Leo "Redaktion Buecherkinder.de" (Solingen) - Alle meine Rezensionen ansehen (TOP 500 REZENSENT) (REAL NAME)
Rezension bezieht sich auf: 1:0 für die Idioten (Broschiert)
Luisa ist in einer psychologischen Anstalt, "Villa Strandlust". Ein bescheuerter Name, findet sie, denn was ist bitteschön lustig daran, dass sie versucht hat sich umzubringen? Sie hat ganz viele Schlaftabletten genommen, sich betrunken und ist dann ins Meer gelaufen um zu sterben. Weil ihr Leben einfach keinen Sinn mehr gemacht hat. Doch ein Hund hat sie wieder rausgefischt, und jetzt ist sie in der Klinik und weiß, dass ihr Leben sehr wohl noch einen Sinn macht. Auch wenn sie jetzt alles neu lernen muss: loslassen, vertrauen, lieben ..."1:0 für die Idioten" hat mir total gut gefallen, weil es sehr gefühlvoll geschrieben ist. Der Leser weiß kaum etwas über Luisas Leben bevor sie ins Meer gegangen ist. Nur bruchstückhaft erfährt er durch Luisas eigene Erinnerungen kleine Details über ihr vorheriges Leben. Das hat mir sehr gut gefallen, denn so wurde man dazu aufgefordert, sich eine eigene Luisa zu basteln, sich aus den wenigen Infos eine eigene Geschichte über Luisa vor der Klinik zu erfinden. Das Buch zeigt zum einen sehr schön die inneren Werte aber auch die Macken des Menschen, und gibt zum anderen Kraft nicht gleich aufzugeben, wenn man mal an ein Hindernis im Leben gestoßen ist. Ich vergebe 4,5 Sterne. Julia G. (15 Jahre) - Kinder-Redaktion Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Emotional, berührend und interessant,
Von
Rezension bezieht sich auf: 1:0 für die Idioten (Broschiert)
Was genau Louisa dazu gebracht hat, sich umbringen zu wollen, den ganzen Tag Runden zu laufen, nie stehen zu bleiben, den Kopf gegen die Wand zu schlagen... das erfährt der Leser auch nicht eher als Louisa. Für ihn ist ihr Handeln genauso unerklärlich wie für sie, über ihre Erinnerungen lernt man gemeinsam mit ihr ihre Vergangenheit Stück für Stück kennen und erfährt auch so, dass keiner sich "einfach so" umbringen will, sondern dass immer ein Auslöser in der Vergangenheit steht. Egal wie unbedeutend er zunächst erscheint oder wie lang er her ist.Louisas Probleme, sich in die Gruppe einzufügen, zu akzeptieren, dass man ihr hier helfen möchte, und langsam wieder Vertrauen zu lernen, werden einfühlsam und nachvollziehbar geschildert. So detailliert erzählt kaum ein anderes Jugendbuch, was eine psychische Störung mit Jugendlichen macht, wodurch sie eventuell ausgelöst werden kann und was in den ominösen "Heimen" gemacht wird, in die diese Jugendlichen geschickt werden, wenn ihnen zuhause keiner mehr weiterhelfen kann. Dadurch, dass man als Leser nie in einer allwissenden Position ist, sondern sich alles mit Louisa gemeinsam zusammenreimt und immer mehr dunkle Erinnerungen, aber auch eigene Stärken entdeckt, ist das Buch sehr emotional. Man kann sich nicht helfen, man wird von diesem Schicksal gepackt. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Vertrauen und Freundschaft,
Von
Rezension bezieht sich auf: 1:0 für die Idioten (Broschiert)
Luisa ist nach einem Selbstmordversuch im Meer in eine jugendpsychiatrische Klinik gekommen. Sie sucht dort nach neuem Halt, nach sich selbst; sie reflektiert und erkennt ihre Vergangenheit, wagt neue Annäherungen und erlebt neue Verletzungen.Stoffels hat einen Roman geschrieben, in dem es einerseits um Albträume, Einsamkeit, Kälte in unseren Beziehungen geht, um die Angst vor geliebten Menschen und der Macht der Weichzelle. Andererseits um fundamentale Begriffe wie Hoffnung, Vertrauen und Freundschaft, die Bedeutung von Händen: zögernd, tastend, fest und offen. Doch ist das ein Roman? Er wirkt fast biografisch, emotional fesselnd, einnehmend und verständnisvoll. Die dargestellten Probleme der pubertären 'Idioten' oder 'Autisten', (bzw. 'Kontaktgestörten mit Symptomen aus dem autistischen Spektrum') sind verallgemeinerbar. Sie schaffen Verständnis für all die, die ein wenig anders sind, die Probleme mit sich und der modernen Welt haben. Stoffels zeigt die teilweise abgeschottete Welt der Psychiatrie in all ihren Facetten: bedrückend und fröhlich, verstörend und aufmunternd, bürokratisch und zutiefst menschlich. Ein sehr empfehlenswertes, packendes Buch. Nicht nur als Jugendbuch, sondern für alle, die hinter Fassaden und Äußerlichkeiten schauen, die sich auch mit den eigenen Schatten auseinandersetzen wollen. Die nicht alles verstehen und erklären wollen. Und trotzdem oder gerade deswegen die Zuversicht nicht verloren haben. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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