Meinung Raumsonde Epsilon - Teil 1:
Für mich gehört Mark Brandis zweifellos zu den besten Science-Fiction Serien, die zurzeit am Start sind. Raumsonde Epsilon ist als Doppelfolge erschienen. Allerdings ist jede Folge ist in sich abgeschlossen ist. Die spannende Story beginnt mit einem Würfelspiel, während sich die Crew auf dem Rückflug auf der Hermes zur Erde befindet und nach ihrer letzten Mission etwas Freizeit genießt.
Diese Folge knüpft nahtlos an die letzte Folge an. Wie nicht anders zu erwarten, gerät Commander Mark Brandis (Michael Lott), der Testpilot der neutralen Venus-Erde Gesellschaft für Astronautik, kurz VEGA, mit seiner Besatzung in Schwierigkeiten. Denn die Delta IX ist plötzlich außer Sensorreichweite und verschwunden! Vorerst wird also nichts mit Las Lunas und es gibt roten Alarm.
An Ernsthaftigkeit kaum zu überbieten, fesseln die Sprecher den Hörer gekonnt an die Story von Raumsonde Epsilon 1 und lassen dadurch einfach Raum und Zeit vergessen. Sprecher wie Michael Lott, David Nathan, Christine Mühlenhof, Tomasina Ulbricht, Mark Bremer, Martin Wehrmann, Michael Westphal, Michael Pan, Wolf Frass, Gerhart Hinze, Stefan Peters, Oliver Seidler und Udo Schenk sorgen für eine erstklassige Atmosphäre.
Wobei mir Dr. Ludmilla Wolska, gesprochen von Tomasina Ulbricht, hier und da etwas holprig vorkam und der Funke nicht so richtig auf mich übergesprungen ist. Als Absolventin der Filmschauspielschule Berlin wird die junge Schauspielerin aber bestimmt noch nachlegen. Dafür hat mir aber Cpt. Roger D'Arcy, gesprochen von Udo Schenk, als Delinquent sehr gut gefallen.
Die Handlung der Folge wirkt absolut realistisch und ist hervorragend inszeniert. Eine Mission mit dem Decknamen Pandora verlangt von Mark Brandis wieder ungewöhnliche Entscheidungen und seine philosophischen Gedankenansätze sind schon interessant. Teilweise haben mich einige Musikeinspielungen sogar an einen meiner Lieblingsfilme "Blade Runner" erinnert. Andere dagegen an Monumentalfilme. Große Freude hatte ich wieder am sprechenden Bordsystem "Cora". Christine Mühlenhof höre ich zu gerne in dieser Rolle.
Das erstklassige Sounddesign und die Musik stammen übrigens von Jochim-C. Redeker, der meinem Wissen nach als Tonmeister für Antenne Niedersachsen arbeitet. Das Hörspielmanuskript stammt von dem ausgebildeten Dramaturg Balthasar von Weymar.
Fazit:
Eine professionell inszenierte Science-Fiction Story, mit erstklassigem Sounddesign, einer spannenden und nachdenklich stimmenden Handlung, die unbedingt ins Science-Fiction Regal gehört und locker in der oberen Liga im Science-Fiction Universum mitspielen kann.