Schon lange habe ich darauf gewartet, dass jemand einmal eine solche Idee hat und sie auch in die Tat umsetzt - umso begeisterter war ich also als ich "A Day on the planet" entdeckte. Einige der Geschichten, die sich darin befinden sind rührend, andere lustig, aber alle einzigartig, obwohl sie doch alle etwas gemeinsam haben: Sie schildern einen ganz normalen Tag im Leben eines ganz normalen Menschen, ganz gleich ob sie am Morgen des 09.09.2009 in den USA, Deutschland oder China aufgewacht sind.
Was ich nicht erwartet hätte, ist, dass etwa 90% der Geschichten dann doch aus den USA, Deutschland und anderen "westlichen" Ländern waren - da hätte ich mir mehr Abwechslung gewünscht. Natürlich waren wohl die meisten Einsendungen aus eben diesen Ländern - aber das ist nun mal eine Sache des Marketings.
Was mich aber wirklich gestört und mich fast dazu gebracht hat, das Buch nicht zu Ende zu lesen, war die unverschämt hohe Fehlerquote. Wie man so etwas in den Druck geben kann, ist mir schleierhaft. Es ist mir klar, dass es sich hierbei wohl um ein Low Budget-Projekt handelt, aber man hätte wenigstens mal einem Germanistikstudenten 50€ in die Hand drücken und ihn einmal drüber lesen lassen können. Das hätte euch eine ganz schöne Blamage erspart, lieber Engelsdorfer Verlag. Trotzdem werde ich dafür nicht mehr als einen Punkt abziehen, weil ich die Idee einfach zu schön finde - vielleicht gibt es ja nochmal eine Wiederholung und dann bin ich hoffentlich auch dabei.