Aus der Amazon.de-Redaktion
Null-acht-fünfzehn war für die deutschen Soldaten des Zweiten Weltkrieges ein geflügeltes Wort, bei dessen Verwendung jeder wusste, was damit gemeint war: ständig wiederkehrende Routinehandlungen, Typen, Ereignisse, Schikanen und Quälereien, die man nicht hinterfragte, weil sie zum Alltag gehörten. Und genau darum geht es in der Verfilmung des gleichnamigen Romans von Hans Hellmut Kirst unter der Regie von Paul May. Kirst, während des gesamten Dritten Reiches Berufssoldat, verarbeitete in seiner Romantrilogie seine Erlebnisse beim "Barras" und landete damit zu Beginn der 1950er-Jahre einen sensationellen Erfolg. Es entwickelte sich jedoch auch eine kontroverse Diskussion, weil viele ehemalige Landser den Stoff als 1:1-Dokumentation ihrer Erfahrungen ansahen, eine konservative Opposition aus den Kreisen ehemaliger Wehrmachtsoffiziere ihn hingegen als Angriff auf ihren "Stand" empfand. Eine Diskussion, in die sich sogar der damalige Bundesminister Franz Josef Strauß einschaltete. Entsprechend groß war das Interesse der deutschen Filmwirtschaft an einem Drehbuch zu
08/15, dessen Umsetzung dann in den Jahren 1954-1956 als Trilogie mit großem Erfolg in deutschen Lichtspielhäusern aufgeführt wurde. Die jetzt vorliegende DVD-Edition präsentiert sich als aufwändig rekonstruierte Langfassung, die mit umfangreichem Zusatzmaterial ausgestattet ist. Dazu gehören ein Interview mit Kameramann Heinz Hölscher, Produktionsnotizen, Starinfos, Filminfos und Fotogalerien.
Der zweite Teil der Trilogie "08/15" zeigt die Protagonisten des ersten Teils -- Asch, Vierbein, Kowalski und Platzek -- bei einer Einheit an der russischen Front der Jahre 1941/42. Deren Batterie wird im eisigen Winterkrieg vom ruhmsüchtigen Hauptmann Witterer übernommen, der den "Sauhaufen in Ordnung bringen" und sich militärische Auszeichnungen zulegen möchte. Witterers unbedachte Befehle und sein haarsträubender Kommissgeist bringen die Einheit in katastrophale Umstände, weshalb sich Asch und Kowalski nach Kräften darum bemühen, die unausgegorenen Anordnungen zu sabotieren und so das Schlimmste zu verhindern. Selbst in der Frage einer weiblichen Unterhaltungsgruppe für Soldaten -- der so genannten Wehrmachtsbetreuung -- von der sich Witterer viel verspricht, kommen die beiden "guten Geister" ihrem Hauptmann in die Quere. Im Auftrag des Generals wird unterdessen Vierbein auf einer Sondermission nach Hause in die heimische Kaserne geschickt, um abseits des normalen Dienstweges Funkgeräte für die Front zu besorgen. Dort führt immer noch der Hauptwachtmeister Schulz ein Schleiferregiment, der erst nach weiterem Druck "von oben" zur Herausgabe der Geräte überredet werden kann. Als Vierbein deshalb verspätet wieder an die Front kommt, wurde diese bereits zurückverlegt. Nur noch der "schneidige" Hauptmann ist mit ein paar Mann vor Ort und verlangt von Vierbein und seinen Kameraden einen sinnlosen Angriff auf russische Panzer. Nachdem er sie unter Todesdrohungen zum Angriff zwingt, setzt sich Witterer ab und überlässt seine Männer ihrem Schicksal. Beim Gegenangriff der Russen wird Vierbein getötet. In seiner Tasche finden Asch und Kowalski einen Brief an Vierbeins Frau, in dem er die Vision einer glücklichen Friedenszeit ausmalt. --Constanze Quanz
Kurzbeschreibung
"Winter 1942, die Batterie von Oberleutnant Wedelmann liegt an der Ostfront. Unteroffizier Vierbein wird nach Deutschland kommandiert, um Funkgeräte zu besorgen. Währenddessen versuchen Asch und sein Freund Kowalski die Sturheit von Wedelmann zu mildern. Als Wedelmann zurückkehrt, soll die Front zurückgenommen werden. Doch ein russischer Angriff schlägt mitten in die Absetzbewegung, in dessen Verlauf Vierbein den Tod findet."
VideoMarkt
Im Winter 1942 liegt die 3. Batterie um Wachtmeister Asch schon seit Monaten im Stellungskrieg an der Ostfront. Da wird Hauptmann Witterer abkommandiert, die Leitung der Einheit zu übernehmen. Ein schwerer Schlag für die Truppe. Der hinterhältige Menschenschinder und Karrierist hält im Gegensatz zu Oberleutnant Wedelmann nämlich nichts von kameradschaftlicher Führung. Durch sinnlose Schießereien bringt er die bis dato ruhige Front in Aufruhr und riskiert mit waghalsigen Manövern das Leben seiner Männer...
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Erste Fortsetzung der Adaption von Hans Hellmut Kirsts höchst erfolgreichem Soldatenroman, die eher durch die gute Besetzung - unter anderem Hans Christian Blech, O.E. Hasse, Joachim Fuchsberger und Helen Vita - als das derbe Drehbuch von Ernst von Salomon in Erinnerung bleibt. Spekulativ und streckenweise geschmackloser als "08/15", versucht sich Regisseur Paul May an einem "ernsthaften" Schluss, der sich so gar nicht ins Gesamtbild dieses "typischen" Landserstücks einfügen will.
Blickpunkt: Film
Die Erlebnisse des Gefreiten Asch an der Ostfront im Winter 1942.
Blickpunkt: Film Kurzinfo
Erste Fortsetzung des Landserdramas nach Hans Hellmut Kirsts Soldatenroman.
Kurzbeschreibung
s/w
Winter 1942, die Batterie von Oberleutnant Wedelmann liegt an der Ostfront. Unteroffizier Vierbein wird nach Deutschland kommandiert, um Funkgeräte zu besorgen. Währenddessen versuchen Asch und sein Freund Kowalski die Sturheit von Wedelmann zu mildern. Als Wedelmann zurückkehrt, soll die Front zurückgenommen werden. Doch ein russischer Angriff schlägt mitten in die Absetzbewegung, in dessen Verlauf Vierbein den Tod findet.
Cover Info
O.E. Hasse ...Oberstleutnant von Plönnies
Rolf Kutschera ...Hauptmann Witterer
Emmerich Schrenk ...Oberleutnant Schulz
Rainer Penkert ...Oberleutnant Wedelmann
Joachim Fuchsberger ...Wachtmeister Asch
Hans Christian Blech ...Wachtmeister Platzek
Paul Bösiger ...Unteroffizier Vierbein
Peter Carsten ...Stabsgefreiter Kowalski
Ellen Schwiers ...Natascha
Helen Vita ...Lore Schulz
Gitta Lind ...Charlotte
Erica Beer ...Viola
Ulla Melchinger ...Lisa
Armin Dahlen ...Infanterie-Major
Gundula Korte ...Ingrid Asch
Eva Ingeborg Scholz ...Elisabeth Asch
Mario Adorf ...Wagner
Produktbeschreibungen
Der 08/15-Kommißbetrieb der heimatlichen Ausbildungsgarnison geht auch an die Front weiter. Während ein neuer Batteriechef die Abteilung des Oberleutnants Wedelmann übernimmt und durch sinnlose Befehle durcheinanderbringt, wird Unteroffizier Vierbein in die Heimat kommandiert, um Funkgeräte zu besorgen. An der russischen Front versuchen indessen Wachtmeister Asch und sein Freund Kowalski, die Sturheit des Kommißgeistes zu mildern: Nach Vierbeins Rückker soll die Front zurückgemommen werden. Doch ein russischer Angriff schlägt mitten in