Weil der neue Kaffeelieferant aus Versehen koffeinfreien Espresso gebracht hat, verwandelt Professor Doom den jungen Mann in einen kaffeesüchtigen Vampir, der sich sofort über seine Kollegen im neu eröffneten Kaffeeparadies hermacht. Auch Kim Novak wird zum Opfer des Untoten, kann aber noch rechtzeitig von Tony und Jack gerettet werden, bevor sie stirbt. Schwerverletzt wird sie ins Krankenhaus gebracht, doch die Zeit wird knapp, denn Kim droht selbst zum Vampir zu werden. Doch die Sorte koffeinverrückter Vampire ist besonders zäh und widerstandsfähig. Selbst Jacks magische Barbiepuppe versagt. Da kommt den beiden Hobby-Geisterjägern ausgerechnet Kims Bruder Chuck zu Hilfe'
Eine Folge für alle Vampir- und Kaffeejunkies. Leider hat Professor Doom nur einen kleinen Auftritt und lässt Klaus Dieter Klebsch nur wenig Raum, um sein schauspielerisches Talent voll auszuleben. Dafür stehen Simon Jäger (Jack Slaughter), David Nathan (Tony Bishop), Arianne Borbach (Dr. Kim Novak) und Tobias Kluckert (Chuck Novak) an vorderster Front gegen ihren neuen Feind Oktavian Brasov, den kaffeesüchtigen Blutsauger, der wunderbar fies von Marcel Collé gesprochen wird. Einmal mehr gelingt den Machern der Spagat zwischen Ernsthaftigkeit und Komik, wobei das Hauptaugenmerk ganz klar auf dem Humor liegt. JACK SLAUGHTER persifliert auf einzigartige Art und Weise seine Geisterjägerkollegen, wie JOHN SINCLAIR, TONY BALLARD, DORIAN HUNTER, PROFESSOR ZAMORRA oder auch GORDON BLACK. Dabei wartet JACK SLAUGHTER mit einer Reihe von Running-Gags auf, wie beispielsweise den Make-Up-Tips seiner toten Großmutter. In Punkto Fäkalhumor und derber Witze a la 'Scary Movie' hält sich die Serie vornehm zurück und ist damit auch für ein jüngeres Publikum goutierbar. Story und Umsetzung legen Wert auf einfache, leicht verdauliche Unterhaltung, und diesem Anspruch wird das Label mehr als gerecht. Zählt man Delphin Mitzi mit, kommt das Ensemble auf 18 SprecherInnen, die an dem Projekt beteiligt sind und alle hörbar Spaß bei den Aufnahmen hatten - ein Bonustrack mit Outtakes scheint längst überfällig. Mit der Sorge um Kim Novak kommt auch die Dramatik nicht zu kurz, nur der finale Kampf gegen den Untoten wirkt ein wenig einfallslos und billig. Lediglich Chucks Roundhousekick sorgt für etwas Amüsement. Soundtrack und Effekt sind von gewohnt hoher Qualität, wenngleich sie nicht sonderlich einprägsam sind, vom Intro einmal abgesehen, dass allein durch die Interpretation von Till Hagen sehr eindrucksvoll klingt.