Allerfeinster Hörgenuss von Volker Sassenberg und seinem Team wird dem Hörer auch mit der fünften Folge von "Gabriel Burns" präsentiert. Der Aufbau der Geschichte ist dem des Vorgängers "Angst aus Eis" sehr ähnlich; zwei zunächst separate Handlungsstränge laufen ganz am Ende zusammen. Was den Gesamtstil dieser Folge betrifft, kann man wohl am ehesten Vergleiche mit der zweiten Folge, "Die Brut", ziehen, da auch dieser Fall in sich abgeschlossen ist, man es hier mit einem äußerst realen Mörder zu tun bekommt und der gesamte Fall sich nicht allzusehr in den größeren Handlungsbogen der Serie eingliedert. Nur kleine Bezüge auf die vorhergehenden Folgen werden genommen, weswegen man jene aber unbedingt vorher gehört haben sollte. Was an Szenen dargeboten wird, ist teilweise recht grafisch, eine am Boden festgeschraubte Leiche, entfernte Organe, genüssliche Schnitte mit der Mordwaffe. Diese Folge ab 12 Jahren zu empfehlen ist ein wenig leichtsinnig, daher lautet meine Empfehlung ab 16 Jahren. Dann kann man sich dieses Meisterwerk aber bedenkenlos zu Gemüte führen.