Experiment Stille ist die erste Folge der Reihe "Gabriel Burns", die man auf keinen Fall ohne Vorkenntnis der beiden Vorgänger "Der Flüsterer" und "Die Brut" hören sollte. Hier erhält der Hörer keine in sich abgeschlossene Handlung, sondern vielmehr einen Zwischenschritt des großen, umfassenden Handlungsbogens. Einzelne Fäden aus dem "Flüsterer" werden hier zusammengefügt, dabei aber auch sehr viele neue Fragen aufgeworfen. Auch wird ein grober Rahmen der Handlung, also mit einem absehbaren Ende angedeutet, im Gegensatz zu Akte X zum Beispiel, wo alle Geheimnisse unzählige Folgen lang im Verborgenen blieben, bis sich einst keiner mehr dafür interessierte. Die Neugier des Hörers wird hier also durchaus befriedigt und macht Lust auf mehr.
Es besteht kein Zweifel daran, dass dieses Hörspiel klangtechnisch im Moment das beste darstellt, was der Markt zu bieten hat, mit herausragenden Sprechern und hervorragender musikalischer Untermalung. Wie immer, möchte man fast sagen.
Fazit: Fünf Sterne für dieses spannende Hörspiel, das dennoch von der harmonischen Komposition her nicht ganz an die beiden Vorgänger heranreicht.