Wer bei Bewerbungsbüchern gerne Auswahl hat, gibt den Suchbegriff "Hesse Schrader" ein. Doch aufgepasst, unter den 249 angezeigten Titeln gibt es viele Wiederholungen in Form von Taschenbuch- und Sonderausgaben sowie Neuauflagen, die vom Verlag nicht als solche gekennzeichnet sind. So auch dieser Titel. Zudem umfasst der Inhalt weit mehr, als der Untertitel vermuten lässt. Denn ausser einer leicht verständlichen Gebrauchsanweisung für gute Bewerbungsunterlagen erhält der Leser auch einen Test zur Selbsteinschätzung, Tipps zur Stellensuche per Internet und ein Erste-Hilfe-Set bei Absagen. Die Versuchung, vom Kernthema abzuweichen, ist natürlich gross, wenn einem Autor so viele Textbausteine aus anderen Büchern zur Verfügung stehen. Aber falls ein Leser andere Ratgeber von Hesse und Schrader kaufen sollte, wird er sich ärgern, immer wieder auf wörtliche Wiederholungen zu stossen.
Hat man ein grobes Bild, wer man sein könnte, geht es mit Informationen über die wichtigsten Kontakt- und Kommunikationswege weiter. Dazu gehören unter anderem Networking, Stellengesuche, Telefonmarketing und natürlich das Internet. Das folgende Kapitel ist dann den Bewerbungsunterlagen gewidmet. Es enthält die üblichen Ratschläge in gewohnter Reihenfolge. Bevor die Autoren zum Schluss noch auf das Vorstellungsgespräch eingehen, zeigen sie in fünf Beispielen, was sie unter guten Bewerbungsunterlagen verstehen. Ich fände es besser, statt des Zuatzmaterials noch mehr Beispiele zu finden. Aber dafür gibt es schliesslich die Praxismappen.
Mein Fazit: Cover und Aufmachung sind neu, der Inhalt ist es nicht. Es geht um das Einmaleins korrekter Bewerbungsunterlagen. Das finden wir inzwischen in unzähligen Konkurrenzprodukten zwar auch, aber nicht immer zu diesem Preis-/Leistungsverhältnis. Trotzdem hätte ich mir eine Aktualisierung gewünscht, in der mehr Beispiele für mehr Branchen zu finden sind. Platz dafür hätte es, würde man auf wenig aussagekräftige Einschätzungstests verzichten.