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Wie man über Bücher spricht, die man nicht gelesen hat [Gebundene Ausgabe]

Pierre Bayard
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (21 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

8. September 2007
»Das Buch schlechthin! Wunderbar, man muss in diesem Leben nur noch Bayard lesen. Sein Buch ersetzt alle anderen, alte, neue, zukünftige.« (Der Literaturpapst Bernard Pivot)

Sie haben Joyces »Ulysses« nicht gelesen? Haben neulich Proust zitiert, ohne sein Werk zu kennen, über den neuen Nobelpreisträger geplaudert, obwohl Sie sich nicht mal an den Buchtitel erinnern konnten? Kein Problem, sagt der französische Literaturprofessor Pierre Bayard. Sie befinden sich in bester Gesellschaft. Schluss mit Heuchelei und Schuldgefühlen, die einem unbefangenen Zugriff auf die Weltliteratur im Wege stehen! Wie man auf hohem Niveau und schamfrei über Bücher spricht, die man nicht gelesen hat, zeigt uns dieses wunderbare Buch. Der versierte Nichtleser unterscheidet vier Haupttypen: unbekannte Bücher, Bücher, die man quergelesen hat, Bücher, die man nur vom Hörensagen kennt, und solche, deren Inhalt wir schon wieder vergessen haben. Unabhängig vom Typus lässt sich über alle hervorragend reden: in Gesellschaft, mit dem Literaturprof an der Uni, ja manchmal unausweichlich mit dem Autor selbst. Dass Bayard seine Einladung zum unverfrorenen Umgang mit Büchern mit einer Fülle literarischer Beispiele untermauert, versteht sich von selbst: von Musils Bibliothekar, der kein Buch durch Lektüre bevorzugen will und deshalb gar nicht liest, über Ecos scharfsinnigen William von Baskerville bis zu David Lodge. Eine Apologie des Nicht-Lesens, lang erwartet, bitter nötig, unverschämt klug »gleich kaufen und lesen, von einem Ende zum anderen« (Le Magazine littéraire).

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Das Buch schlechthin! Wunderbar, man muss in diesem Leben nur noch Bayard lesen. Sein Buch ersetzt alle anderen, alte, neue, zukünftige." (Der französische Literaturpapst Bernard Pivot in Le Journal du Dimanche )

"Amüsant schildert der Autor Anekdoten und Strategien zum Nicht-lesen-aber-trotzdem-darüber-Reden." (Brigitte )

"Pierre Bayard zeigt in einem amüsanten Buch, dass Bildung auch eine Frage des gekonnten Weglassens ist. Ganz nebenbei verrät der Pariser Literaturprofessor, wie man über Meisterwerke spricht, die man nur durchgeblättert hat." (Welt online ) -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Klappentext

"Das Buch schlechthin! Wunderbar, man muss in diesem Leben nur noch Bayard lesen. Sein Buch ersetzt alle anderen, alte, neue, zukünftige." Der französische Literaturpapst Bernard Pivot in Le Journal du Dimanche

"Amüsant schildert der Autor Anekdoten und Strategien zum Nicht-lesen-aber-trotzdem-darüber-Reden." Brigitte

"Pierre Bayard zeigt in einem amüsanten Buch, dass Bildung auch eine Frage des gekonnten Weglassens ist. Ganz nebenbei verrät der Pariser Literaturprofessor, wie man über Meisterwerke spricht, die man nur durchgeblättert hat." Welt online -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.


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Kundenrezensionen

4.0 von 5 Sternen
4.0 von 5 Sternen
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Der Leser weiß schon nach wenigen Seiten Lektüre in Bayards vergnüglichem Buch, dass Bayard so ziemlich das Gegenteil eines ignoranten Nichtlesers ist, sonst hätte der Professor für Literaturwissenschaft wohl kaum solche treffenden Zitate zu seinem Thema gefunden. Schon auf S. 33 bekennt Bayard, "dass es außerordentlich schwierig ist, nie zu lesen". Augenzwinkernd schildert er Taktiken, wie man mit der Kenntnis von Büchern groß tun kann ohne sie gelesen zu haben, doch dann führt Bayard prominente Kollegen der schreibenden Zunft vor, die sich mit Äußerungen über Schriftsteller und ihre Bücher blamiert haben, die sie nicht gelesen haben und auch nicht lesen wollten.
Dann geht das Pferd mit dem Professor durch und Bayard fängt an Theorien zu entwickeln, wie man um das Lesen von Büchern herumkommt und trotzdem sich kompetent über sie äußern kann. Dazu bemüht er auch Umberto Eco und Siegmund Freud. Der Leser weiß, dass dies im Bereich der Abenteuer- und Unterhaltungsliteratur möglich ist. Wer ein Buch von Edgar Wallace, Karl May oder Agatha Christie gelesen hat, kann sich zu 90 % auch über ihre anderen Bücher treffend äußern. Doch ein Partylöwe möchte sich beim gehobenen Partytalk kaum über Karl May äußern, unter Kafka, Proust und Joyce tut er es nicht. Hier gelten andere Regeln. Bei den großen Werken der Weltliteratur sind zusätzlich zum Buch noch Kenntnisse der Umwelt des Autors und der Werkgeschichte unerlässlich. Ein Kenner von Nabokovs Buch "Lolita" merkt sehr schnell, ob ein Bluffer es gelesen hat und kann ihn mit seinen Äußerungen lächerlich machen. Man stifte zum Beispiel mal jemand an, der diese Werke nicht oder nur oberflächlich kennt, sich über Borroughs "The naked Lunch" oder Salingers "Fänger im Roggen" zu äußern. Hier hilft keine Theorie. In einer ZDF- Fernsehrunde waren zwei prominente Literaturkritiker nicht in der Lage, Bulgakows weltberühmten, vielschichtigen und verschachtelten Roman "Der Meister und Margarita" richtig einzuschätzen, mit dem sie sich offensichtlich nur wenig beschäftigt hatten und wurden mit Recht von Reich- Ranitzki dafür kritisiert.
Mit feinem Humor macht Bayard sich lustig über alle, die glauben, Wissen über Bücher sei möglich, ohne das Medium der Wissensvermittlung selbst zu nutzen: das Buch. Auch die eigene Zunft wird nicht geschont, ein Kapitel beschäftigt sich mit Bluff, Mimikry, Gerangele um Rang und Status, Geltungsbedürfnis und Bildungsprotzerei von Literaturwissenschaftlern im Alltag der Gelehrtenrepublik. Wer schon immer mal nach einer Verteidigungsrede aller Leser gesucht hat, die sich eine eigene Meinung bilden möchten, frei von Bevormundung, offener und heimlicher Manipulation, die nicht "wichtige" und "wichtigste" Bücher lesen wollen, "die unbedingt gelesen werden müssen" wie es unsere Meinungsmacher wollen - der findet eine solche im Schlusskapitel von Bayards Buch, mit gallischem Pathos geschrieben, nach einem Ritt Bayards quer durch Schriften von Balzac, Wilde und Flaubert.

Bayards Werk ist ein gescheites Buch, das Einsichten in den Literaturbetrieb, die Meinungsentstehung und Meinungsmache vermittelt. Es ist ein Buch über das Lesen und die Unmöglichkeit vom Lesen zu lassen. Es ist ein lesenswertes Buch, das seinem eigenen Titel widerspricht und das allen Leseratten wohl tut. Wer allerdings keinen Humor hat, sollte besser von dem Buch lassen, er wird es nicht verstehen, Missverständnisse sind möglich, für ihn wird auch keine noch so kluge Rezension hilfreich sein.
Beim Besuch einer alten Burg mit bewegter Geschichte wurde die Reisegruppe des Lesers vom Burgführer mit den Worten begrüßt: "Meine Damen und Herren, ich will Sie nicht mit der Geschichte der Burg langweilen. Ich halte von solchen Geschichten nichts und lese sie nicht..."
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22 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Quagga
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Pierre Bayard, Psychologe und Professor für französische Literatur an der Uni Paris, hat ein erfrischend ehrliches Buch geschrieben, in dem es darum geht, wie man mit anderen Menschen kommuniziert über Bücher, an die man sich kaum mehr erinnert, die man nur überflogen ("quergelesen") oder angelesen hat oder die man gar nur aus der Sekundärliteratur kennt (*). Hier die recht aussagekräftige Inhaltsübersicht mit ein paar Bemerkungen von mir:

"ARTEN DES NICHTLESENS

Erstes Kapitel: BÜCHER, DIE MAN NICHT KENNT
in dem der Leser sehen wird, dass es nicht so sehr darauf ankommt, ein bestimmtes Buch zu lesen, was reiner Zeitverlust wäre, sondern darauf, über die Gesamtheit der Bücher das zu haben, was eine Figur Musils den "Überblick" nennt."

Über die Unmöglichkeit, alles (oder auch nur alles für sein Fach oder für das literarische Allgemeinwissen Relevante) lesen zu können und auch dazu zu stehen.

"Zweites Kapitel: BÜCHER, DIE MAN QUERGELESEN HAT
in dem wir mit Valéry erkennen, dass es reicht, ein Buch querzulesen, um ihm einen ganzen Artikel zu widmen, und dass es bei manchen Büchern geradezu unziemlich wäre, anders vorzugehen.

Drittes Kapitel: BÜCHER, DIE MAN VOM HÖRENSAGEN KENNT
in dem Umberto Eco zeigt, dass es nicht nötig ist, ein Buch in der Hand gehabt zu haben, um detailliert darüber zu sprechen, sofern man nur hört und liest, was andere Leser darüber sagen."

Herangezogen wird William von Baskervilles Konfrontation mit Jorge in der Klosterbibliothek, als William dem Blinden erläutert, was er durch Gespräche mit Mönchen, die mit Lesern des geheimen Buchs gesprochen hatten, durch seine allgemeine Kenntnis des ersten Bandes der "Poetik" und des üblichen Aufbaus der Werke des Aristoteles, und durch die Morde selbst ' kurz, was er über den Inhalt des zweiten Bandes, den er gerade mit sorgsam behandschuhten Fingern durchblättert, erschlossen hatte.
"Doch der Weg zur Wahrheit entpuppt sich im Nachhinein als noch komplexer, da Jorge, der Baskerville nachspioniert und hört, wie er sich seine phantastischen Interpretationen um die Apokalypse herum aufbaut, beschließt, ihn in die Irre zu führen und ihm falsche Indizien zu beschaffen, mit denen sich seine These stützen läßt. Und als Gipfel des Paradoxes täuscht der Mörder Baskerville so lange, bis er schließlich der Täuschung verfällt, wenn er sich einredet, die Todesfälle seien durch einen Plan der Vorsehung angeordnet. So gelangt Baskerville zur Feststellung, daß er die Wahrheit zwar herausgefunden hat, aber nur dank der willkürlichen Anhäufung seiner eigenen Irrtümer."

"Viertes Kapitel: BÜCHER, DIE MAN VERGESSEN HAT
in dem man sich mit Montaigne fragt, ob ein Buch, das man gelesen und komplett vergessen hat, von dem man sogar vergessen hat, dass man es gelesen hat, noch immer ein Buch ist, das man gelesen hat."

Montaigne, dessen Vergeßlichkeit berühmt war, konnte sich den Inhalt von Büchern nicht merken und schrieb deshalb in all seine Bücher kurze Inhaltsangaben und Anmerkungen hinein, um sie nicht versehentlich ein zweites (oder drittes, viertes etc.) Mal zu lesen. Er wird hier als extremer Fall behandelt, um das generelle Phänomen von vergessenen, halb vergessenen oder nur noch bruchstückhaft erinnerten Büchern abzudecken. Montaigne konnte sich nicht einmal den Inhalt der von ihm selbst verfaßten Bücher merken -' ein Zustand, den ich ansatzweise nachfühlen kann, wenn ich nach Details in Inhalten eigener Publikationen gefragt werde, die mittlerweile zehn Jahre zurückliegen. Man fühlt sich so _blöd_, wenn man zugeben muß "Moment, da muß ich erst mal nachlesen, was ich damals darüber geschrieben habe." Ach ja.

"GESPRÄCHSSITUATIONEN

Erstes Kapitel: IM GESELLSCHAFTSLEBEN
in dem Graham Greene von einer alptraumhaften Situation erzählt, in der sich der Held einem ganzen Saal von Bewunderern gegenübersieht, die gespannt darauf warten, dass er sich zu Büchern äußert, die er nicht gelesen hat."

In "Der dritte Mann" gerät der Protagonist, Schreiber von Western"schund"romanen, wegen einer Namensverwechslung in eine Diskussion mit Lesern eines "intellektuellen" Autors; Leser, deren Fragen er kaum versteht und die seine peinlichen Antwortversuche als bissigen Humor, harsche Kritik an Schriftstellerkollegen und satirische Seitenhiebe interpretieren. Die Szene war auch im Film. Überhaupt kommen in Bayards Buch viele verfilmte Bücher vor.

"Zweites Kapitel: EINEM LEHRER GEGENÜBER
in dem sich beim Volksstamm der Tiv bestätigt, dass es absolut unnötig ist, ein Buch aufzuschlagen, um darüber eine kluge Meinung abzugeben, auch wenn das den Wissenschaftlern nicht gefällt."

Anthropologin Laura Bohannon will den nigerianischen Tiv den Hamlet näherbringen, um herauszufinden, ob er wirklich weltweit gültige Menschheitsfragen behandelt, und scheitert bereits bei der Übersetzung des ersten Akts: da die Tiv nicht an Geister glauben [da sage nochmal einer was gegen die angeblich so abergläubischen Naturvölker :-)], nehmen sie ihrer Vorleserin den Geist von Hamlets Vater nicht ab und halten Hamlet für töricht, einer irrealen Erscheinung zu trauen.
Die Anthropologin verstrickt sich mehr und mehr in Erklärungsnöte.
"Tote können nicht gehen", protestierte mein Publikum einstimmig.
Ich war zu einem Kompromiß bereit: "Ein 'ghost' ist der Schatten eines Toten."
Aber sie hatten immer noch Einwände: "Tote haben keinen Schatten."
"In meinem Land haben sie eben einen", versetzte ich kühl."

"Drittes Kapitel: DEM SCHRIFTSTELLER GEGENÜBER
in dem Pierre Siniac zeigt, dass man seine Worte einem Schriftsteller gegenüber abwägen sollte, vor allem, wenn dieser das Buch, dessen Autor er ist, nicht gelesen hat.

Viertes Kapitel: DER ODER DEM LIEBSTEN GEGENÜBER
in dem wir mit Bill Murray und seinem Murmeltier zur Einsicht gelangen, dass es, um jemanden im Gespräch über Bücher zu verführen, die der andere liebt und die wir nicht gelesen haben, das Beste wäre, die Zeit anzuhalten."

Hier gehts im wesentlichen um das Glück, sich mit seiner Partnerin über Bücher unterhalten zu können, die beide gelesen haben. Das Lob des identischen kulturellen Backgrounds oder wie man einen solchen durch Lektüre schaffen kann, exemplifiziert anhand des Films "Groundhog Day".

"EMPFOHLENE HALTUNGEN

Erstes Kapitel: SICH NICHT SCHÄMEN
in dem wir in einem Roman von David Lodge die Bestätigung dafür finden, dass die Grundvoraussetzung für ein Gespräch über nicht gelesene Bücher ist, sich nicht dafür zu schämen.

Zweites Kapitel: SICH DURCHSETZEN
in dem Balzac beweist, dass es umso einfacher ist, seine Meinung über ein Buch durchzusetzen, als dieses kein fester Gegenstand ist, und dass man an dem Verwandlungsprozess der Bücher auch nichts ändern kann, wenn man sie mit einer tintenbefleckten Schnur umwickelt.

Drittes Kapitel: BÜCHER ERFINDEN
in dem man in einem Buch Sosekis den Rat einer Katze und eines Ästhetikers mit Goldbrille bekommt, die beide, in unterschiedlichen Bereichen, die Notwendigkeit des Erfindens vertreten.

Viertes Kapitel: VON SICH SPRECHEN
in dem man mit Oscar Wilde zur Schlussfolgerung gelangt, dass die angemessene Lesedauer eines Buches zehn Minuten beträgt, da man sonst vergessen könnte, dass die Begegnung mit einem Text hauptsächlich eine Anregung ist, seine Autobiographie zu schreiben."

Auch wenn ich noch nicht ganz durch bin (auf das Kapitel "Bücher erfinden" bin ich besonders gespannt), kann ich jetzt schon sagen: Dies ist ein vergnügliches Buch. Die bei intellektuellen Franzosen meist übliche verbosité [zu gut deutsch: Vielschwätzerei ;-)] tritt nicht zu sehr in den Vordergrund, der Inhalt ist geistreich, das Thema ist in der Tat für alle Leute, die sich über Bücher unterhalten, von Interesse und wird zumindest für mich aus ganz neuen Blickwinkeln beleuchtet.

Übrigens schafft es der Autor spielend, den Leser an der Nase herumzuführen. Schon im dritten Kapitel dachte ich: "Ging "Der Name der Rose" wirklich so aus? Und kam das, was er da beschreibt, wirklich drin vor?" War letztlich zu faul, in der Rose nachzuschlagen, und behielt leise Zweifel zurück: Erstens an meiner Erinnerung ans Buch und zweitens an Bayards Darstellung der Handlung. "Hat er das Buch etwa wirklich nicht richtig ...? Diesen Klassiker? Aber nein, das hätten doch seine Lektoren merken müssen. Oder?" Dann kam so etwas in einem anderen Kapitel nochmal vor und schließlich ein drittes Mal. Immer nur Details, die ich selbst nur noch verschwommen im Gedächtnis hatte. Schließlich läßt Bayard durchblicken, daß er diese kleinen Änderungen mit voller Absicht eingebracht hat, der schlaue Hund. Und man begreift sozusagen am eigenen Leib, wie trügerisch oder vielmehr löcherig die Erinnerung ist. Lesen Sie weiter... ›
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Helmut Barro TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Eigentlich dürfte ich dieses Buch nicht rezensieren, denn - ich habe es gelesen. Allerdings kann nur, wer sich vom Lesen distanziert, den nötigen Abstand zur Beurteilung und Einordnung eines Buchs in den gesamtkulturellen Kontext haben, so Bayards These. Ich lasse mich davon aber nicht abschrecken, denn Nichtleser des Buchs, so zeigen manche der anderen Rezensionen hier, gibt es bereits genug.

Das fast arrogante Zurschaustellen einer solchen Nichtleserhaltung dient natürlich letztlich nur als Aufhänger - Bayard nutzt diesen, um eine Terminologie und Theorie über das Lesen und unseren Umgang mit dem Rezipieren von Literatur zu postulieren. Sowohl interkulturell als auch intermenschlich werden seine Begriffe der "kollektiven" und "inneren" Bibliothek, von "Deckbüchern" in Anlehnung an die Freudsche Traumdeutung und anderen Konstrukten mit Hilfe von literarischen Beispielen aufbereitet. Von Umberto Eco bis Bill Murray reicht da die Palette, und Bayards flüssiger, unterhaltsamer Stil lässt sogar seine (trickreichen) Zusammenfassungen amüsant wirken.

Die Goldmann-Ausgabe ist hübsch gestaltet, und das kleine Format in Verbindung mit großer Schriftart und angenehm viel Weißraum machen die kurzweilige Lektüre auch zeitlich kurz, aber inhaltlich unheimlich spannend und aufschlussreich für alle, die sich mit dem Lesen auseinandersetzen wollen, und insbesondere interessant für Vielleser.

Mein Fazit: QB++.
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5.0 von 5 Sternen Wow .... ein Buch (fast) ohne Lüge
Schade, dass es nicht mehr aufgelegt wird. Es ist eine Freude, dieses Buch zu lesen, obwohl die Gedankengänge sich mitunter wiederholen. Ok, ok .... Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von pejoachim veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Nichts Quantitatives
Dies ist kein Buch, dass zum Betrügen einläd, vielmehr das Gegenteil, ein positives Buch. Es befreit von Komplexen, die alle haben, die viele Bücher gelesen haben... Lesen Sie weiter...
Vor 20 Monaten von U. Blanché veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Ein Reiseführer für Raupe-Nimmersatt-Leser
Dieses Buch ist ein Schatz. Ich lese gern. Und ich lese schnell. Laut Lesetest mit über 500 Wörtern pro Minute. Warum sollte ich Bücher NICHT lesen? Lesen Sie weiter...
Vor 21 Monaten von wintom veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen Die besten Erziehungstipps geben kinderlose Paare
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Vor 23 Monaten von Andreas Gryphius veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen Ein Buch für Blender und solche, die sich gerne blenden lassen
Ich mache nun zum ersten - und wahrscheinlich auch zum letzen Mal - ewas, das ich noch nie gemacht habe. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 15. Mai 2011 von marani123
5.0 von 5 Sternen Wenn Sie nur ein Buch in zehn Jahren lesen, dann sollte es genau...
Es handelt sich hier nämlich um ein Meta-Buch. Sein Nutzwert besteht darin, wie der Titel schon sagt, sich am Ende intelligent über Bücher äußern zu... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 29. Dezember 2009 von isy3
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Meine Probleme mit buchgewordenen Essays sind eigentlich immer ähnlich gelagert: die Texte sind zu lang (und umschweifig), um mich zu fesseln, gehen mir nicht genug in die... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 14. Oktober 2009 von L. Stitz
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Zuerst war ich mir gar nicht sicher, ob es so ganz richtig ist das Hörbuch WIE MAN üBER BüCHER SPRICHT, DIE MAN NICHT GELESEN HAT zu rezensieren, doch der Titel... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 8. April 2008 von Thorsten Wiedau
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Veröffentlicht am 14. Februar 2008 von Philipp-Alexander Weinberg
1.0 von 5 Sternen Selbstinszenierung à la francaise: Das passende Buch zur...
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Veröffentlicht am 12. Februar 2008 von Tim Tillermann
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