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Produktinformation
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Der klar und folgerichtig gegliederte Text bietet zunächst in vier Kapiteln eine schnörkellose Beschreibung der gegenwärtig in der Gesellschaft auszumachenden Sorgen und Zukunftsängste, der Entfremdung der Gesellschaft von der politischen Elite, des wirtschaftlichen Ist-Zustands ("Das Ende der Illusionen") und des politischen Sollzustands ("Vollbeschäftigung und ein wohlhabendes Land"). Im Anschluss referiert Merz in drei großen Schritten sein Reformmodell: Mit einer konsequent wertorientierten Politik will er die Glaubwürdigkeit der Politik wieder herstellen, auf deren Grundlage allein ein "Neues Denken für die Risikogesellschaft" mehrheitsfähig werden könne. Stichworte sind hier unter anderem ein einfaches, gerechtes und leistungsorientiertes Steuersystem, Einwanderung und Integration sowie die Eigenverantwortung im modernen Sozialstaat. Auch Reformen innerhalb des politischen Institutionengefüges sind nach Auffassung des Autors nötig. Dabei müsse die Rolle des Parlaments ebenso neu definiert werden, wie die des Bundes, der Länder und der Kommunen.
Auch der Anhang bietet noch interessanten Lesestoff: Unter der Überschrift "Ein modernes Einkommenssteuerrecht für Deutschland" kann man hier noch einmal die von Merz bereits im November 2003 vorgelegten zehn Leitsätze für ein grundlegend reformiertes, radikal vereinfachtes Einkommenssteuersystem nachlesen. Wer wissen will, für welche Politik eine von Friedrich Merz geführte CDU wohl stünde, erhält in diesem Buch klare Antwort. -- Hasso Greb -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
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Es gibt im Buch ein Kapitel wo F. Merz zum Thema "Exportweltmeister" Stellung nimmt. Er behauptet darin, der Export-Erfolg Deutschlands wäre übertrieben. In Wahrheit verdanken wir die guten Statistiken erstens in großem Maße dem Euro-Dollar-Kurs, kurz gesagt dem starken Euro. Und zweitens würden in Deutschlands Exporten zunehmend mehr ausländische Vorleistungen stecken, was den eigentlich deutschen Beitrag schmälert.
Zum ersten Einwand: (der Euro-Dollar-Kurs)
Die Außenhandels-Statistik wird in Euro ausgewiesen. Sie kann daher in keinster Weise vom starken Euro profitieren. Im Gegenteil, da der starke Euro Waren aus Deutschland auf dem Weltmarkt relativ zu Produkten aus anderen Währungsräumen verteuert, müsste sogar mit sinkenden Exporten gerechnet werden. Dass die Ausfuhren dennoch so stark sind, spricht für die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Produkte. Die Argumentation von Herrn Merz ist falsch und zeugt von wenig Sachverstand. (Würde die Statistik in Dollar ausgewiesen werden, dann hätte er Recht. Dann würden die Zahlen durch den Euro-Dollar-Kurs aufgebläht und übertrieben werden. Aber das ist nicht der Fall, also gilt das oben gesagte.)
Zum zweiten Einwand: (ausländische Vorleistungen)
Wenn man die Statistiken genau anschaut, sieht man, dass nicht nur die Exporte gestiegen sind, sondern auch der Export-Überschuss, also der Saldo von Ausfuhren und Einfuhren. Von 1999 bis 2004 sind die Exporte sogar stärker gestiegen als die Importe, der Exportüberschuss ist folglich überproportional gewachsen. Allein diese Tatsache belegt, dass die Behauptung im Buch Quatsch ist. Die Zahlen belegen ganz eindeutig, dass in deutschen Exporten nach wie vor ein hoher Anteil heimischer Wertschöpfung steckt.
Den Rest des Buches hab ich nicht gelesen, und werde ich auch nicht lesen. Denn wenn ich in einem Kapitel schon merke, dass da jemand von Dingen schreibt, von denen er nichts versteht, dann habe ich wenig Zutrauen zum Rest des Buches.
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