„Übung der Nacht" ist als eine Einleitung in die Materie Traumyoga zu verstehen, bei der dem Leser sowohl praktische als auch theoretische Kenntnisse des relativ exotischen Themas vermittelt werden.
Die ersten beiden Kapitel befassen sich mit der Entstehung und den Eigenschaften von Träumen, danach geht es um die Praxis dieser „Traum-Meditation". Das Buch erfüllt hier auch völlig seinen Zweck: Es ist gut geschrieben und sehr ausführlich und detailliert, der Leser bekommt einen guten Einstieg in die Materie geboten.
Allerdings ist „Übung der Nacht" KEINE Anleitung für Traumyoga, sondern als Begleitbuch für diejenigen gedacht, die Traumyoga aktiv erlernen wollen, und das geht nur mit Lehrer. Schon in der Anleitung weißt der Autor darauf hin, dass das Buch nur als rein theoretische Lektüre oder in Verbindung mit Unterricht benutzt werden kann. Das Buch ist also keine Anleitung, anhand der man Traumyoga praktizieren kann.
Weiterhin setzt „Übung der Nacht" viele Vorkenntnisse über Buddhismus und insbesondere den tibetischen Lamaismus voraus. Die komplizierten Zusammenhänge und vielen Fremdwörter werden Anfänger hoffnungslos überfordern.
Fazit: Ein interessantes und faszinierendes Buch, leider sehr schwer und nur in Verbindung mit Unterricht und Lehrer praktizierbar und nützlich.