So überzeugend Titel und der leuchtendrote Umschlag sind, so wenig vermag der Inhalt hoch gesteckte Erwartungen zu erfüllen. Das liegt in erster Linie am Ansatz. Während sich Hirnforscher langsam Gehör verschaffen, dass unser freie Willen masslos überschätzt wird, huldigen die Autoren noch immer der alten Auffassung , Menschen würden sich aus freien Stücken für dies oder jenes entscheiden. Wörtlich heisst es: Wenn sich jemand überzeugen lässt, entscheidet er sich also ganz bewusst für eine bestimmte Position. Klar, dass eine solche Glaubensauffassung auch nichts Neues bringt. Der Verdienst der Autoren liegt darin, die bekannten Strategien der Wortkünstler auf leicht verständliche und übersichtliche Art aufzuarbeiten. Die Macht der Gefühle ist den Autoren ganze acht Seiten wert. Dabei berufen sie sich zwar auf den bekannten Hirnforscher Antonio R. Damasio, reduzieren aber dessen Erkenntnisse bis zur Unerkenntlichkeit. Das auffällige Buch wird all jene erfreuen, die sich vom Siegeszug der emotionalen Intelligenz bedroht fühlen und ihre bisherige Strategie weiter verbessern möchten. Es wird aber das im Klappentext abgegebene Versprechen nicht einlösen können, bei Anwendung der vielen Tipps lasse sich jede Hürde meistern.