Die Autorin schafft es auf gezielt strukturierte Weise, dem unerfahrenen Studenten dieser Disziplin einen belastbaren Überblick über die Forschungsschwerpunkte und Gedankengänge der Übersetzungswissenschaft seit der Antike zu geben. Dabei ist besonders die fundierte Literaturauswahl hervorzuheben, die - wie die Autorin selbst im Vorwort anmerkt - ausdrücklich für das weitere Selbststudium der Originale motivieren soll.
Bevor Koller oder andere Einführungen in die Übersetzungswissenschaft gelesen werden, die sich auf eigene Theorien der Autoren beziehen, sollte zuerst Stolze herangezogen werden, um die einzelnen Theorien in das Ganze einordnen und bewerten zu können.