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am 6. November 2013
Wahrhaft keine leichte Lektüre, ich mußte immer wieder unterbrechen und mehrere Tage vergehen lassen, bevor ich weiter lesen konnte. Die Lebensberichte der 32 Frauen und ihrer Mütter sind dunkel und deprimierend und gehen sicher sogar LeserInnen mit genügend biografischem Abstand tief unter die Haut. Man wird ziemlich heftig konfrontiert mit Verzweiflung, Trauer, Bitterkeit, Enttäuschung, Hass, aber auch mit hilfloser Liebe und Zärtlichkeit. Man sollte wissen, auf was man sich einläßt mit diesem Buch: Diese Biografien sind nichts für schwache Nerven!

Respekt vor dem Mut und der zum Teil schonungslosen Offenheit der Töchter, die hier gewagt haben, ihre schwierige, bedrückende und schmerzhafte Vergangenheit bzw. Gegenwart zu beschreiben und hoffentlich dadurch wenigstens ein Stück weit zu bewältigen. Es ist ein überaus dickes Buch geworden, eng gesetzt und trotzdem immer noch mehr als 500 Seiten lang, woraus sich auch der stolze Preis erklärt. Dass hier nur Töchter zu Wort kommen, ist schade, aber es haben sich auf den Aufruf der Herausgeberin offensichtlich fast ausschließlich Frauen gemeldet. Ohnehin scheint die komplizierte Mutter-Tochter-Beziehung für die Auswirkungen dieser Erkrankung besonders anfällig zu sein. Vielleicht leiden Töchter aber auch besonders oder anders unter einer kranken Mutter als Söhne, die es doch meist schaffen, sich in ein distanzierteres Verhältnis zu retten. Für die Tochter ist die Mutter das erste Rollenvorbild, sie ist ihr schon dadurch gefährlich nah. In anderen Büchern über Borderline kommen Männer als Partner von Frauen mit dieser Störung dagegen häufig zu Wort.

Ich kann mir gut vorstellen, dass dieses Buch ein wichtiges Standardwerk zur Borderline-Erkrankung und deren Auswirkung auf Kinder und Familie werden könnte. Sicher ist es nicht nur für Betroffene, sondern auch für Psychologen und Psychiater interessant. Nur schade, dass Katharina Ohanas Einleitung so kurz ausgefallen ist.
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am 13. Dezember 2013
Hallo,
ich gehöre zu den Frauen, die ihre Biografie offen gelegt hat.
Ich weiß, dass dieses Buch keine leichte Lektüre ist.
Doch gerade durch die ungeschönte Wahrheit möchte ich wach rütteln.
Ich wünsche mir, dass dieses Buch hilft, damit andere Kinder das nicht erleben müssen. Das Schlimmste ist wegschauen, so wie ich es erlebt habe. Deswegen: Seien Sie mutig, falls Sie einen ähnlichen Fall in Ihrer Umgebung haben.
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