Vorab: Auch ich zolle den Leistungen und dem Wissen Rüdiger Nehbergs großen Respekt und das Buch ist auch gut; trotzdem hatte ich mehr, oder zumindest etwas anderes, erwartet. Es kann natürlich sein, dass ich falsche Vorstellungen hatte, aber ich wollte hauptsächlich etwas über Überlebenstechniken in der Wildnis lernen und dachte dabei nicht hauptsächlich an Bedrohung durch Mitmenschen, sondern eher an Nahrungsbeschaffung, Unterkunft bauen etc. Dies wird natürlich auch beschrieben, jedoch lange nicht so ausführlich wie z.B. wie man durch Minenfelder kommt oder wie man sich in heruntergekommen Gefängnissen verhalten sollte. Was ihm anscheinend auch sehr wichtig ist, ist wie man Leute besticht, beschwichtigt oder umbringt. In fast jedem Kapitel wird darauf eingegangen, wie man mit Feinden umgeht, die einen umbringen, foltern oder ausrauben wollen. Es wird auch Leute geben die sich in der Wildnis herausfordern wollen ohne dass es gleich um Mord und Totschlag geht. Aber Nehberg ist nunmal ein Extrem-Survivor. Trotzdem ist das Buch gut und zu empfehlen, da es wirklich fast alle Bereiche abdeckt, auch wenn die brutalen meiner Meinung zu ausführlich behandelt werden und die simplen Survival-Tricks etwas zu kurz kommen.