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23 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Sehr zu empfehlen, 20. Juni 2005
Rezension bezieht sich auf: Überleben Glücksache. Was Sie als Krebspatient in unserem Gesundheitswesen erwartet (Gebundene Ausgabe)
Ich empfehle dieses Buch gerade deshalb, weil hier nicht nur die Patientin über ihre Behandlung und Gefühle schreibt, sondern weil immer die Geschehnisse auch von den betroffenen Ärzten kommentiert werden. Krebs-Bewältigungsbücher gibt es viele und sie sind sicher sehr nützlich. Aber die Autorin schildert hier nicht nur, was in der Klinik passiert ist, sondern läßt auch die Ärzte beschreiben, warum es so geschehen ist und warum ein Satz so gesagt wurde, warum diese Behandlungsweise empfohlen wurde und nicht eine andere. Man erhält somit einen kleinen Einblick in das System Krankenhaus, und obwohl wir einen hohen medizinischen Standard haben, ist man als Leser bei manchen Dingen doch fassungslos. Allerdings habe ich auch keine Illusionen mehr, als Kassenpatient alle erforderlichen Untersuchungen und Medikamente bezahlt zu bekommen. Arm und krank sein - das sollte man nach dem Lesen dieses Buches vermeiden.
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22 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Wissen gegen Angst - Und das Zittern bleibt ..., 22. Mai 2005
Rezension bezieht sich auf: Überleben Glücksache. Was Sie als Krebspatient in unserem Gesundheitswesen erwartet (Gebundene Ausgabe)
* Eine Rolle, die keiner will und jeder irgendwann hat - Patient sein will gelernt sein. * [ Die Zeit ] ~~~~~~~~~~ Zum Inhalt: Manche Diagnosen sind niederschmetternd, machen hilflos, lösen Todesangst aus. "Was geschieht jetzt mit mir?", fragen die Betroffenen. Die Antwort müssen sie sich selber geben. So formuliert es Sibylle Herbert, die die Erfahrung machte, dass Krebs haben auch heißt: Fragen stellen, die niemand beantworten will; mit der Krankenkasse verhandeln; um Einsicht in die eigene Krankenakte kämpfen; aufpassen, das die Chemo-Infusion richtig liegt und das richtige Medikament in die Vene fließt; die eigene Strahlentherapie organisieren, zur Kenntnis nehmen, dass die eine Hand im Medizinbetrieb häufig nicht weiß, was die andere tut. ~~~~~~~~~~ In diesem Buch spricht eine Patientin mit ihren behandelnden Ärzten - und das Besondere: Beide Parteien sind wirklich bereit, miteinander zu sprechen, offen zu legen, was sie denken, wie sie fühlen, wo ihre Grenzen sind und wo unser Gesundheitssystem skandalös unzureichend ist. ~~~~~~~~~~ Die Autorin Sibylle Herbert ist nicht nur Patientin, sie ist auch Journalistin. Ihre eigene Erkrankung wird zum Ausgangspunkt einer gnadenlosen Recherche. Sie führt ihre Leser Schritt für Schritt durch die Stufen einer Krebstherapie, informiert über das, was keiner einem sagt. Ihre Recherche bringt schockierende Missstände im deutschen Gesundheitswesen zutage. Und noch mehr: Erstmals kommentieren Ärzte die Krebsbehandlung und das Gesundheitssystem aus ihrer Sicht - zusammen mit ihrer Patientin, anhand einer konkreten Therapie. ~~~~~~~~~~ "Eine Rolle, die keiner will und jeder irgenwann hat - Patient sein will gelernt sein." Dieses Buch hilft dabei. ---Reinhard Busse---
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein schonungsloser Blick auf die Diagnose "Brustkrebs", 27. März 2007
Rezension bezieht sich auf: Überleben Glücksache. Was Sie als Krebspatient in unserem Gesundheitswesen erwartet (Gebundene Ausgabe)
Wer bei dem Titel "Überleben Glückssache.Was Sie als Krebspatient in unserem Gesundheitswesen erwartet" einen simplen Ratgeber a la Gebrauchsanweisung erwartet, den man eben mal nach Stichworten durchschlagen kann, der wird sicherlich enttäuscht sein. Wer aber den fundierten u. gut recherchierten Eigenbericht einer selbst betroffenen Patientin mit dem Hauptberuf Journalistin zu schätzen weiß, ist hier genau richtig. Sibylle Herbert erzählt in diesem Buch ihre eigene Geschichte als Patientin mit der Diagnose Brustkrebs u. was sie vor, während u. nach der Therapie erlebt, beobachtet u. gedacht hat. Auf sachliche Art(soweit man das als Betroffene kann)schildert sie uns den mitunter recht trostlosen Blick auf Arzt-Patient-Gespräche, Krankenhauswarteräume, Chemotherapiezyklen ambulanter Art, Strahlentherapiekeller u. vieles mehr. Ein aufrüttelndes Buch u. so nah am Leben dran geschrieben, das die erschreckende Nähe signalisiert, das Krebs eben nicht immer nur die "Anderen" bekommen können. Um so wichtiger sich rechtzeitig zu informieren.
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