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Überfall auf Europa: Plante die Sowjetunion 1941 einen Angriffskrieg? Neun russische Historiker belasten Stalin
 
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Überfall auf Europa: Plante die Sowjetunion 1941 einen Angriffskrieg? Neun russische Historiker belasten Stalin [Gebundene Ausgabe]

Viktor Suworow , Dmitrij Chmelnizki , Jochen Fürst
2.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 318 Seiten
  • Verlag: Pour le Merite (2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 393238153X
  • ISBN-13: 978-3932381539
  • Größe und/oder Gewicht: 24,6 x 18 x 3,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 267.326 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Dieses Buch ist eine wirkliche Sensation! Da bisher die Vertreter der Präventivschlagthese vor allem Deutsche (Prof. Werner Maser, Dr. Joachim Hoffmann, Dr. Walter Post, Dr. Heinz Magenheimer) und mit Viktor Suworow ein zu Sowjetzeiten in den Westen übergelaufener Russe waren, könnte man bei den Deutschen das Motiv unterstellen, die Schuld des Deutschen Reiches kleinreden zu wollen und bei Suworow den Drang nach "Abrechnung" mit dem verhaßten Sowjetsystem. Jetzt aber melden sich gleich neun Historiker russischer Sprache zu Wort, um die zentrale These Suworows zu unterstützen: "Es ist wahr, Stalin plante im Sommer 1941 einen Angriffskrieg gegen den Westen, in dessen Verlauf er zunächst ganz Europa besetzen wollte, um von dieser Bastion aus die Weltrevolution durchzusetzen." In Rußland findet im Gegensatz zu Deutschland ein freier wissenschaftlicher Dialog zu diesem Thema statt, und was bei uns als Außenseitermeinung diskriminiert wird, hat sich in der russischen Historikerzunft längst durchgesetzt. Die Herausgeber haben für dieses Buch neun Beiträge ausgewählt, die unzählige im Westen bisher unbekannte Fakten enthalten; denn in den neunziger Jahren gab es einen ungehinderten Zugang zu russischen Politik- und Militärarchiven, der von den Autoren dieses Sammelbandes genutzt wurde.

Buchrückseite

Der russische Autor Viktor Suworow hat seit 1989 durch eine Reihe von spektakulären Büchern (Der Eisbrecher, Der Tag M, Stalins verhinderter Erstschlag) seine These international bekannt gemacht, daß Hitler mit seinem Angriff auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941 einem Angriff Stalins nur wenige Tage zuvorkam. In Deutschland fand diese These zwar gewichtige Fürsprecher (Prof. Werner Maser, Prof. Ernst Topitsch, Dr. Joachim Hoffmann, Dr. Walter Post, Dr. Heinz Magenheimer u.v.a.), von der etablierten Geschichtswissenschaft und insbesondere von der Medienöffentlichkeit wurde sie jedoch zurückgewiesen, da sie im Gegensatz zu dem Bedürfnis stand, weiterhin einen Kult um die größtmögliche Schuld Hitlers und Deutschlands an der Katastrophe des Zweiten Weltkriegs zu betreiben. In Rußland dagegen konnte sich der Diskurs zu dieser Frage frei entfalten, und es kam zu einer Fülle von Veröffentlichungen, die die Kriegsvorbereitungen Stalins und seine konkreten Angriffsabsichten untersteichen. Dabei war der freie Zugang zu russischen Politik- und Militärarchiven in den 1990er Jahren besonders hilfreich. Um den deutschen Leser am wissenschaftlichen Diskussionsstand in Rußland teilhaben zu lassen, haben die Herausgeber neun Beiträge russischer Autoren in diesem Sammelband zusammengestellt. - Am Vorabend des Großen Vaterländischen Krieges - Der Deutsch-Sowjetische Nichtangriffspakt - Die konspirativen Kriegsvorbereitungen Stalins - Panzer und Getreide. US-Unterstützungen für die Rote Armee - Hitlers Krieg wird Europa erschöpfen... und dann wird es uns wie eine reife Frucht in den Schoß fallen - Die konturen des kommenden Krieges in der sowjetischen Literatur - Die Sowjetunion und Finnland: Vom Friedensvertrag zum Krieg - Das historisch-geopolitische Erbe des Deutsch-Sowjetischen Nichtangriffspakt von 1939 - Stalins Griff nach den Schwarzmeerengen

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
63 von 73 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Perlmutt
Die hier vertretenen neun russischen Historiker haben intensiv recherchiert und schreiben sehr sachlich, im Gegensatz zu manch einem ihrer deutschen "Kollegen".
Lesen lohnt auf jeden Fall.
Es geht ja nicht darum, wie reflexartig von den üblich Verdächtigen gleich wieder herausgeschmettert wird, daß Hitler entlastet werden soll (alle neun sind sich einig, daß beide Diktatoren aus verschiedenen Gründen - Expansion; gegenseitiges Mißtrauen) einen Angriff planten, sondern um die nachvollziehbare These, daß Stalin eben genauso dachte.
Dazu gibts nicht nur viel Quellenmaterial, sondern auch Tatsachen; jederman sollte sich fragen, weshalb Stalin denn Millionen von Menschen geopfert hat, während er die brutale Zwangsindustrialisierung seines Landes vorangetrieben hat, die wiederum voll und ganz unter dem Primat des Militärs stand.
Aber selber Lesen bringt mehr Gewinn.
Sehr interessant ist in diesem Zusammenhang übrigens auch das aktuelle "Geo - Epoche" - Heft mit dem Titel "Stalin"; da spielt zwar der Titel des hier vorliegenden Buches keine Rolle, aber es liest sich hervorragend als Ergänzung.
Schon Lenin hat in seinen letzten Lebensjahren vor Stalins Brutalität gewarnt; ob sich stattdessen z.B. Trotzki als Lenins Nachfolger innen- und außenpolitisch weniger aggressiv verhalten hätte, werden wir nie erfahren.
Tatsache bleibt:
ohne Hitler - Stalin - Pakt keine erneute Teilung Polens, kein Zugriff der UdSSR auf das Baltikum und Bessarabien; vielleicht auch kein Finnlandkrieg; alles Ereignisse, die gern übersehen werden.
Und bei Kriegsende beherrschte die "friedliebende" Sowjetunion das Baltikum, Polen, Ungarn, die DDR, Rumänien, Bulgarien und die CSSR; dreimal rollten nach dem Kriege in Europa sowjetische Panzer, in Ostberlin, Budapest und Prag.
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1 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
schon wieder 13. November 2011
Von Serverus2
Und schon wieder eine Arbeit von den beiden russischen Präventivkriegtsthese-Anhängern Suwurow und Chmelnizki.
Da beide keine Historiker sind, haben sie sich wohl bemüßigt gefühlt, diesmal einen Band mit Essays zusammenzustellen und nur als Herausgeber zu fungieren.
Damit wird die längst hier in Deutschland und überall widerlegte Präventivkriegsthese versucht wieder salonfähig zu machen.
Nach Lesen dieses Bandes ein gescheiterter Versuch.
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21 von 116 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Enthüllungsjournalismus, die 10te, Klappe bitte. Gähn...und schon wieder tauchen die "ultimativen", bisher noch nicht bekannten neuen Dokumente aus den Tiefen sowjetischer Archive auf.

Das letzte, was wirklich neu war, war die Erkenntnis, dass Chrutschow, den befehl zum Mauerbau gegeben hat. Ansonsten gibt es akteull keine neuen Dokumente, die eine systematische Aggression - im Sinne von Planungen - gegen Mitteleuropa belegen!!!!!!!!!

Der Rest zum Thema "Präventivkriegsthese" ist eigentlich bestenfalls neu interpretierter kalter Kaffee von Aufsätzen aus den neunziger Jahren, die die Fachwelt nur sehr begrenzt zur Kenntnis genommen hat. Bei z. B. Glantz findet man Tabellen zur Truppenaufstellungen, die teilweise aus dieser "Schule" - übernommen wurden.

Neu ist bestenfalls an den Sichtweise der russischen Historiker, dass sie interessante "semantische Versuche" vornehmen. So wird ein Großteil der strategischen Planungen bzw. Planspiele aus den Jahren 1940/41, obwohl in der Anlage als defensive Planungen von der Roten Armee konzipert und auch so benannt (im Gegensatz zum Entwurf vom 15.05.1941 der präventiven Charakter hatte), ebenfalls zu Angriffsplanungen umbenannt.

Und siehe da als Ergebnis kommt zu Tage, Stalin plante einen Angriffs-krieg. Rubbish in, rubbish out.

Stattdessen:
1. G. Isserson (in Glantz: Soviet Military Operational Art, S.98):
"The old, experienced military leaders, who created Soviet military theory and could with high artfulness put it into practive, were no more and there were insufficient numbers of operationally prepared commanders at the beginning of war. Therefore, a painful drama, played out in the summer of 1941."

2. zum Shukow/Wassiliewsky Plan 15.05.41, Glantz (The Military Strategy of the SU, S. 88):
"Second, Soviet deployment on 15 May were insufficent for a mounting of such an offensive. Between them, the Western and Southwestern Fronts counted about 102 divisions. Strategic second echelon and reserve forces were just then beginning their depoyment forward and would arrive in stages between early June and mid July. Thus, to establish requisite force strength for the offensive, Zhukov`s plan could not have been implemented until mid-June (30 days) at the earliest, and by then the German force strength would have also risen. For Zhukov to reach his desired correlation of forces, the attack would have to occur after 60 day of preparatio (in mid-July). That, of course, would have been too late to pre-empt the Germans and deny them surprise."

Diesen zwei Zitaten ist eigentlich nicht hinzuzufügen, um die Lächerlichkeit der Unterstellung von "Angriffsplänen" - im allgemeinen - und der preemtiven Planung vom 15.05.41 - im speziellen - deutlich zu machen.

Vielleicht hätten sich diese neun selbsternannten "Militärhistoriker" mit der "Sowjetischen Felddienst Anweisung" - PU 36 - aus dem jahr 1936 beschäftigen sollen. Viellicht hätten sie die militärischen Planung dann ein wenig besser verstanden und wären auf den feinen unterschied zwischen "offensiv" und "aggressiv" gekommen. Das eine kennzeichnet eine operative Ausrichtung, die durch die PU 36 vorgegeben war und insofern hat sich die Rote Armee konform zu ihren eigenen Feldanweisungen verhalten, und das andere kennzeichnet einen Politikstil. Und das sind zwei - auch analytisch - völlig unterschiedliche Bereiche.

Aber das wird Suworow wohl nie verstehen.

Deswegen hier gerne auch nochmal die entsprechende Links zur Nachhilfe:
Deep Battle: The Brainchild of Marshal Tukhachevskii
Soviet Military Operational Art: In Pursuit of Deep Battle (Soviet Military Theory and Practice)

Alternativ hätten diese sogenannten Historiker vielleicht sich ein wenig mit der geostrategischen Gefahr beschäftigen können, der sich Stalin ausgesetzt sah. In diesem Fall hilft gerne Hillgruber ein wenig beim Nachdenken.
Der Zweite Weltkrieg 1939 - 1945: Kriegsziele und Strategie der großen Mächte
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