Und eben eine absolute Trashgranate. Aber, sogar für diese Kategorie von Filmen noch besonders schlecht geraten, leider. Aus dem Hause TROMA, das ja bei einigen schon zu recht dafür bekannt ist, oft die eher (mal nett formuliert) "seltenen" Filme zu veröffentlichen.
"Überfall im Wandschrank" hier handelt beispielsweise von, wie es uns der Titel schon sagt, naja ... von Überfällen in Wandschränken eben. Ein Monster, das ein wenig an die aus "Alien" erinnern soll (hat auch die Fähigkeit, aus seinem Maul nochmal einen kleineren Kopf heraus kommen zu lassen), frißt die Leute in ihren Wandschränken auf. Extrem blutig oder spannend ist das ganze allerdings nicht.
Hier scheint auch garnicht das Geld dafür vorhanden gewesen zu sein. Wenn sich mal jemand seinem Wandschrank nähert, sieht man nur, wie er hinein gezogen wird. Dann ist ein Gurgeln zu hören und die Kleider desjenigen fliegen heraus. Ab und zu taucht ein Schauspieler auf (schlecht gemachte Albert Einstein - Parodie) und klimpert auf einem Xylophon eine Melodie, die wohl an "unheimliche Begegnung der dritten Art" erinnern soll, herunter, weil er glaubt, so das Monster zu fangen.
Nebenbei dürfen wir einen anderen Schauspieler betrachten, der (deswegen Parodie auf Superman) wenn er seine Brille trägt, ein unscheinbares, kleines Würstchen ist. Kaum, nimmt er sie ab oder sie fällt ihm runter, zack, sind alle von ihm angetan. Auch das Monster kann da nicht widerstehen und verliebt sich in ihn.
Dann gibt es noch einen kleinen Jungen, der aber Professor genannt wird, weil er ständig am andere belehren und natürlich alles besser wissen ist. Begleitet wird er von seiner Mutter, Tante oder was auch immer. Diese verliebt sich ebenfalls in den "Superman" Darsteller (wenn er mal seine Brille verliert). Und die Armee darf natürlich nicht fehlen. Angeführt von einem herrlich bescheuerten General ... ist diese bereit, sogar Atomwaffen einzusetzen. Damit wird versucht, das Monster zu töten. Klappt nur nicht, von der Tatsache, selbst damit etwas verstrahlt zu haben, mal abgesehen. Tja, soweit zur (jetzt wieder nett formuliert !) Handlung.
Es ist wirklich schwer, bei "Überfall im Wandschrank" überhaupt etwas halbwegs gutes anzuführen, um damit wenigstens zu beschreiben, wo es sich lohnen würde, den Film mal anzusehen. Er ist im Grunde einfach nur schlecht. Und ich meine wirklich schlecht. Alles daran. Die Darsteller geben sich keinerlei Mühe, die Effekte sind so lala. Die Handlung ist praktisch komplett an den Haaren herbei gezogen, von überall abgekupfert. Trotzdem ist er auch wieder so schlecht, das man sogar geneigt ist, hin, - und wieder genau deswegen etwas "gut" daran zu finden. Er strotzt geradezu vor absurden Ideen und eben unfreiwilliger Komik.
Für 10 ¤ (das gilt besonders für die DVD) empfehlenswert, die Videokassette ist trotz Seltenheitswert aber heutzutage für max. noch 99 Cent zu kaufen, bitte.
Ach ja, und "Überfall im Wandschrank" kommt sogar mit einem echten Star daher, denn niemand anderes als John Carradine ist am Anfang als Blinder zu sehen !