Was meine Vorrezensenten schreiben, mag für den jeweiligen Individualfall gültig sein. Jedoch ist es für ein Starthilfekabel kein Qualitätsanzeichen, wenn die Polzangen keine isolierende Kunstsoffummantelung haben, sondern aus blankem Kupfer bestehen, sodass bei versehentlicher Berührung der Polzangen bei angeschlossener Batterie Kurzschlussgefahr besteht. Daher haben diese Kabel auch kein GS-Prüfsiegel. Um in engen Batteriekästen von Motorrädern Starthilfekabel anbringen zu können, mag dies ein Vorteil sein, aber dann sollte man bei der Werbung für die Eignung bei allen Fahrzeugen entsprechende Hinweise anbringen. Auch ist es unerheblich, ob man speziell dieses Kabel für ein Automatik- oder Schaltgetriebeauto verwendet. Lediglich die Unterscheidung nach Benzin- oder Dieselfahrzeugen, die dann auch noch je nach Hubraum unterschiedliche Stromstärken zum Starten des Motors benötigen. Das beschriebene Kabel ist lediglich für Stromstärken bis 200 Ampere geeignet. Großvolumige Dieselfahrzeuge jedoch ziehen beim Starten schon mal 700 bis 1.000 Ampere. Nach ADAC-Empfehlung sollte ein Starthilfekabel folgende Vorraussetzungen erfüllen: Ausführung nachDIN-Norm 72 553 bzw. ISO-Norm 6722, Kabelquerschnitt für Benzinmotoren über 2,5 l mind. 16mm2 und für alle Diselmotoren mind. 25mm2 sowie die vollständige Isolierung der Polzangen mit Kunststoff. Keine dieser Angaben sind in der Produktbeschreibung enthalten, noch sind sie auf der Produktverpackung zu finden. Im schlimmsten Fall und bei unsachgemäßer Anwendung kann dieses Kabel mehr Schaden anrichten als Nutzen bringen.
Zwei Punkte für dieses Produkt, da es wahrscheinlich eher als andere Starthilfekabel wegen der durch fehlende Isolation kleineren Polzangen auch für Motorräder ohne Kickstarter geeignet ist.