Hanna Jansen, die Autorin von "Über tausend Hügel wandere ich mit dir", war vor ein paar Tagen in unserer Schule und hat anlässlich eines Ruanda-Projektes an unserer Schule eine Lesung gehalten. Ich war wirklich fasziniert. Sie war freundlich und aufgeschlossen und konnte uns auf all unsere Fragen antworten. Sie schrieb das Buch über eines ihrer 11 Adoptivkinder namens Jeanne, die während des Genozids 1994 in Ruanda lebte und dort durch den Krieg ihre gesamte Familie verlor. Die Erzählung ist in drei Teile gegliedert. Im ersten Teil geht es um Jeanne und das Leben ihrer Familie vor dem Genozid, damit man einen Einblick in die Lebensumstände bekam. Davon war ich wirklich überrascht, denn nach dem, was ich vorher alles über ruandische Familien erfahren hatte, musste es Jeannes Familie verhältnismäßig gut ergangen sein. Im zweiten Teil wird die Zeit während des Völkermordes erläutert. Dieser Teil ist nicht nur spannend, sondern auch wahnsinnig ergreifend, wenn man bedenkt, dass sich alles wirklich so zugetragen hat, dass Jeanne leibhaftig mitbekommen hat, wie man ihren Bruder, ihre Mutter, ihren Vater und ihre Schwester ermordete. Im dritten Teil wird Jeannes Flucht mit ihren Freunden geschildert. Das ganze Buch ist mit kursiv gedruckten Abschnitten aus der Gegenwart durchgliedert, in denen Hanna Jansen einen Einblick auf Jeannes jetziges Leben in ihrer Familie gibt.
Es war einfach fantastisch, der Autorin zuzuhören, während des Vorlesens und auch, während sie von Jeanne und der restlichen Familie sprach. Ich bin von ihrem Buch, wie auch von ihr maßlos begeistert und finde, dass man ihre Erzählung unbedingt einmal gelesen haben muss!