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Produktinformation
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Geboren am 22. Juni 1897 in Breslau.
Eltern: Hermann Elias († 1940 in Breslau) und
Sophie Elias († 1941? in Auschwitz)
1897 - 1915
Kindheit in Breslau
1915 - 1917
Einberufung zum Militär, Einsatz als Funker an der Westfront
1918 - 1923
Beginn des Doppelstudiums der Medizin und Philosophie in Breslau,
je ein Semester in Freiburg und Heidelberg
1922 - 1924
Tätigkeit in einer Breslauer Eisenwarenfabrik
1923
Abschlussprüfungen in den Hauptfächern Philosophie und Psychologie sowie den Nebenfächern Chemie und Kunstgeschichte
1924
Doktor der Philosophie
bei Richard Hönigswald (1975-1947). "Idee und Individuum".
1925 - 1930
Umzug nach Heidelberg;
1928
"Gesellenstück"; Teilnahme am Deutschen Soziologentag in Zürich
1930 - 1933
Wechsel zur Soziologie und "inoffizieller Assistent" von Karl Mannheim in Frankfurt. Habilitation : "Die höfische Gesellschaft" wird erst 36 Jahre später veröffentlicht.
1933
Flucht aus Deutschland, nach vergeblichen Bemühungen um eine Universitätsstelle in der Schweiz vorläufiges Exil in Paris.Beginn der Arbeit an "Über den Prozeß der Zivilisation"
1935
Nach einem nochmaligen Besuch seiner Eltern Übersiedlung nach London
1939
Publikation von "Über den Prozeß der Zivilisation" in der Schweiz.
Das "magnum opus" blieb drei Jahrzehnte nahezu unbekannt.
1940/41
Interniert auf der Ilse of Man
1941 - 1954
Tätigkeit als Lehrer in der Erwachsenenbildung und Mitbegründung der Group Analytic Society
1954 - 1962
Dozent für Soziologie an der Universität von Leicester
1962 - 1964
Professur an der Universität von Ghana in Akkra
ab 1965
Verschiedene Tätigkeiten, hauptsächlich Gastvorlesungen, in den Niederlanden (Amsterdam, Den Haag) und Deutschland (Münster, Konstanz, Aachen, Frankfurt, Bochum)
"The Established and the Outsiders"
1969
Wiederveröffentlichung von "Über den Prozeß der Zivilisation"
1975
Mitarbeit im Zentrum für Interdisziplinäre Forschung (ZiF) in Bielefeld
1977
Empfang des Theodor W. Adorno-Preises der Stadt Frankfurt für sein Gesamtwerk
1984
Endgültige Niederlassung in Amsterdam
Norbert Elias starb am 1. August 1990 in Amsterdam.
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
wider das apriorische Wissen,
Von Logomobil (Bielefeld) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Über die Zeit: Arbeiten zur Wissenssoziologie II (suhrkamp taschenbuch wissenschaft) (Taschenbuch)
Höchst interessant für philosophisch interessierte Leser ist, wie Elias die Kant'schen apriori-Kategorie Zeit als Irrtum der Geschichte abtut. Sein Gegenentwurf, wonach eine Vorstellung der Kategorie Zeit keineswegs angeboren, sondern abhängig vom Entwicklungsstand der Gesellschaft, in der man lebt, ist, wird an einigen Stellen historisch nachzuzeichnen versucht. In so genannten primitiven Gesellschaften, gebe es z.T. gar keine Begrifflichkeit für Zeit. Am Beispiel von Priestern wird veranschaulicht, wie sie u.a. als erste Herrscher über die Zeit Macht erlangten und so Ernte- und Aussaatzeiten regulierten.
Ich hätte mir allerdings eine noch stärker historisch belegte Darstellung gewünscht. So bleibt es neben dem Priesterbeispiel neben Ausführungen zur Einführung von Kalendern häufig sehr im Allgemeinen, was Elias ausführt. Der typisch soziologische "Schwafelstil", d.h. eine Ballung von z.T. eher komplizieren Begriffen, hinter denen eine überschaubare Menge an Inhalt steckt, schmälert den Gesamteindruck etwas. Aber das scheint mir für soziologische Literatur leider normal. Dennoch halte ich die Ausführunge insgesamt für sehr lesenswert, insbesondere, wenn man sein Weltbild gerne in Wanken bringen lässt und für neue Perspektiven offen ist. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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