Ich besitze seit 1966 die zwanzigste Auflage 1965 und habe - wie Einstein es formulierte - das "Büchlein" einmal durchstudiert und unzählige Male abschnittsweise wieder und wieder gelesen. Das Buch ist m.E. nicht gemeinverständlich und bedarf auch heute noch etwas intellektuelle Bemühung. Sprache und Syntax sind teilweise
nach heutigen Maßstäben umständlich gesetzt und aufgebaut und anstrengend zu lesen. Aber, immer noch viel besser, als die reinen Erzählversuche unzähliger moderner Autoren, die versuchen, die Relativitätstheorien ohne Mathematik darzustellen. E = mc² wird dann als Metapher komplizierter Physik oder als Aufmacher doch erwähnt. Züge und Bahnhöfe, Schiffe und Fähren auf Flüsse, LKWs auf Autobahnen und Fahrstuhlfahrten werden unermüdlich herangezogen, um diese Theorien auch dem letzten Anti-Mathematik-Freund (sagen oft schamlos "ich war in Mathe noch nie gut")doch noch näher zu bringen. Alles sinnlos! Dieser Freund merkt sich nur "Zug bleibt stehen, Bahnhof fährt ab!" und glaubt vielleicht ernsthaft die spezielle Relativitätstheorie verstanden zu haben.
Das Buch "Relativitätstheorie Einsteins" von Max Born ist für mich die bessere Wahl und erhielt von mir einen Stern mehr. Wer richtig einsteigen will, muss Wolfgang
Paulis "Relativitätstheorie" studieren. Der war erst 21 Jahre alt und Physikstudent als er dieses Buch mit Extremtiefgang schrieb. Auch 5 Sterne. Allerdings nichts für Anti-Mathematik-Freunde. Einstein war allerdings begeistert!