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Über die Deutschen: Eine kleine Kulturgeschichte
 
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Über die Deutschen: Eine kleine Kulturgeschichte [Gebundene Ausgabe]

Alexander Demandt
3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 496 Seiten
  • Verlag: Propyläen Verlag (Oktober 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3549072945
  • ISBN-13: 978-3549072943
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 14,4 x 4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 468.240 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Alexander Demandt
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Eine einerseits anspruchsvoll, umfassende und faktensatte, andererseits aber auch leichtfüßige, bisweilen sogar witzige und vorzüglich geschriebene Kulturgeschichte der Deutschen vorzulegen Demandts Mittel ist das Parlando des geübten Causers, der es versteht, seinen Gegenstand mit witzigen Aperçus, anekdotischen Splittern und bisweilen überraschenden Querverweisen zum Funkeln zu bringen und damit den Leser zu fesseln. Diese mit vermeintlich leichter Hand hingetuschte und angesichts ihres schwergewichtigen Gegenstands überaus graziös anmutende Kulturgeschichte der Deutschen ist aus einem immensen, souverän beherrschten Wissen geschöpft. Das ist das große, dass bleibende Verdienst dieser kleinen Kulturgeschichte von Alexander Demandt, der man, wenn es ihn denn gäbe, den Preis für ein vorbildliches Alterswerk zuerkennen müsste." (Süddeutsche Zeitung)

Süddeutsche Zeitung / Johannes Willms / 5.3.2008

»... Eine einerseits anspruchsvoll, umfassende und faktensatte, andererseits aber auch leichtfüßige, bisweilen sogar witzige und vorzüglich geschriebene Kulturgeschichte der Deutschen vorzulegen ... Demandts Mittel ist das Parlando des geübten Causers, der es versteht, seinen Gegenstand mit witzigen Aperçus, anekdotischen Splittern und bisweilen überraschenden Querverweisen zum Funkeln zu bringen und damit den Leser zu fesseln. Diese mit vermeintlich leichter Hand hingetuschte und angesichts ihres schwergewichtigen Gegenstands überaus graziös anmutende Kulturgeschichte der Deutschen ist aus einem immensen, souverän beherrschten Wissen geschöpft. Das ist das große, dass bleibende Verdienst dieser Zkleinen KulturgeschichteZ von Alexander Demandt, der man, wenn es ihn denn gäbe, den Preis für ein vorbildliches Alterswerk zuerkennen müsste.«

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Germania 8. April 2010
Von Dr. Jens P. Becker TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Diese "kleine Kulturgeschichte" ist in der zweiten, durchgesehenen Auflage von 2008 ganze 496 Seiten stark, der Verfasser neigt offensichtlich ein wenig zur Untertreibung. Er neigt auch dazu, alles ein wenig unterkühlt darzustellen (mir wäre es lieber, wenn er so schriebe wie Simon Schama). Vielleicht ist das die Altersweisheit, "Kulturgeschichte ist eine Wissenschaft des Alters", dieses Zitat von Heinrich Wölfflin steht als erster Satz in dem "Gruß an den Leser". Alexander Demandt war siebzig, als das Buch erschien, er hat ein langes Gelehrtenleben hinter sich, und er hat einen sehr guten Ruf als Althistoriker. Dass er sich neuerdings für die Reihe ZDF History vor den Karren von Guido Knopp spannen lässt, steht hier nicht zur Diskussion. Ich gebe gerne zu, dass das Buch bei seinem Erscheinen an mir vorbeigelaufen ist, und ich es erst jetzt im Antiquariat gefunden habe. Anderseits habe ich vor Jahren sein Buch über das Privatleben der römischen Kaiser mit Vergnügen gelesen, ich kannte zumindest den Verfasser, als ich "Über die Deutschen" las. Nachdem ich das Buch gelesen hatte, habe ich die damaligen Rezensionen gelesen. Die einen staunen machen, haben die alle das gleiche Buch gelesen? Haben sie es ganz gelesen? Viele in einer nationalen Ehre beleidigte Deutsche sind da am Schreiben. Wenn man über Deutschland schreibt, kann man es offensichtlich niemandem Recht machen. Dies ist ein facettenreiches Buch, das sehr viel Material bewegt. Vielleicht für manche Leser zu viel. Was mich an der Darstellung beim Lesen geärgert hat, ist die zurückgenommene Abstraktion, die manchmal schon an die Banalität grenzt. Und das ist natürlich auch sehr deutsch, ein englischer Historiker hätte das anders geschrieben. Dennoch ist das Buch durchaus eine Leseempfehlung.
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17 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Unter diesem Leitsatz entwickelt Alexander Demandt seine deutsche Kulturgeschichte. Das Thema, das sich für den Leser daraus ergibt ist die Frage "Was ist Deutsch?". Allein mit der Lektüre dieses Buches scheint man schon Goethes Ausspruch gerecht zu werden. Aber auch mit Erfolg? Wie jedes wissenschaftliche Werk kann auch dieses eigentlich nicht deswegen kritisiert werden, weil es mehr über den Verfasser verrät als über den Gegenstand seines Schaffens. Wagen wir es trotzdem, muss man dabei unbedingt berücksichtigen, dass der Autor eigentlich Althistoriker ist und seine Interessen und Schwerpunkte klar in diese Richtung tendieren. So fällt es grundsätzlich etwas negativ ins Auge, dass der Epoche der Antike angesichts des Umfangs des behandelten Themas nach meinem persönlichen Dafürhalten etwas zu viel Platz eingeräumt wurde. Da von einer einheitlichen Begrifflichkeit "Deutschland" selbst im späten Mittelalter noch lange keine Rede sein konnte, sollte der antike Kulktureinfluss vielleicht nicht derart überbewertet werden. Sehr positiv und sinnvoll hingegen erscheint die Gliederung in methodisch einheitliche Sachgebiete. Innerhalb dieser Kapitel erfüllen die ersten die ,zumindest von mir gehegten, Erwartungen sehr gut, indem nicht Ereignisse und Daten, sondern Tendenzen, Strömungen, Eigenheiten und Entwicklungen beschrieben werden, wie nur sie eine Kultur ausmachen und uns der Beantwortung der anfangs gestellten Frage näher bringen. Dabei mag es ein wenig erstaunen, dass zur Verdeutlichung dieser Kultur ein Kapitel "Die Deutschen und der Wald" angesetzt wurde, doch mag sich dies erneut aufgrund der persönlichen Interessen des Autors erklären. Möglicherweiseist dieses Them nicht ganz so schwerwiegend für die deutsche Kultur, wie es hier wirkt, interessant ist es allemahl - vielleicht der gelungendste Abschnitt des ganzen Buches überhaupt. Insgesamt besticht die kleine Kulturgeschichte in diesen ersten Kapiteln nicht nur mit hohem Informationsgehalt und angenehmer Sachlichkeit, sondern auch mit sprachlichem Witz und rhetorischer Eleganz. Letztere hält zwar bis zum Schluss an, doch verliert das Buch in den späteren Kapiteln zusehends seinen Reiz: Zunhemend gewinnen nüchterne Aufzählungen von Fakten, Jahreszahlen und Ereignisgeschichte an Boden (Kapitel über Literatur, Technik, Staat). Nicht mehr Gesamtzusammenhänge werden aufgezeigt, sondern Schlachten, Reformen und Staatsmänner staccatohaft und dicht gedrängt heruntergeleiert.Das eigene Desinteresse des Autoren spricht aus jeder Zeile. Obwohl hierbei die oft gleichsam liebevoll gepflegte, wie unsachliche Emotionalität deutscher Historiker insbesondere gegenüber denZeite zunehmen, je näher sie dem Nationalsozialismus liegen, erfreulicherweise gänzlich fehlen, fragt es sich, ob es nicht angemessener gewesen wäre, wie schon in den ersten Kapiteln mit Fragen nach Denkschulen, der Entwicklung der föderalen Territorialität, dem vieldiskutierten deutschen Sonderweg (bzw. der nicht minder interesanten Forschungsgeschichte zu diesem Bereich)sowie der vielbeschriehenen Vergangenheitsbewältigung nachzugehen. Die Entäuschung des Lesers verwandelt sich endlich in pure Enttäuschung, wenn auf den letzten Seiten eine zusammenfassende Kernaussage erwartet wird, die Meinung und Ansichten des Autoren griffig rekapitulieren könnte. Vielmehr lässt Demandt zum Schluss wieder den Pessimisten Goethe zu Wort kommen und resümiert: den Deutschen sind zwar einige bewundernswerte Einzelleistungen gelungen, im Ganzen aber sind sie das Produkt des Einflusses anderer Länder und Völker und müssen, stellt man sie diesen vergleichend gegenüber, stets peinlich berührt zurückstehen. Als Ausweg aus diesem Dilemma empfiehlt der Verfasser dem Leser, den deutschen Kulturbegriff zugunsten eines weitgefassteren Kosmopolitismus aufzugeben. Ganz davon abgesehen, dass es auf so ziemlich alle Kulturen der Erde zutrifft, Produkte äußerer Einflüsse zu sein, wirkt dieses Urteil nach all den gelieferten Fakten eher niederschmetternd. Natürlich mag man dem Autoren darin folgen (ich jedenfalls tue es nicht), doch macht sich völlige Verzweiflung breit, wenn sich Demandt in seinen Abschiedsworten frech davonstiehlt und einen völlig verdatterten Leser mit offenstehendem Mund zurücklässt. Vielleicht wäre es besser gewesen, sich zum Schluss jedes Kommentars zu enthalten und dem Leser ein endgültiges Urteil selbst zu überlassen. Schade, das Ergebnis wäre wahrscheinlich weit weniger desolat gewesen.
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6 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Langly
Format:Gebundene Ausgabe
Ich muss dem Rezensenten zuvor in seiner Kritik an Demandts inhaltlich sowie wissenschaftlich schlichtweg abenteuerlichem Fazit zur deutschen Kultur beipflichten.

Bereits im Vorwort lässt sich erahnen, welches Ziel die kulturgeschichtliche Reise Demandts haben wird. Darüber hinaus wirkt es an manchen Stellen fast schon zwanghaft, wie Demandt versucht, nichtdeutsche kulturelle Einflüsse hervorzuheben und den jeweiligen vorherigen Kulturzustand in Deutschland als zurückgeblieben brandmarkt.

Versucht er wenigstens diese historischen Umdeutungen und Verschleierungen in einen Mantel immerhin popularwissenschaftlicher Schreibe zu hüllen, tritt an anderen Stellen unverhohlen seine politische Gesinnung hervor, z.B.: Verächtlich tut Demandt die Vergabe von militärischen Orden in Preußen und dem Deutschen Reich als Ausdruck eines angeblich alles vereinnahmenden Militarismus ab und schreibt, heutiger Ordensstolz sei nicht nur zu verurteilen sondern letztlich auch nur bei Anhängern autoritärer Systeme vorhanden. Verworrener geht es kaum.

Exzellente historische Werke zeichnen sich auch dadurch aus, dass der Autor ohne ideologische Agenda versucht, dem Leser vor dessen geistigem Auge die jeweiligen zeithistorischen Umstände wieder auferstehen zu lassen. Wertungen aus gegenwärtiger Perspektive behindern das Verständnis und verschließen uns den Zugang zu den historischen Personen und ihren Handlungen. Ein sauber arbeitender Historiker kennzeichnet seine Wertung und lässt sie nicht ständig zwischen den Zeilen (oder teilweise ganz direkt) einfließen.
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