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Über den Umgang mit Menschen
 
 

Über den Umgang mit Menschen [Kindle Edition]

Adolph Freiherr von Knigge
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (18 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Buch der 1000 Bücher

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Über den Umgang mit Menschen
OA 1788 Form Sachbuch Bereich Gesellschaft
Das bekannteste Werk von Adolph Freiherr Knigge hat seinen Namen sprichwörtlich gemacht und zum Synonym für »Anstandsliteratur« werden lassen. Im Gegensatz zu diesem fragwürdigen Ruf handelt es sich bei der Schrift um eine Lebensphilosophie zum Gebrauch für die unmittelbare gesellschaftliche Praxis. Es geht darin um den Umgang mit Menschen und nicht um den mit Messer und Gabel.
Entstehung: Knigge steht mit der Haltung seines Buches in der Tradition der Aufklärung. Er schreibt in der Einleitung, er habe an keinem Werk so lange gearbeitet wie an diesem. Er meint damit vor allem das Sammeln von Erfahrungen und Beobachtungen, die in das Werk Eingang gefunden haben und die Basis für seine Empfehlungen bilden. Schon früh war Knigge der Überzeugung, durch genaue Erforschung des Verhaltens der Menschen ließen sich Gesetzmäßigkeiten für den Umgang mit ihnen finden. Unter diesem Aspekt sind seine Gründung eines Freundschaftsordens 1775 und seine Arbeit für den Illuminatenorden ab 1780 zu sehen: Beide Vereinigungen sollten ein großes Netzwerk zur Menschenbeobachtung bilden.
Inhalt: Das ab der 3. Auflage (1790) in seine endgültige Form gebrachte Werk beginnt im ersten der drei Teile mit allgemeinen Bemerkungen und gibt daraufhin Ratschläge für den Umgang mit sich selbst; anschließend wird der Umgang mit Leuten »von verschiedenen Gemütsarten« erörtert. Im zweiten Teil behandelt Knigge die Familie, Nachbarn, Wirt und Gast, Lehrer und Schüler, das Reisen usw. Im dritten Teil betrachtet er den »Umgang mit den Großen der Erde, Fürsten, Vornehmen und Reichen«, mit Hofleuten, Geistlichen, Juristen, Ärzten usw. Dies alles wird unter der Maßgabe erörtert, wie der Bürger (im Rahmen der vom Adel beherrschten Gesellschaft) effektiv handeln kann, ohne dabei moralisch verwerflich zu sein.
Wirkung: Das lebendig geschriebene und lebensnahe, auf eigener und immer wieder herangezogener Erfahrung beruhende Buch erlebte schon zu Lebzeiten von Knigge fünf Auflagen, außerdem zahlreiche Nachdrucke und Übersetzungen in fremde Sprachen. Im 19. Jahrhundert blieb es viel gelesen, erfuhr jedoch »Aktualisierungen« und Modernisierungen in Form von Bearbeitungen und Ergänzungen. Ab 1818 wurde es durch den Prediger F. P. Wilmsen um einen vierten Teil erweitert, der »Etikette« lehrt und damit Tür und Tor öffnete für die »Knigges«, die heute als »Knigge für Manager«, »Öko-Knigge« oder »Möbel-Knigge« den Buchmarkt bevölkern und mit dem ursprünglichen Buch nichts zu tun haben. Seit den 1960er Jahren wird Knigge wieder als bedeutender Schriftsteller der Aufklärungsepoche wahrgenommen und sein Werk neu gelesen. W. F.

Pressestimmen

"Knigge und sein berühmtes Buch sind sprichwörtlich geworden, ohne dass man beide recht verstanden hätte. Da kann diese (...) zuverlässige Ausgabe von Karl-Heinz Göttert abhelfen!" -- Frankfurter Neue Presse

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69 von 72 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Wer, wie ich, dem heute verbreiteten Irrtum aufgesessen ist "der Knigge" handele davon, wie man sich zu Tisch zu benimmt, wie man z.B. bei welchem Gang welches Besteck nimmt, wird durch völlige Abwesenheit solcher Ratschläge vielleicht überrascht - vermissen wird man sie beim Lesen dieses Buches aber nicht.
Der Schlüssel zum tatsächlichen Inhalt verbirgt sich hinter dem weniger bekannten eigentlichen Titel des Buches: Über den Umgang mit Menschen.
Kaum einen Bereich der verschieden intensiven Kontakten, die die man haben kann, hat Knigge ausgelassen.
Nach wertvollen allgemeingültigen Bemerkungen, kommt bezeichnenderweise zunächst das Kapitel Über den Umgang mit sich selbst. Denn es ist "der Umgang mit unserer eigenen Person gewiß weder der unnützeste noch uninteressanteste."
Ohne zu kategorisieren berät er im folgenden im Verhalten zu Leuten mit verschiedenen Charakteren
und zwischen verschiedenen Parteien:
Unter Menschen mit verschiedenem Alter
Unter Eltern, Kinder und Blutsfreunden, Unter Eheleuten
Der Umgang mit und unter Verliebten, Frauen, Freunden.
Zwischen Diener und Herr, zu Nachbarn, Wirten, Wohltätern, den Großen der Erde, Fürsten Vornehme Reiche, "Geringere", Geheimbünde uvm.
Die Hinweise wie man mit Hofleuten und Geistlichen umzugehen sollte haben zwar ihre aktuelle Brisanz verloren sind aber nicht weniger, heute vielleicht so gar mehr, amüsant.
Die Tiere im übrigen vergißt Knigge, auch wenn der Titel anderes vermuten läßt, nicht im geringsten! Über den Umgang mit den selben ist ein eigene Kapitel gewidmet.

Eine Anektdote vielleicht noch zu seinem Kommentar zu Geheimbünden, die er allerdings, seine eigenen Ratschläge beherzigend, in seinem Buch nicht erwähnt. Knigge war 1780-84 unter dem Ordensnamen "Philo", wie auch Goethe(seit 1783) und Herder Mitglied des Illuminaten-Odrdens. Ein 1776 von A. Weishaupt geründeter geheimer Orden, der Gesellschaft und Kirche nach den Grundsätzen der Aufklärung umgestallten wollte. Knigge startete umfangreiche Werbeaktionen, die wegen seiner weitreichenden Kontakte aus dem Bund eine weithin berühmte und von den herrschenden Mächten gefürchtete Institution machten. 1783 mißfiel Knigge aber immer mehr die despotische Führungsstruktur des Gründers Weishaupt, dem die Macht zu Kopf gestiegen war. Die Mitgleider mußten einander bespitzeln und in Berichten bei den Ranghöheren denunzieren. 1784 trat Knigge verbittert aus dem Bund aus.
Der Bund wurde wegen verstrickung in politische Intrigen 1785 vom bayrischen Kurfürsten Karl Theodor verboten und löste sich 1787 auf.
Dies zeigt, daß Knigge nicht nur etwas daher schrieb, sondern auch nach seinen Prinzipien gelebt hat. Sein Kapitel über Geheimbünde ist auch keineswegs zu einer Abrechnung geworden, sondern als mehr als Warnhinweis eines Menschen mit Erfahrung zu verstehen eine gewisse Vorsicht mit Bünden und Sekten niemals außer Acht zu lassen.

Abschließend läßt sich sagen
Seine pädagogische Absicht und die Würdigung des Menschen unabhängig von seiner sozialen Stellung bringt Knigge ohne lehrmeisterhaften Ton und glaubwürdig an die Leser weiter.
Ein erfrischendes Buch, daß wohl besonders durch den leichten witzig-satirischen Ton und seine humanistische Sichtweise zum Dauerbestseller wurde.

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48 von 52 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Der Knigge - wenn man dieses Wort hört, denkt man zunächst an Benimmregeln. Schuld an dieser Assoziation ist der Volksmund, der dem Bremer Freiherrn einen sprichwörtlichen Sittenwächter gemacht hat. Wie falsch dieses Bild ist, erkennt jeder sofort, der tatsächlich einmal in „den Knigge" hereinschaut. „Über den Umgang mit Menschen", wie das Buch in Wirklichkeit heißt, ist nämlich alles andere, als eine Sammlung längst veralteter und überflüssiger Verhaltensregeln. Es ist vielmehr ein ungeheuer menschlicher Lebensratgeber. Wie ein großer Bruder spricht der Freiherr zum Leser, also nicht autoritär oder von oben herab, sondern liebevoll und nur mit der Absicht, seinem Leser dieses komplizierte Leben ein wenig einsichtiger und leichter zu machen. Was schon einmal alle meine Vorurteile gegen dieses Buch weggeputzt hat, war das zweite Kapitel. Es ist nicht etwa überschrieben „Auf welcher Seite vom Teller die Gabel zu liegen hat", sondern: „Vom Umgang mit sich selbst". Und hier breitet Knigge aus, was der Mensch sich selbst schuldig ist. Daß für ihn dieses Thema das wichtigste ist, macht ihn Ungeheuer sympathisch. Es geht ihm nämlich nicht um die Aufrecherhaltung irgendwelcher Konventionen, sondern um die wirkliche Zufriedenheit der Menschen mit ihrem Leben. Was mir den Knigge dann endgültig lieb gewonnen hat, war das Kapitel „Wie man sich hüten könne, nicht verliebt zu werden" aus dem Abschnitt „Vom Umgang mit Frauenzimmern". Hier stellt er eigentlich nur fest, daß es keine Möglichkeit gibt, im Umgang mit - so Knigge - „vorzüglichen Frauenzimmern die Freiheit seines Herzens nicht einzubüßen". Er gesteht auch seine eigene Ratlosgkeit ein und rät schließlich im Ernstfall als einzigen Ausweg die Flucht. So persönlich und warm und weise läßt er sich über alle großen und viele kleinen Fragen des Lebens aus, und darum ist er eine tolle Anschaffung (und natürlich immer ein augenzwinkerndes Geschenk). (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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25 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
- Eine Denkanregung - 21. Januar 2007
Von O. Jorde
Format:Gebundene Ausgabe
Dieses Buch ist Menschen zu empfehlen, welche sich gedanklich den Wirrungen des Lebens stellen möchte. Der Autor hat es geschickt vermocht, wesentliche Bestandteile des menschlichen Zusammenlebens auf den Punkt zu formulieren und zu durchleuchten. Trotz der teils altertümlichen Sprache ist es sehr amüsant zu erleben, dass sich die menschlichen Verhaltensweisen in den letzten 200 Jahren anscheinend kaum verändert haben. Insbesondere die gedanklichen Vergleiche mit der eigenen Lebenssituation machen meine Meinung nach den Reiz des Buches aus.

Wer sich nicht auf die gedankliche Reise begeben will, eine simple Benimm-Fibel sucht oder Regeln für das Verhalten zu Tische, wird an diesem Buch wenig Freude haben. Alle anderen - sofort zugreifen...
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Anaconda-Ausgabe 2011: Relativ kleine Schrift, schwaches Druckbild
Die Rezension bezieht sich auf die folgende gebundene Ausgabe (gekauft für 4,95 EUR): Anaconda Verlag (28. Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von Klemensachs veröffentlicht
Super!
Kann mich meinen Vorgängern nur anschließen.
Knigge erklärt alles, was man über den Umgang mit Menschen wissen muss. Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von Dany veröffentlicht
Über den Umgang mit Menschen
Jeder, der immer noch der Meinung ist, "Knigge" wollte uns lehren, wie wir Hummer essen müssen, sollte dieses Buch lesen. Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von Lydia Maier veröffentlicht
Schlägt jedes moderne Buch zum Thema Sozialkompetenz!
Von wegen dröge Etikette! Freiherr von Knigge erklärt nicht etwa mit erhobenem Zeigefinger den rechten Winkel des Bestecks auf dem Teller - wie man das gemeinhin... Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von V. Franziska Bartl veröffentlicht
Der Klassiker
Geschrieben 1788 vom Freiherrn von Knigge (1752-1796). Eingeteilt in 3 Teile in 26 Kapitel. Zu lesen ist hier der Umgang mit Menschen. Lesen Sie weiter...
Vor 10 Monaten von caledonian veröffentlicht
Schön, dass ich's hab
Das Buch lohnt sich zu besitzen. Ich habe es auf Grund einer Rezension gekauft und es nicht bereut. Es geht wirklich um sich und seine Mitmenschen - gleich als ich es zum Reinlesen... Lesen Sie weiter...
Vor 14 Monaten von Lina Und veröffentlicht
Erstaunlich aktuell
Stabil gebundene Ausgabe.
Erstaunlich aktuell und sehr zeitlos, obwohl schon über 200 Jahre alt.
Stellenweise auch sehr humorvoll und anschaulich beschrieben. Lesen Sie weiter...
Vor 16 Monaten von Elli8570 veröffentlicht
Dieses Buch kommt nie aus der Mode.,
Der Schriftsteller Freiherr Adolph von Knigge(1752-1796) wurde bekannt durch die Sammlung der vorliegenden Lebensregeln. Lesen Sie weiter...
Vor 22 Monaten von Helga König veröffentlicht
Nicht überholt!
Erstaunt wird der Leser feststellen, dass die heutige Gesellschaft sich nicht anders verhält als die Gesellschaft Ende des 18 Jhd. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 6. November 2008 von KA.W
Ein Kompass fürs Leben - der "echte" Knigge
Ein Anstandsbuch von 1788, von einem Autor namens Knigge? Richtig, "Über den Umgang mit Menschen" ist der Knigge, der Urahn aller Benimmbücher, die sich heute ganz... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 24. Oktober 2006 von Rolf Dobelli
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