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Über dem Gesetz. Battletech. BattleTech-Roman
 
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Über dem Gesetz. Battletech. BattleTech-Roman [Taschenbuch]

Michael Diel
3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 347 Seiten
  • Verlag: Ulisses Spiele; Auflage: 1., Aufl. (Februar 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3890645178
  • ISBN-13: 978-3890645179
  • Größe und/oder Gewicht: 17,6 x 11,4 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 232.497 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Der Assistent des Generalbundesanwaltes wird ermordet in seinem Büro aufgefunden. Der Agent David Gibbs wird auf den Fall angesetzt. Die Lösung scheint einfach und greifbar nahe, doch der Fall wird immer mysteriöser und widersprüchlicher. Was ist in dieser Silvesternacht wirklich geschehen? Gibbs lässt nicht locker und stößt schließlich auf eine Verschwörung, die bis in die allerhöchsten Regierungskreise hinauf reicht und zum Ersten Lord des Sternenbundes führen zu scheint ...

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
CBT-Bond in Action 8. Mai 2005
Von Dyotron
Von Amazon bestätigter Kauf
Unser grosser Held schleicht sich mit falscher Identität auf einer Party der gehobenen Gesellschaft ein, erregt die Aufmerksamkeit der Damenwelt, nimmt an der Präsentation einer Superwaffe teil, die der Gastgeber illegalerweise versteigern will, stiehlt sich dann davon, schleicht sich durch die Luftschächte ins Büro seines Widersachers, legt dabei einige Wachmannstatisten um, klaut danach den Datenkristall mit den Informationen der Superwaffe, der nebenbei bemerkt für alle gut sichtbar in einem Glaskasten aufbewahrt wird, und stürzt sich dann unter Feindfeuer vom obersten Stockwerk eines Wolkenkratzers in die sturmgepeitschte Nacht - und dann geht ein Geheim-Fallschirm auf, den er die ganze Zeit unter seinem Abendjackett versteckt hatte.

*Schnitt*

An diesem Punkt ist der Prolog zu Ende, und man kann beinahe die Titelmelodie eines James Bond-Films im Hintergrund hören. Hier habe ich dann ernsthafte Zweifel bekommen, ob mir der Rest des Buches gefallen würde.

Aber weiter: Unser CBT-Bond kehrt zu seinem Hauptquartier zurück, spricht bei seinem Chef vor, wird auf einen neuen Auftrag geschickt und bekommt dann noch von seinem "Q" neues Spielzeug. Und auf seiner nächsten Mission trifft er zufällig die Frau wieder, auf die er schon im Prolog aufmerksam wurde. Später soll er natürlich umgebracht werden, und... aber das reicht jetzt mit den Spoilern (und Klischees).

David Gibbs, so heisst unser CBT-Bond, ist mehr als deutlich an den allseits bekannten Superagenten angelehnt, um nicht zu sagen geklont. Frauen, flotte Sprüche, hochtechnisches Spielzeug, umfassende Fähigkeiten (ich wäre eher überrascht gewesen, wenn er KEINEN Mech steuern könnte), kritische Situationen, aus denen er jedes Mal unverletzt wieder entkommt - passt alles perfekt in einen Bond-Film. Aber ins Battletech-Universum? Ist das nicht etwas zu "unrealistisch" (sofern man in einer fiktiven SciFi-Umgebung überhaupt von Realismus sprechen kann)?

Meiner Meinung nach nicht, denn Diel präsentiert Gibbs und seine Taten immer wieder mit einem guten Schuss Selbstironie. Das gelingt ihm zwar nicht immer, manchmal sind Gibbs Äusserungen z.B. einfach nur peinlich, aber es wird zum Ende des Romans hin immer besser, besonders wenn Gibbs selbst etwas mehr Sarkasmus zeigt. Und auch die Handlung wird mit der Zeit nicht mehr ganz so vorhersehbar wie am Anfang. Da verzeiht man dann auch das absolut typische und durch und durch klischeehafte Bond-Ende.

Aber der Roman besteht ja nicht nur aus Gibbs, sondern beinhaltet auch diverse andere Handlungsstränge, wobei die meisten auf der allerhöchsten Ebene der Sphären- und Sternenbundpolitik spielen. Die Darstellung vom Koordinator des Kombinats ist zwar etwas... nun... ungewöhnlich, zeigt aber deutlich eine der grossen Schwächen in einem totalitären Staatssystem auf. Alles in allem gefallen mir die Romankapitel mit der Sphärenpolitik sehr gut. Zwar berühren sie die Storyline von Gibbs nicht besonders oft, wodurch der Roman nicht ganz wie aus einem Guss wirkt, aber das kann auch daran liegen, dass die Handlung von 2599 bis 2605 geht, und dadurch erzwungenermaßen ein paar Zeitlücken entstehen.

Zum Kern der Geschichte, der "Verschwörung, die bis in die allerhöchsten Regierungskreise hinaufreicht und zum Ersten Lord des Sternenbundes zu führen scheint", muss ich leider sagen, dass ich nach dieser Ankündigung im Flappentext etwas mehr erwartet hätte. Ok, es ist nicht wirklich enttäuschend, aber da der aufmerksame Leser die Lösung bereits nach knapp 200 Seiten kennt, ist es auch nicht sonderlich überraschend, wenn Gibbs es schliesslich selbst herausfindet. Diel könnte mit seinen Hinweisen ruhig noch etwas sparsamer sein, bei "Wahnsinn und Methode" war es ja ähnlich.

Mechgefechte haben wir eines, und das ist nicht besonders beeindruckend, aber so etwas hat in einem Roman dieser Art nicht unbedingt was verloren, von daher ist es in Ordnung. Was mir persönlich nicht gefällt ist der Übergang zwischen Kapitel 14/15, hier könnte noch kurz beschrieben sein, wie Gibbs eigentlich plötzlich in ein anderes Sternenreich gekommen ist, denn mit Sicherheit haben seine Peilsender keine Reichweite von mehreren Lichtjahren. Ein paar Sätze, dass er sein Ziel in den Raumhafen verfolgt und ihn dort beim Buchen eines Fluges beobachtet hat, oder was ähnliches, wäre ganz nett, denn ich bin beim ersten Lesen darüber gestolpert und habe mehrfach blättern müssen. Und die Flucht des Attentäters ist auch wieder so ein Part, bei dem selbst der SciFi-Realismus Risse bekommt.

Positiv: Wir wissen jetzt, woher der Shandra-Scoutwagen seinen Namen hat, und ausserdem passt das Titelbild des Buches diesmal zum Inhalt. Aber jetzt Schluss mit der ganzen Besserwisserei, und her mit meinem Fazit:

Würde das Buch alleine von Gibbs handeln und so bleiben wie am Anfang, käme es nicht über 2 Sterne hinaus. Da sich die Story unseres CBT-Bonds mit der Zeit aber besser entwickelt und etwas unberechenbarer wird, gibt es noch einen Stern dazu. Den Rest mit der Sphärenpolitik und den anderen Protagonisten kann ich uneingeschränkt als "sehr gut" bezeichnen, also 5 Sterne. Zusammengenommen ergibt sich daher eine Endbewertung von 4 Sternen, insgesamt gesehen ist das Buch also gut bis sehr gut. Zwar hat es ein paar Schwächen, ist aber auf jeden Fall besser als "Wahnsinn und Methode", Diels erster CBT-Roman. Ich freue mich daher ehrlich auf sein nächstes Werk.

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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
BattleTech-Romane zu rezensieren ist inzwischen so etwas wie eine Lebensaufgabe geworden. Pro Monat erscheint zur Zeit durchschnittlich ein Roman. Kaum hat man neben der Uni und anderem Kram, der Nerven und Zeit kostet, mal wieder Zeit gefunden einem Roman zu lesen, da ist auch schon der Nächste erschienen. Gerade jetzt wo ich diese Rezi in einer stillen Stunde verfasse, liegt schon der nächste Roman da oben auf dem Bücherregal und wartet darauf konsumiert zu werden.

Aber kommen wir zum Roman. Der ist vom deutschen Autor Michael Diehl, der bereits „Wahnsinn & Methode" in dieser Reihe (Classic BattleTech) verfasst hat. Wieder spielt die Handlung zur Zeit des Sternenbundes, genauer gesagt um das Jahr 2600 herum. Eigentlich sind es auch zwei Handlungen, die Diehl hier erzählt. Zum einen gibt es den Geheimagenten David Gibbs, der einen Mordfall an einem hohen Beamten aufzuklären hat und zum anderen eine hochpolitische und spannende „Geschichtsstunde" aus der Anfangszeit des größten Bündnisses der menschlichen Geschichte. Der Agent ist dabei eine herrliche Hommage an Agentenfilme, allen voran dem Klassiker schlechthin: James Bond. So schlägt Gibbs einem Angreifer an der Cocktailbar mit dem Shaker einen über, lässt einen Spruch ab und trinkt cool seinen Drink. Freunde von Bond werden viele Zitate und Aktionen des berühmtesten Geheimagenten unserer Tage in Gibbs wiederfinden.
Auf der anderen Seite stehen aber die Verwicklungen innerhalb des Sternenbundes, denn der Herrscher des Draconis-Kombinats ist ein etwas instabiler Alkoholiker, der den Frieden des Bundes gefährdet. Da es sich beim Draconis-Kombinat aber um einen sehr totalitärer Staat handelt, ist Kritik an Vorgesetzten eher... unüblich. Aber als der Koordinator des Kombinats, Leonard Kurita, dann dem ganzen Rest der Inneren Spähre mit Krieg droht, geht selbst sein Volk auf die Straße und auch das Herrscherhaus ist sich einig, das etwas geschehen muss.
Jeder Teil für sich ist unterhaltsam und funktioniert, aber irgendwie wollen beide nicht so recht zusammenpassen. Der erste Teil des Romans dreht sich nur um den Agenten, der große Mittelteil um die Politik und ganz am Ende werden beide Ebenen miteinander verknüpft. Die Geschichte um den Agenten hat Action, coole Sprüche und viel Humor. Die Politik bietet Intrigen, Verrat, menschliche Fehler und das alles, aus verschiedenen Sichtweisen und mit facettenreichen Charakteren, so dass es kein Böse und kein Gut gibt; so wie ich mir bei BattleTech immer vorstelle. Das Verhältnis zwischen beiden Teilen ist somit wie das zwischen Action-Kracher und einem Polit-Thriller. Beides schaue ich mir gerne an, aber zusammen... das hätte nicht sein müssen.

Was in seinem ersten Roman noch zu bemängeln war, war das Fehlen der Sternenbund-Atmosphäre und der Hochtechnologie, welche diese Ära auszeichnete. In „Über dem Gesetz" finden sich viele Stellen der Sternenbundadministration und auch einiges an den technischen Errungenschaften. Gerade diese sind sehr schön eingearbeitet und keine technischen Artefakte, die fast magisch erscheinen, sondern clevere und glaubwürdige Weiterentwicklungen der bestehenden Technologie. Zwei Daumen hoch dafür.

Insgesamt ein sehr schöner Roman, gerade für Fans von James Bond und die Liebhaber der BattleTech-Geschichte. Ehrlich, wenn ich BattleTech-Kunde als Studienfach nehmen könnte, ich würde es tun! Also, an alle BattleTech-Fans da draußen: gebt dem jungen, deutschen Autor eine Chance und schaut mal in das Buch rein.

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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Peter
Sternenbund 2600
SBGK-Agent David Gibbs wird mit der Aufklärung des Mordes des Generalbundesanwaltes beauftragt. Doch während seiner Ermittlungen stellt sich heraus, daß seine Vorgesetzten ihn insgeheim für etwas ganz anderes benutzen. Gibbs folgt den wenigen Spuren und deckt schließlich eine Verschwörung auf, die bis zum ersten Lord des Sternenbundes reicht. Gezwungenermaßen müssen ihn seine Vorgesetzten dann am „echten Spiel" teilnehmen lassen...

Dieser Roman ist ein Widerspruch in sich. In jedem zweiten Satz heißt es „Aber das Leben eines Geheimagenten ist nunmal nicht so, wie es in den Filmen und Büchern immer beschrieben wird." dann aber folgt eine Szene, die so stereotyp ist, daß sie selbst Bond und Co. die Schamesröte ins Gesicht treiben würde! Darüber hinaus ist die Story so unzusammenhängend in ihre verschiedenen Ebenen geteilt, daß man als Leser den selben Frust erlebt, wie der Agent Gibbs in der Handlung.
Zwar sind die Actionszenen echt gut geschrieben, die handelnden Personen trotz allem nicht zu flach geraten und hin und wieder fällt auch mal ein echt cooler Spruch - das war es dann aber auch schon. Von einem Roman im Battletech-Universum hätte ich doch noch etwas mehr erwartet!
Zugegeben: Der kurze Einblick in die Politik des alten Sternenbundes ist zunächst recht interessant, aber letztendlich ist er nur genau so schemenhafter Hintergrund, wie der Kalte Krieg bei den Bond-Filmen.

Alles in allem:
Kein guter Roman, wenn auch einige Szenen recht einfallsreich gemacht sind und man ihnen einen gewissen Unterhaltungswert nicht absprechen kann. Trotzdem ein Buch der Reihe „einmal und nie wieder" - es sei denn, man ist ein wirklich überzeugter Fan von „Kobra-übernehmen-sie" , „James Bond" und ähnlichen eher actionlastigen Agentengeschichten.
Für echte Agentenfans drei bis vier Sterne. Für alle Anderen nur zwei. Höchstens!

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