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Über das Zaudern Broschiert – 15. Oktober 2007

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Joseph Vogl schreibt eine Ode an das Zaudern die Schattenseite der Tat. Denn wer nicht innehält, tilgt die Möglichkeit, dass alles auch anders sein könnte.« (Ines Kappert, taz)

»Beinahe alles, was Vogl schreibt, elektrisiert wie jetzt sein kleiner Versuch übers richtige Denken.« (Christian Geyer, FAZ)

»Das kleine Buch hält zwischen Nachdenken, Ratlosigkeit und Handeln so konzentriert die Schwebe, dass man es als exemplarisches Zaudern ansehen kann.« (Elisabeth von Thadden, Die ZEIT)

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Joseph Vogl (*1957 in Eggenfelden) ist Inhaber des Lehrstuhls für Neuere deutsche Literatur: Literatur- und Kulturwissenschaft/Medien an der Humboldt-Universität zu Berlin und Permanent Visiting Professor an der Princeton University, USA. Er lehrte u.a. an der Bauhaus Universität in Weimar und der Ludwig-Maximilians-Universität in München und hat zahlreiche Monographien und Artikel veröffentlicht. Für seine Übersetzungen von Schlüsselwerken der neueren französischen Philosophie (darunter Gilles Deleuze: Differenz und Wiederholung, J.-F. Lyotard: Der Widerstreit) erhielt er 1988 den Übersetzerpreis zur Förderung der deutsch-französischen Beziehungen.


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Format: Broschiert
Vogl (1957- ) hat ein sehr interessantes Buch vorgelegt, ein Buch, welches vielleicht nie Antworten gibt, weil es eine einzige Frage ist. Wie kommt man zu diesem Gedanken, wird man ebenso fragen und nun bleibt nichts anderes übrig, als in die Gedanken der vielen Begleiter auf dem Weg des Zauderns einzusteigen.

Eigentlich lag es nahe für mich, Besonnenheit und Zaudern zu verbinden. Doch diesen Punkt fand ich nicht bei Vogl, man könnte ihn aber als besondere Form des Zauderns ergänzen. Besonnenheit hat eine notwendige Beziehung auf sich selbst, auf das Wissen darüber, DASS man weiß, nicht jedoch, WAS man weiß. So fand ich bei Platons "Charmides" und in der Lektüre von Schiller ist Wallensteins Monolog sehr bekannt: "[...] nicht zurück, wie's mir beliebt / ich muss die Tat vollbringen, weil ich sie gedacht." Vor der Tat und nach dem Gedanken, es tun zu müssen, ist dieser Satz der Inbegriff des Zauderns, der kleinen Leere. Auch die zusätzliche Zeit, die man sich gibt, über das Kommende, Zukünftige noch einmal zu reflektieren. Die Tragödien Aischylos haben diesen Moment des Innehaltens und doch führen sie wie in der Orestie in den Tod. Die Zeit der Reflexion mag nicht lang genug gewesen sein. Wir stehen an der Weggabel mit Laios und Ödipus, mit Kreon und Antigone.

Vor einiger Zeit rezensierte ich Freuds Ansichten über den Moses des Michelangelos. Moses Rückkehr vom Berg Sinai, die Gesetzestafeln unter dem Arm, wird als Kontext verwendet.
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