Zur Bedeutung von Schellings Freiheitsschrift von 1806 ist nichts zu sagen, sie war auch Heidegger eine Vorlesung wert. Meine Empfehlung betrifft hier nur den Anteil des Herausgebers Horst Fuhrmans, der eine ausgezeichnete Einfuehrung in das romantische Umfeld von Schellings Denken gibt. Dieses romantische Denken ist uns heute fremd geworden, aber nur aus diesem Hintergrund versteht man Goethes Faust und die von Goethe selbst bekannte Neigung zu Schellings Philosophie, ausserdem die Grundlagen von Hegels Denken und ueberhaupt die geistige Romantik als Bewegung unter Einschluss der Theosophie "von Boehme bis Baader". Man kann diese Einfuehrung gut mit dem Romantik-Buch von Ricarda Huch zusammen lesen. Wegen der Einfuehrung allein ist das Reclam-Baendchen schon die Anschaffung wert.