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Über das Trinken
 
 
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Über das Trinken [Gebundene Ausgabe]

Peter Richter
3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 224 Seiten
  • Verlag: Goldmann Verlag (14. März 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442312027
  • ISBN-13: 978-3442312023
  • Größe und/oder Gewicht: 19,2 x 12,6 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 92.339 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Peter Richter
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Richter schreibt Sätze, an denen man sich berauschen kann." (SPIEGEL online )

"Der Titel klingt dezent, dahinter verbirgt sich aber ein fulminantes Plädoyer für den Genuss." (Welt am Sonntag )

"Richter konstatiert in seinem in der Fastenzeit erscheinenden lesenswerten Büchlein „Über das Trinken“, dass, wer trinkt, in unserer Gesellschaft ein Problem habe. Wer nicht trinkt, aber auch. Das Trinken an sich sei damit die heikelste Tätigkeit überhaupt." (Die Presse )

Kurzbeschreibung

Ein Plädoyer für selbstbewussten Lebensgenuss

So viel zu trinken. Und so wenig ohne Alkohol! Jeder Blick in eine Bar oder die Karte eines halbwegs guten Restaurants zeigt: Man muss schon triftige Gründe haben, um bei der traurigen Trias aus Wasser, Cola und Apfelschorle hängen zu bleiben. Aber unsere Haltung zum Trinken ist widersprüchlich: Auf der einen Seite kann gar nicht genug davor gewarnt werden, auf der anderen hält einem ständig einer ein Glas hin. Wer trinkt, hat ein Problem. Wer nicht trinkt, hat erst recht eins. In seinem neuen Buch befasst sich Peter Richter auf ebenso kluge wie amüsante Weise mit einer Kultur, die in berauschenden Getränken schwimmt: unserer. In einer Gesellschaft, die Genussmitteln zunehmend kritisch gegenübersteht, plädiert er dafür, zu selbstbewusstem Lebensgenuss zu stehen – und sich den Rausch auf keinen Fall nehmen zu lassen.


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Peter Richter hat es getan. Ein sehr entspanntes Buch mit einer äußerst kontroversen Meinung zu einem der am meisten verbreiteten Genussmittel der Welt verfasst. Selbst in islamischen Ländern soll es vorkommen, dass heimlich, im Haus (da, wo Allah es nicht sieht), das ein oder andere Glas Hochprozentiges zum Mund (und hinein) geführt wird.

Alkohol.
Von Grönemeyer warnend besungen, von zigtausend Menschen über das Maß hinaus als Krankheit leidvoll erlebt, allüberall als Genussmittel, Auflockerer, Anstosser, zur Feier des Tages und überhaupt angeboten, dargereicht, im Schrank, auf der Theke.

Und das, wie Richter bereits in den ersten Sätzen mitteilt, auf keinen Fall in allererster Linie aufgrund des Geschmackes. Der Geschmack ist nicht alles, 'sondern schon die Wirkung zählt'. Maßvolles Trinken ist eben nur ein 'Flirt mit dem Rausch' und irgendwann muss man sich schon trauen, 'einen Schritt weiter zu gehen'. Sagt Peter Richter.

Was soll man sagen zu solch einem politisch völlig unkorrekten Ansinnen? Gut geschrieben, kann man sagen. Humorvoll erzählt, durchaus mit Hintergrund verfasst, denn eine ganze Kultur des Trinkens taucht in den Kapiteln des Buches auf, oft und oft mit einem Augenzwinkern, nicht ganz bierernst gemeint, aber dennoch schwingt eines mit: Sich den Genuss nicht verbieten zu lassen. Ein zweischneidiges Schwert in einer Gesellschaft, einem Europa, in dem die Quellen des Schnapses viel zu oft zu eifrig sprudeln. Komatrinken bei Jugendlichen, Unfälle mit Todesfolge ob Fahren unter Alkoholeinfluss.

Um das Buch mit Genuss zu lesen, ist somit zunächst eines nötig: Das Vertrauen darin, dass Peter Richter genau diese Seite des Trinkens nicht im Sinn hat und kein Plädoyer für den Alkoholismus hält, sondern, wie er selbst betont, nicht die Gefahren verharmlosen, sondern lernen 'trittsicher drum herum zu tanzen'. Einen Einblick mit Humor und feiner, der auf die Genussseite des Alkohol achtet (das aber dann auch richtig und nicht nur Nippen!).

Die obengenannte Gesellschaft hat es übrigens wirklich gegeben. August der Starke hat sie gegründet, aus eigener Erfahrung heraus, wie leicht das Leben, wie locker das Gespräch, wie nichtig manche kriegstreibende Konflikte unter einigen Flaschen Wein doch erscheinen, wenn man sich mit 'dem Feind' erst mal ordentlich zusammensetzt und den Alkohol laufen lässt. Was übrigens zwischen Preußen und Sachsen auch nicht auf Dauer gefruchtet hat. Aber dennoch erstmal eine gute Idee war.

Redegewandt lässt Richter so die Traditionen des Trinkens Revue passieren. Erläutert, dass Alkohol über Jahrhunderte das gesündeste Getränk war (wesentlich gesünder als das überaus verschmutzte Wasser), dass Trinken Jahrhunderte lang gar ein Zwang war.
So findet Richter im Lauf des Buches klar und deutlich eine Mitte. 'Dauernd trinken zu müssen ist eine Horrorvorstellung, gar nichts mehr trinken zu dürfen allerdings auch'. Und 'Prosit' heißt nun mal: 'Möge es nutzen'. Manchen Politikern der Geschichte. Vielen Schriftstellern und Kunstschaffenden. Dem ein oder anderen, um den Mut zur Brautwerbung zu finden. Kann es gar sein, dass das Sesshaft werden des Menschen in direktem Zusammenhang mit der Lust auf einen kleinen Rausch (und das öfter) zu tun hatte? Eine Lust, die, wie das Rauchen, mehr und mehr 'offiziell' in den Hintergrund gedrängt wird (Geschäfte werden schon lange nicht mehr im Rausch getätigt oder mit einem Rausch gefeiert).
Peter Richters Buch ist ein Plädoyer (fast) für vergangene Zeiten, Sitten und Bräuchen in und um den Alkohol herum. Ernst gemeint, humorvoll geschrieben, informativ und provokant. Gegen jede Zeitgeist-Vernunft, aber für eine bestimmte Form des Genusses, der das Leben auch lebenswert gemacht hat über hunderte von Jahren (und, noch einmal betont, für das trinken wollen, nicht trinken müssen, für das gemeinschaftliche Erleben, nicht für die einsame Krankheit). Natürlich darf man das Buch nicht lauthals gut heißen bei allen Gefahren des Alkohols, um die doch jeder weiß, heute. Aber mit Freuden lesen auf jeden Fall.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Trinken auf hohem Niveau 15. Oktober 2011
Format:Gebundene Ausgabe
Richters Buch ist nichts für den heruntergekommenen Dosenbierexperten, auch nicht für den Käufer von Cognacfläschchen am Morgen an der Tankstelle. Bei Richter geht es um das Trinken auf hohem Niveau, also das gute Glas Wein, das gepflegte Pils, das Schnäpschen in Ehren, das man nicht verwehren kann und so weiter. Die Problematik hinter dem Alkohol, der Zwang zum Trinken, die Soziologie des Saufens wird deutlicher und spannender im Buch "Die Saufkultur. Warum man in Deutschland trinken muss" geschildert. Trotzdem ist Richters Buch auch mit fünf Sternen zu bewerten, weil der Mann wirklich lustig schreiben kann. So kennt man ihn ja auch aus der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung", wo er regelmäßig für gute Laune sorgt.
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28 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Leserleser TOP 1000 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Was im Titel nach "Saufbuch" klingt, entpuppt sich als hochintelligentes, charmantes, witziges Plädoyer für das Genußtrinken. Und den Rausch, den gelegentlichen. Mit allen Konsequenzen. Richter erläutert die historischen Zusammenhänge zwischen Rausch, Religion und Gesellschaft. Erklärt, wie Alkohol seit Jahrtausenden den Humus für die Kultur und ihre Höchstleistungen bereitet. Was das Buch nicht ist: Eine Entschuldigung dafür, sich ohne Nachzudenken mit Alkohol zu zu dröhnen.
Dieses Buch ist wichtig!! In Zeiten, die darauf hinaus laufen, dass alles, was Spaß macht, irgend jemanden am Ende stört und deswegen verboten wird, müssen die Zusammenhänge so erklärt werden, wie Richter dies tut.
Er ermutigt den Leser, sich nicht alles gefallen zu lassen, weder von der Politik noch von seinen Mitmenschen.
Richter zieht historische Parallelen, vom heutigen EU-"Nichtraucherschutz" bis zur Prohibition. Und damit schließt sich der Kreis:
Denn das Buch endet mit einer wahrhaft grauenvollen, apokalyptischen Vision: Einer alkoholfreien, aber auch spaßfreien, ewig nüchternen Gesellschaft.
Wer das nicht möchte, sollte dieses Buch lesen, damit er die passenden Argument zur Hand hat.
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