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Über das Gesicht [Gebundene Ausgabe]

Jonathan Cole


Erhältlich bei diesen Anbietern.



Kurzbeschreibung

1999
Klappentext Das Gesicht gilt als »Spiegel der Seele«, Inbegriff von Individualität - und ist doch überraschend wenig erforscht. Dabei spielt kein Körperteil für die Kommunikation mit anderen eine so entscheidende Rolle: Mehr als Worte und Taten entscheidet oft ein Blick ins Gesicht, ob wir einander trauen oder uns lieber aus dem Wege gehen. »Gesichtlos« zu sein, gar das »Gesicht zu verlieren« ist deshalb eine Vorstellung, die uns zutiefst erschreckt. Genau hier setzt der englische Neurophysiologe Jonathan Cole in diesem ungewöhnlichen Buch an, um dem Geheimnis des Gesichts auf die Spur zu kommen. In der Tradition seines Mentors Oliver Sacks untersucht er in einer Mischung aus Wissenschaftsreport, Erzählung und verblüffenden Fallgeschichten die biologische Evolution des Gesichts und die Mechanik des Mienenspiels ebenso wie Ausdruck und Wahrnehmung von Gefühlen, die bewirken, daß etwa Ärger, Glück, Angst, Trauer und Überraschung über alle kulturellen Grenzen hinweg wiedererkannt werden. Im Zentrum des Buchs stehen die Erfahrungen von Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen die Kontrolle über ihr Gesicht verloren haben. Die Fallgeschichten reichen von Blindheit, Autismus und Alzheimer bis hin zu seltenen neurologischen Störungen wie dem Möbiussyndrom, einer angeborenen Unfähigkeit, die Gesichtsmuskeln zu bewegen, Gefühle über das Gesicht auszudrücken. Nur über die Erfahrungen solcher Menschen, so Cole, können wir erfassen, was das Gesicht bedeutet und was unsere Gesichter widerspiegeln. Seine »Naturgeschichte des Gesichts und unnatürliche Geschichte derer, die es verloren haben« handelt deshalb von der menschlichen Natur selbst und zeigt, in welchem Maß sie vom Ausdruck von Gefühlen, letztlich von unserem Gesicht geprägt wird.

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"Geschlecht, Alter, Stimmung, Charakter, Gesundheit, Müdigkeit, Attraktivität -- ein einziger Blick auf ein Gesicht verrät uns so viel über einen anderen Menschen". Doch was passiert, wenn dieser schnelle Blick in ein Gesicht keinen Aufschluß über die Person gibt, weil die Mimik durch eine Krankheit gestört ist?

Dieser Frage geht der Neurophysiologe Cole nach und ist sehr überrascht, daß für dieses medizinische Problem keiner seiner Kollegen verantwortlich zeichnet, weder die plastischen Chirurgen, noch die Neurologen erklären sich zuständig. Gleich seinem Vorbild Oliver Sacks sammelt Cole eine Reihe interessanter Fallgeschichten, um sein Problem von möglichst vielen Seiten zu beleuchten. Am Anfang trifft er Mary, die von ihren behandelnden Ärzten als schwachsinnig eingestuft wurde, weil sie zu den Menschen ohne Mienenspiel gehörte, und damit ihre Antworten auf gestellte Fragen nicht einfach in ihrem Gesicht ablesbar waren. "Ihre Krankheit hatte eine Naht zwischen Gesicht und Selbst aufgetrennt, deren Existenz ich nicht geahnt hatte". Cole spricht mit Blinden, die je nach der Dauer ihrer Erkrankung eine andere Wahrnehmung ihrer selbst und ihrer Umgebung haben. Sehr eindringlich hat dies der von Cole besuchte und erblindete Professor John Hull in seinem Buch Im Dunkeln sehen beschrieben.

Eindrücklich belegt Cole, wie wichtig das Gesicht und sein Ausdruck sind, denn sie machen uns in unserer Einzigartigkeit und Individualität aus. Selbst Säuglinge nehmen einen Großteil ihrer Umwelt durch die Mimik der Mutter auf. Der Verlust der mimischen Reaktionsfähigkeit beschädigt den betroffenen Menschen im Kern. --Manuela Haselberger

Klappentext

Mit ergreifenden Fallgeschichten von Menschen, die »ihr Gesicht verloren« haben, schreibt Jonathan Cole eine Geschichte des Gesichts und seiner Fähigkeit, Gefühle auszudrücken. »Ein außergewöhnliches Buch, die erste umfassende Erkundung des Gesichts, faszinierend in seiner ganz eigenen Kombination von Medizin und menschlicher Erfahrung, Biologie und Kultur.« (Oliver Sacks)

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