Naomi Klein ist eine weltweit bekannte Globalisierungsgegnerin. Sie gehört zu jenen Aktivisten, die immer zur Stelle sind, wenn es um die Entrechteten und Armen auf dieser Welt geht. Ob in Seattle, Genua oder Porto Allegre. Und wenn es darum geht, auf irgendeinem Podium über die soziale Ungerechtigkeit und gegen den entfesselten Kapitalismus zu schimpfen. Ihr Ziel ist die Verhinderung jener Globalisierung, "die auf der Entmachtung lokaler Gemeinschaften und auf einem Krieg gegen die Umwelt basiert".
Wie eine Kriegsberichterstatterin schickte sie ihre Reportagen an The Globe and Mail, ihre Heimatzeitung in Toronto. Diese Berichte und Kommentare, die in Kanada unter dem Titel Fences and Windows erschienen sind, liegen jetzt erstmalig in deutscher Sprache vor. Hinzu gekommen sind einige Reden und ein paar Artikel aus anderen Zeitungen. Die Best-of-Collection einer Antiglobalisierungsaktivistin.
Alles ist politisch korrekt geschrieben: die Anprangerung sozialer und wirtschaftlicher Not, der Hinweis auf ökologische Katastrophen. Der Krieg gegen Gewerkschaften in Mexiko oder das drohende Desaster um genmanipulierte Pflanzen. Die Wut über diese Auswüchse ist ohne jeden Zweifel berechtigt, überfällt sie einen doch selbst beim Anblick einschlägiger Informationen und Bilder. Kleins Verdienst: Sie artikuliert diese Wut in Artikeln und Büchern -- mit großer Sympathie für die Opfer. Weshalb man ihr bisweilen einige Unschärfen in der Argumentation nachsieht.
Dabei werden zwischen den Zeilen einige Versatzstücke eines Gegenentwurfs sichtbar. Die große Bewegung der Antiglobalisierer hat nämlich weder Zentrum noch Hierarchie. "Dank des Internets ist Mobilisierung fast ohne Bürokratie und fast ohne hierarchische Strukturen möglich", schreibt sie. Ein Netzwerk aus vielen tausend Knoten, wo jeder ein Höchstmaß an Autonomie besitzt und selbst organisiert aktiv werden kann. --Peter Felixberger
WeiberDiwan: Postkarten "Eine kleine Geschichte des Widerstandes."
10.02.2003 / Der Tagesspiegel: Antiglobalisierungsbewegung "Die kanadische Journalistin gab und gibt dem Protest ein Gesicht."
10.02.2003 / Schweizer Illustrierte: Ikone der Globalisierungsgegner "Die grundehrliche und sympathische Kanadierin leistet scharfzüngigen Widerstand."
20.02.2003 / Wirtschaftswoche: Die andere Seite "Klein protokolliert das Werden und Wirken der weltweiten Protestbewegung spannend und minutiös."
24.02.2003 / changeX: Ziviler Ungehorsam "Die Best-of-Collection einer 31-jährigen Antiglobalisierungs-Aktivistin."
24.02.2003 / Frankfurter Allgemeine Zeitung: Ständig neue Barrieren für Millionen von Menschen "Das Buch ist für all diejenigen interessant zu lesen, die sich für fremde Sichtweisen interessieren: andere Sichtweisen auf die Globalisierung, auf wirtschaftswissenschaftliche Theorien und auf die Menschen, die mit den Auswirkungen der Globalisierung leben."
25.02.2003 / Financial Times Deutschland: Die Asymmetrie des Leidens "Ein stimmiges Bild einer keineswegs stimmigen Marktwirtschaft."
26.02.2003 / Jungle World: Verletzt die Grenzen! "Naomi Klein hat Kluges zum Stand der Globalisierungskritik zu sagen."
01.03.2003 / Literaturen: Völlig losgelöst "Klein lotet Probleme und Widersprüche aus, ohne mit ausgestrecktem Zeigefinger den Weg zu weisen."
01.03.2003 / Facts: Freiheit für Konzerne, Zäune für Menschen? "Klein demaskiert die Widersprüche des Dogmengebäudes Neoliberalismus."
17.03.2003 / Süddeutsche Zeitung: Na logo! "Mit Klein erlebt die Kapitalismuskritik ein Comeback."
19.03.2003 / Jungle World: Wanderjahre der Bewegung "Aufschlussreich ist das Buch, weil es dokumentiert, wie sich die gerechte Empörung in eine politische Meinung verwandelt."
21.03.2003 / Freitag: Das Individuum an der Globalisierungsfront "Kleins Texte sind Bersuche, sich selbst als Individuum zu beweisen und sich innerhalb des antiglobalen Widerstands eine Rolle, eine Lichtung zu schaffen, indem sie aufklärt und differenziert."
29.03.2003 / Die Presse: Zäune zeigen Zähne "Naomi Kleines Buch wird von einem Misstrauen gegenüber der politischen Praxis und gleichzeitig von politischer Sehnsucht durchzogen."
31.03.2003 / Falter: Globalisierung "Ein politisches Tagebuch."
19.04.2003 / Süddeutsche Zeitung: Frontreportagen "Naomi Klein gehört zu den Ikonen der Anti- Globalisierungsbewegung. Ihr neues Buch ist eine Sammlung von Reportagen über Aktionen der Globalisierungsgegner."
24.04.2003 / Neues Deutschland: Zwischen Markenkritik und Selbstvermarktung "Klein vereint alles, was man von jemandem erwartet, der die Großfirmen das Fürchten lehren soll. Sie ist jung hübsch und gut informiert [...] eine sympathische Integrationsfigur."
25.04.2003 / Frankfurter Rundschau: Und ein Tusch für die gute Sache "Die Action für eine große und gute Sache ist mitreißend und inspirierend - das können auch ältere Altachtundsechziger nachvollziehen. Klein hat - und davon legt die Auswahl ihrer Zeitungsartikel ein frisches Zeugnis ab - in zweieinhalb Jahren 22 Länder und Konferenzen besucht."
01.05.2003 / Greenpeace Magazin: Globalisierung live "Ein packender Einblick ins Innenleben einer lebendigen Protestbewegung."
01.05.2003 / business bestseller: Als Aktivistin an der Globalisierungsfront "Ein authentischer Einblick in die Globalisierungsszene."
19.05.2003 / Tagblatt´: Kuhhandel im globalen Dorf "'Über Zäune und Mauern' spricht mit Leidenschaft davon, was hinter diesen Zäunen geschieht und wie die globalisierungskritischen Aktivisten die Mauern übersteigen wollen."
01.06.2003 / Buchkultur: Frontberichte "Sehr persönlich und leidenschaftlich verfasste Blitzlichter aus der globalisierten Welt."
02.07.2003 / Handelsblatt: Frontberichte "Wer Kleins Sichtweisen nicht teilt, bekommt trotzdem durch ihre Reportagen und Essays einen tiefen Einblick in Geschichte, Struktur und Ziele der weltweiten Protestbewegung."