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Über das Wasser. Novelle
 
 
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Über das Wasser. Novelle [Gebundene Ausgabe]

H.M. van den Brink , Helga van Beuningen
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 160 Seiten
  • Verlag: Carl Hanser; Auflage: 3 (21. August 2000)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3446199578
  • ISBN-13: 978-3446199576
  • Größe und/oder Gewicht: 21,1 x 13,2 x 1,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 56.582 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"'Die Sommermonate waren warm und dauerten lange' - wer diese Kindheitserfahrung bewahrt hat, wird das schmale Buch des Niederländers H.M. van den Brink mögen. Es ruft ein Heimwehgefühl auf und stillt es zugleich, ohne je sentimental zu werden. (...) Anton, der brave Sohn eines schwachen Vaters, gewinnt den selbstsicheren David zum Freund. Der Zweier ohne Steuermann ist das Symbol ihrer Gemeinsamkeit. Wenn sich beider Atemwölkchen beim Rudern miteinander vereinigen, ist das die zarteste Markierung ihrer Beziehung. (...) H.M. van den Brink gelingt es, aus dem simplen Plot ein Wunder an Zwischentönen und stimmungsvollen Naturschilderungen zu machen." Harald Hartung, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.10.00 "Van den Brink fokussiert in seinem schmalen Band eine Bruchstelle im Leben eines Jungen und in der europäischen Geschichte. (...) Der Rhythmus, in dem er das tut, ist einzigartig. Es ist der Rhythmus des Ruderns, des Atmens auf einem, an einem Fluß. (...) Rudern ist, wenn es perfekt ist, Schweben. H.M. van den Brinks Novelle ist perfekt. Sie schwebt." Elmar Krekeler, Die Welt, 11.11.00 "Eine 'unvergängliche' Erzählung, deren liquide Melancholie etwas von Friedo Lampe, deren luzide Wehmut etwas von Patrick Modiano hat, eine wunderbare Bereicherung nicht nur der niederländischen Literatur." Hermann Wallmann, Frankfurter Rundschau, 30.11.00

Kurzbeschreibung

Wenn David und Anton, zwei Jungen aus ganz unterschiedlichen Stadtvierteln, in perfekter Harmonie über den Fluss gleiten, sind sie wenigstens zwei Sommer lang zu einer idealen Einheit verschmolzen. Ein Buch über das Glück, das selbst ein Glücksfall ist, so melancholisch, so zart in seiner Beschreibung des Wassers und der Freundschaft.

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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Sprachlos, 13. Januar 2002
Rezension bezieht sich auf: Über das Wasser. Novelle (Gebundene Ausgabe)
Mich hat am meisten die Schilderung der familiären Verhältnisse in Bann gezogen. Introvertierte Eltern, die ihrem einzigen Kind die eigenen Ängste und starr angewandten Überlebens-Mechanismen einzupflanzen versuchen. Angsteinflößend für sie ist dabei alles, was sich außerhalb der eigenen Wohnung abspielt, selbstverständlich auch Körperlichkeit, Bewegung und Sinnlichkeit. Wie schwierig der Ausbruch aus einem solchen System ist, wie viel Überwindung und Zweifel es kostet, andere, eigene Wege zu gehen, schildert diese Erzählung. Emanzipationsmittel ist dabei der Rudersport. Doch die Sprachlosigkeit gegenüber anderen Menschen, die Angst, nicht zu genügen, die Zweifel an sich selbst ziehen sich trotz Glücksgefühle durch Team-Harmonie, Sinnlichkeit und sportliche Erfolge von der ersten bis zur letzten Seite durch. Für mich ist es ein Buch, das schlicht und eindrücklich beschreibt, wie sehr die eigene Wahrnehmung der Welt durch die Sicht und Lebensform der Eltern geprägt ist und wie mühsam und auch nur bedingt möglich es ist, sich von dieser Sicht und Praxis zu befreien.
Nicht zuletzt ist es eine großartige Erzählung zum Thema Sprachlosigkeit.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ein Buch über das Rudern und eine Freundschaft, 27. August 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Über das Wasser. Novelle (Gebundene Ausgabe)
Ein Buch über das Rudern und über eine Freundschaft, die hätte entstehen können, wenn die Protagonisten mehr miteinander geredet hätten. so bleibt ein zarter Eindruck von dem, was hätte sein können, wenn der Graben zwischen den sozialen Schichten nicht so unüberbrückbar weit gewesen wäre, dass selbst Ruderer ihn nicht überwinden konnten. Zurück bleibt ein Gefühl der Melancholie und des Glücks, das nahezu jeder Ruderer kennt, die Ahnung von einem flüchtigen Einssein zweier Bewegungen, das sich ab und an einstellt und immer wieder erreicht werden möchte. Das Buch erzählt viel über die Faszination des Ruderns und drückt die Gefühle und Bewegungen, die wir Ruderer kennen, so vollkommen aus, dass sich jeder Ruderer darin wiederfinden wird, ohne es selbst so ausdrücken zu können. Zurück bleiben einige Fragen, die vielleicht andere Leser klären können und worauf ich sehr gespannt bin: a) Gibt es historische Vorbilder für die drei Hauptfiguren? b) Welcher Club ist gemeint? Die Beschreibung könnte sowohl auf den Ruderclub Nereus (allerdings auf der falschen Seite; in der Nähe der Berlagebrug) und de Hoop (in der Nähe der Nieuve Amstelbrug) in Amsterdam zutreffen. c) Wie kam Van den Brink auf die Idee, ein Buch über das Rudern in einer solchen historischen Situation zu schreiben? Er selbst ist erst nach dem Krieg geboren. Aber vielleicht hat er Erzählungen anderer gesammelt und zu einem Buch vereinigt.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Kein Wort zuviel, 27. Juni 2003
Rezension bezieht sich auf: Über das Wasser. Novelle (Gebundene Ausgabe)
Ich habe das niederländische Original gelesen, daher kann ich über die Übersetzung nichts sagen. Das Buch ist eine Ich-Erzählung des aus bescheidenen Verhältnissen stammenden Jungen Anton, der sich kurz vor Kriegsende an die Jahre 1938 und 1939 erinnert, in denen er gemeinsam mit seinem großbürgerlichen Kameraden David unter Anleitung des exildeutschen Trainers Dr. Schneiderhahn für die (dann ausgefallene) Olympiade 1940 das Rudern im Zweier ohne Steuermann trainiert. Die Beziehung der Figuren ist eigentümlich. David und Anton kommen sich außerhalb des Bootes nie näher, dennoch erscheint ihr Verhältnis homophil getönt. David und noch mehr Schneiderhahn bleiben ziemlich enigmatisch. Man kann vermuten, dass David Jude ist und der deutschen Besatzung zum Opfer gefallen ist. Schneiderhahn geht zwischendurch immer wieder einmal auf unerklärte Reisen, von deren letzter er nicht zurückkehrt. Es wird nur zaghaft angedeutet, dass es etwas mit widerständischen Aktionen zu tun hat.
Das eigentliche Thema des Buches ist das Glück, daß Anton in der Synchronisation der Bewegung, des Atmens und im Erschöpfungsschmerz verspürt und das ihm Befreiung aus der Enge des Elternhauses verschafft. Daß der Autor weder Davids noch Schneiderhahns Schicksal präzise auflöst, halte ich für ein bedeutsames Mittel. Die Situation kann in Antons Erinnerung nicht einfach trauernd bearbeitet werden, weil sie ohne dieses Wissen nicht endgültig abgeschlossen ist. Dies vermeidet Kitsch und Rührseligkeit bei diesem ansonsten sehr berührendem Buch. Es ist die große Stärke des Autors, kein Wort zuviel zu verlieren und damit eine ungewöhnlich konsistente Schildwerung des Glücks erreicht zu haben.
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