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Über die Natur der Dinge. Materialismus und Wissenschaft. Gebundene Ausgabe – September 2004


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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 288 Seiten
  • Verlag: Hirzel, S; Auflage: 1 (September 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3777613215
  • ISBN-13: 978-3777613215
  • Größe und/oder Gewicht: 14,1 x 2,6 x 21,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 683.832 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Das Buch dokumentiert ein gutes physikalisches Verständnis, erklärt wichtige Antworten einfach und ist im wesentlichen ohne Vorkenntnisse lesbar. [ ] Es ist völlig in Ordnung, wenn die Autoren Prioritäten setzen und eine steile These, die zum Diskutieren einlädt, ist in jedem Fall mehr wert als inhaltslose Unangreifbarkeit. In diesem Sinne ist das Buch ein voller Erfolg, dem ich nur viele aufmerksame Leser wünschen kann." www.brainlogs.de

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

31 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Philosophicus am 23. September 2005
Format: Gebundene Ausgabe
Der philosophische Materialismus, wonach nur konkrete, dinghafte Gegenstände real sind, stand Jahrtausende lang im Schatten des platonischen Idealismus, der auch abstrakten (immateriellen) Objekten, wie Zahlen, mathematischen Termen, Geistwesen, Ideen und sonstigen Denkinhalten eine reale Existenz zugesteht. Zu groß war und ist noch immer die Anziehungskraft mystisch-religiöser Weltbilder und deren Heilsversprechen, in deren Licht der Materialismus oft wie eine sinnleere, radikal reduktionistisch oder gar sozialdarwinistisch angehauchte Ideologie erscheint. Dieses Bild beginnt sich unter dem Einfluß der Naturwissenschaften allmählich zu wandeln, ist es doch überhaupt erst unter Bezugnahme auf eine rationale, von allen übernatürlichen, mystisch-animistischen und immateriellen Sachverhalten befreite Ontologie gelungen, ein kohärentes und erklärungsmächtiges Theoriengebäude zu errichten. Dessen ungeachtet scheuen viele Realwissenschaftler noch immer das Bekenntnis zum Materialismus, obwohl sie, bewußt oder unbewußt, allesamt als Materialisten forschen. Nicht zuletzt deshalb verbinden die Wissenschaftsphilosophen Bunge und Mahner mit ihrem Buch das Ziel, "die materialistische Fundierung der Realwissenschaften zu untermauern" (S. 233).
In Anlehnung an Heraklit steht im Mittelpunkt des von Bunge und Mahner dargestellten Materialismus die dynamische Auffassung von der Welt und ihrer Subsysteme. So besagt das zentralste Postulat ihrer Ontologie, daß die Welt ausschließlich aus materiellen Gegenständen ("Dingen" oder "Entitäten") besteht, die sich durch die Fähigkeit zur Veränderung auszeichnen.
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18 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Elisabeth am 16. November 2006
Format: Gebundene Ausgabe
Die folgende Rezension aus Spektrum der Wissenschaft 2/2006, S. 100-101, gibt einen guten Überblick über das Buch. Das einzige, was ich nicht nachvollziehen kann, sind die relativistischen Anmerkungen des Rezensenten am Ende.

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Um seinen Zeitgenossen die Furcht vor den Göttern und dem Tod zu nehmen, verfasste der römische Dichter und Philosoph Lukrez (97-55 v. Chr.) sein von der materialistischen Atomlehre der griechischen Antike geprägtes Lehrgedicht De rerum natura ("Über die Natur der Dinge") - und wurde so zu einem einflussreichen Popularisierer eines aufgeklärten wissenschaftlichen Weltbildes. Mit dem respektvoll von Lukrez entlehnten Titel erinnern der argentinische Physiker und Philosoph Mario Bunge und der Biologe Martin Mahner an diese alte materialistische Tradition. In erster Linie aber wollen sie einen breiten Leserkreis vom modernen Materialismus überzeugen.

Warum ist ihnen das wichtig? Erstens versuchen sie zu zeigen, dass nur der Materialismus konsistente philosophische Voraussetzungen für die Realwissenschaften schaffen kann, obwohl deren Vertreter sich nicht einmütig zu ihm bekennen und manchmal sogar glauben, ganz ohne Philosophie auskommen zu können. Zweitens wollen sie das emanzipatorische Potenzial des Materialismus konsequent nutzbar machen und so Argumente gegen Pseudowissenschaft, Religion und Esoterik liefern.

Seit der Antike stehen sich mit dem Idealismus und dem Materialismus zwei radikal verschiedene philosophische Weltbilder gegenüber. Dabei geht es grob gesprochen um die Frage, ob ausschließlich das Geistig-Ideelle oder ausschließlich das Materielle real existiert.
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12 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Dasting-Hussner am 31. August 2007
Format: Gebundene Ausgabe Verifizierter Kauf
Das Buch hat den Untertitel "Materialismus und Wissenschaft" und legt damit klar die Thematik fest: es ist ein philosophisches Buch, das Wissenschaft mit klaren Definitionen und Begriffen auf die Basis eines soliden und modernen Materialismus stellt. Dementsprechend systematisch ist es aufgebaut.
Nach einer Einleitung, die die historische Position des Materialismus skizziert und seine Verortung in der Philosophie wiedergibt, beginnen die Autoren mit einer modernen materialistischen Ontologie. Zentraler Begriff ist hier das "Ding" (der materielle Gegenstand). An ihm entwickeln sie alle Begriffe, die für eine materialistische Ontologie notwendig sind und räumen nebenbei einige populäre Missverständnisse aus, die immer wieder zu kategorischen Fehlern führen (so z.B. die Charakterisierung von Energie als eigenständige Entität anstatt als Eigenschaft von Materie)
In einem eigenen Kapitel gelingt es ihnen sogar, abstrakte Objekte logisch konsistent in ihre Ontologie einzubauen.
Ein weiteres Kapitel geht ausführlich auf angebliche Probleme des Materialismus ein und weist nach, dass viele Kritiken immer wieder Kategorienfehler begehen. Hier wird auch die Kopenhagener Deutung der Quantentheorie in einem ausführlichen Abschnitt mit guten Argumenten als eine phänomenalistische Pseudo-Interpretation zurückgewiesen.
Auch dem Thema "Materialismus und Ethik" ist ein Kapitel gewidmet. Hier hat mich die stringent logische Argumentation beeindruckt, dass Religionen nicht das Primat der Ethik zukommt, ganz im Gegenteil: Religion hat mit Ethik nichts zu tun. Auf ca. 2 Seiten bringen die Autoren dafür eine logische Argumentationskette, der sich niemand entziehen kann, wenn er der Vernunft zugänglich bleiben will.
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