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Über die Natur der Dinge. Materialismus und Wissenschaft. [Gebundene Ausgabe]

Martin Mahner
4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 26,80 kostenlose Lieferung. Siehe Details.
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Kurzbeschreibung

September 2004
Für den Idealismus stellt das menschliche Bewusstsein das Zentrum der Welt dar, für den Materialismus dagegen ist die reale Welt das Primäre und der Mensch ihr Produkt. Obwohl der Materialismus so alt ist wie die Philosophie selbst, bildete er stets die Minderheitenposition. Nun scheinen vor allem die Naturwissenschaften die materialistische Sicht der „Natur der Dinge“ zu bestätigen. Doch ist die Wissenschaft wirklich materialistisch? Und was können Philosophen in unserer Zeit noch über die Natur der Dinge sagen, wo doch hier die Naturwissenschaftler das Wort führen? Dieses Buch zeigt, was dies im Sinne eines modernen Materialismus sein kann. Der Materialismus hatte seit seiner Entstehung in der griechischen und indischen Antike immer einen starken aufklärerischen und emanzipatorischen Aspekt, weil er sich stets gegen die herrschenden Illusionen wandte. Dadurch wirkte er zugleich befreiend und bedrohlich. Auch dieser Aspekt der materialistischen Tradition kommt hier zur Sprache.

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 288 Seiten
  • Verlag: Hirzel, S; Auflage: 1 (September 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3777613215
  • ISBN-13: 978-3777613215
  • Größe und/oder Gewicht: 21,2 x 13,8 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 459.677 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Das Buch dokumentiert ein gutes physikalisches Verständnis, erklärt wichtige Antworten einfach und ist im wesentlichen ohne Vorkenntnisse lesbar. [ ] Es ist völlig in Ordnung, wenn die Autoren Prioritäten setzen und eine steile These, die zum Diskutieren einlädt, ist in jedem Fall mehr wert als inhaltslose Unangreifbarkeit. In diesem Sinne ist das Buch ein voller Erfolg, dem ich nur viele aufmerksame Leser wünschen kann." www.brainlogs.de

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Kundenrezensionen

4.1 von 5 Sternen
4.1 von 5 Sternen
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
31 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Der philosophische Materialismus, wonach nur konkrete, dinghafte Gegenstände real sind, stand Jahrtausende lang im Schatten des platonischen Idealismus, der auch abstrakten (immateriellen) Objekten, wie Zahlen, mathematischen Termen, Geistwesen, Ideen und sonstigen Denkinhalten eine reale Existenz zugesteht. Zu groß war und ist noch immer die Anziehungskraft mystisch-religiöser Weltbilder und deren Heilsversprechen, in deren Licht der Materialismus oft wie eine sinnleere, radikal reduktionistisch oder gar sozialdarwinistisch angehauchte Ideologie erscheint. Dieses Bild beginnt sich unter dem Einfluß der Naturwissenschaften allmählich zu wandeln, ist es doch überhaupt erst unter Bezugnahme auf eine rationale, von allen übernatürlichen, mystisch-animistischen und immateriellen Sachverhalten befreite Ontologie gelungen, ein kohärentes und erklärungsmächtiges Theoriengebäude zu errichten. Dessen ungeachtet scheuen viele Realwissenschaftler noch immer das Bekenntnis zum Materialismus, obwohl sie, bewußt oder unbewußt, allesamt als Materialisten forschen. Nicht zuletzt deshalb verbinden die Wissenschaftsphilosophen Bunge und Mahner mit ihrem Buch das Ziel, "die materialistische Fundierung der Realwissenschaften zu untermauern" (S. 233).
In Anlehnung an Heraklit steht im Mittelpunkt des von Bunge und Mahner dargestellten Materialismus die dynamische Auffassung von der Welt und ihrer Subsysteme. So besagt das zentralste Postulat ihrer Ontologie, daß die Welt ausschließlich aus materiellen Gegenständen ("Dingen" oder "Entitäten") besteht, die sich durch die Fähigkeit zur Veränderung auszeichnen.
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17 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hochinteressantes Buch! 16. November 2006
Von Elisabeth
Format:Gebundene Ausgabe
Die folgende Rezension aus Spektrum der Wissenschaft 2/2006, S. 100-101, gibt einen guten Überblick über das Buch. Das einzige, was ich nicht nachvollziehen kann, sind die relativistischen Anmerkungen des Rezensenten am Ende.

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Um seinen Zeitgenossen die Furcht vor den Göttern und dem Tod zu nehmen, verfasste der römische Dichter und Philosoph Lukrez (97-55 v. Chr.) sein von der materialistischen Atomlehre der griechischen Antike geprägtes Lehrgedicht De rerum natura ("Über die Natur der Dinge") - und wurde so zu einem einflussreichen Popularisierer eines aufgeklärten wissenschaftlichen Weltbildes. Mit dem respektvoll von Lukrez entlehnten Titel erinnern der argentinische Physiker und Philosoph Mario Bunge und der Biologe Martin Mahner an diese alte materialistische Tradition. In erster Linie aber wollen sie einen breiten Leserkreis vom modernen Materialismus überzeugen.

Warum ist ihnen das wichtig? Erstens versuchen sie zu zeigen, dass nur der Materialismus konsistente philosophische Voraussetzungen für die Realwissenschaften schaffen kann, obwohl deren Vertreter sich nicht einmütig zu ihm bekennen und manchmal sogar glauben, ganz ohne Philosophie auskommen zu können. Zweitens wollen sie das emanzipatorische Potenzial des Materialismus konsequent nutzbar machen und so Argumente gegen Pseudowissenschaft, Religion und Esoterik liefern.

Seit der Antike stehen sich mit dem Idealismus und dem Materialismus zwei radikal verschiedene philosophische Weltbilder gegenüber. Dabei geht es grob gesprochen um die Frage, ob ausschließlich das Geistig-Ideelle oder ausschließlich das Materielle real existiert.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Für Naturalisten unverzichtbar 19. November 2009
Von Lulu TOP 100 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Dies ist ein meiner Meinung nach wirklich hervorragendes Buch, welches ich allen Menschen mit einem naturalistischen Weltbild ans Herz legen möchte, da es die Grundlagen und Grundprinzipien einer solchen Weltauffassung sehr sauber herausarbeitet und darlegt. Auch international scheint es kaum etwas Vergleichbares zu geben.

Der in sieben Kapitel gegliederte Text umfasst ca. 235 Seiten. Dazu gibt es ein Vorwort, Anmerkungen und diverse Verzeichnisse. Die einzelnen Kapitel lauten:
- Einleitung
- Eine materialistische Ontologie
- Materialismus und die Existenz abstrakter Objekte
- Probleme des Materialismus?
- Materialismus und Ethik
- Materialismus, Wissenschaft und Religion
- Materialismus und wissenschaftliches Weltbild

Die beiden Autoren grenzen den Materialismus gegenüber idealistischen Weltauffassungen ab und betonen, dass sie sich mit ihrem Weltbild nach wie vor in einer Minderheitenposition befinden, wenngleich sich dies durch die zunehmende Bedeutung der Naturwissenschaften längst ein wenig gewandelt hat. Sie weisen darauf hin, dass einige Philosophen mittlerweile sogar so weit gehen, zu behaupten, "Begriffe wie 'Materialismus' oder 'Monismus' seien heute verzichtbar, weil ihre antithetischen Entsprechungen, gegen die sie sich definitorisch abgrenzen, längst philosophisch tot seien". Allerdings teilen die beiden Autoren diese Einschätzung (bzw. diesen Optimismus - wie sie sich ausdrücken) nicht.

Besonders lohnenswert fand ich den Abschnitt über 'Komplexe Dinge' und Emergenz, die Behandlung abstrakter Objekte, den Abschnitt über die Quantenphysik und die Ausführungen zum Leib-Seele-Problem.
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