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Über Fotografie: Essays
 
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Über Fotografie: Essays [Taschenbuch]

Susan Sontag
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Susan Sontag, Amerikas brillanteste Literatur- und Kulturkritierin, beschreibt in vier großen, in sich selbständigen Essays Wesenszüge der Fotographie ... Es gibt seit Benjamin und Kracauer nichts Scharfsinnigeres zu diesem Thema als Susan Sontags Essays, ein Buch gegen ihre eigene Faszination durch die Fotographie. Es ist ein melancholischer Abgesang auf ein Medium." Peter Sager in 'Deutsches Allgemeines Sonntagsblatt'

Kurzbeschreibung

Der Ruhm der Essays von Susan Sontag beruht auf der außerordentlichen Sensibilität, mit der sie Zeitströmungen und Veränderungen in unserem Bewußtsein wahrnimmt, auf der Intelligenz, mit der sie Phänomene in einen neuen Kontext zu stellen und zu deuten weiß. auf dem moralischen Impuls, von dem ihr Denken ausgeht, und schließlich auf der Lebendigkeit und dem Assoziationsreichtum ihrer Sprache. In diesem Band erörtert sie die Beziehung der Fotografie zur Kunst, zum allgemeinen Bewußtsein, zur Realität und diskutiert die Arbeiten der berühmten und entscheidenden Fotografen von der Anfangszeit bis in die unmittelbare Gegenwart. Es entstand eine Ästhetik der Fotografie, wie es sie bisher noch nicht gab. Ausgangspunkt für die Auseinandersetzung mit dem Medium Fotografie isteine persönliche Erfahrung der Autorin. Als Zwölfjährige sah sie Aufnahmen aus den Konzentrationslagern von Bergen-Belsen und Dachau. »Mein Leben war verändert worden, in diesem einen Augenblick ... Als ich diese Fotos betrachtete, zerbrach etwas in mir.« Und so prägt, wie Peter Sager schreibt, diese »frühe Betroffenheit ihre tiefgreifende Skepsis gegenüber diesem allgegenwärtigen Medium. Über Fotografie nachzudenken. ist für Susan Sontag eine eminent politische Sache ... Die Fotografie, schreibt sie. habe in den letzten Jahrzehnten ebensoviel dazu beigetragen. unser Gewissen abzutöten, wie dazu. es aufzurütteln . Nicht nur, daß wir uns an das fotografierte Grauen gewöhnen. Schlimmer noch: Wir genießen die gelungen Fotos des Grauens als Bilder ...Diese ästhetische Doppclmoral ist der zentrale Vorwurf, den Susan Sontag der Fotografie und uns als ihren bildsüchtigen Konsu- menten macht« ( Deutsches Allgemeines Sonntagsblatt ).

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
21 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Susan Sontag gehört als amerikanische Literatur- und Kulturkriterikerin bis heute zu den wichtigsten Apologeten der modernen Kunst. Im Land der Fotografie, wo auch die Lichtbildnerei immer als Kunst und soziales Engagement betrachtet worden ist, kommt mit diesen Aufsätzen und Gedanken auch von hier das entscheidende Gedankengut, was die Faszination und Bedeutung der Lichtbildnerei künstlerisch und technisch umfasst.

Susan Sonntags Aufsätze dazu sind aber durchaus nicht neu, heute nicht mehr. Aber sie haben an ihrer Aktualität und Qualität nichts verloren. Vielleicht sind sie heute sogar noch wichtiger geworden in einer Zeit, in der die von Bildern umstandene Welt des Zivilisationsmenschen den Kontakt zur Wirklichkeit und Realität der einzelnen menschlichen Existenzen schon fast verloren hat.

Ich kann daher dieses Buch nur allen empfehlen, die sich mit Fragen der Fotografie, der Bilderwelt überhaupt und ihrem ganzen Anspruch auf Kunst brennend interessieren. Sontags Buch ist für mich und damit nach Walter Benjamins Buch "Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischer Reproduzierbarkeit" das Werk zur Fotografie.

Platon: Höhlengleichnis; Walter Benjamin: Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit;

Meine Bewertung generell lautet: 5 Sterne = absolut herausragend (Weltliteratur oder Tendenz zu Weltliteratur); 4 Sterne = sehr gut, sehr zu empfehlen; 3 Sterne = wirklich gut, zu empfehlen; 2 Sterne = lesenswert, aber nicht ganz überzeugend; 1 Stern = abzuraten.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
18 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Welch ein Buch! Ein Bericht hilft, etwas zu verstehen. Fotografien verfolgen uns. Ein Ereignis, von dem wir über Fotografien verfügen, wird durch die Fotografie realer als das der Fall wäre, wenn wir keine Fotografien gesehen hätten. Beispiel: der Vietnam Krieg; negatives Beispiel: der Archipel Gulag, von dem wir keine Fotografien besitzen. Auf diese Gedanken muss man erst einmal kommen. Wenn man den Einfluss der medialen Kultur verstehen will, sollte man Marshall McLuhan oder Neil Postman lesen. Aber für ein Verständnis des Einflusses der Fotografie ist Sontags Buch unentbehrlich. Das Buch ist eine brillante Analyse darüber, wie fotografische Bilder unser Verständnis der Welt beeinflussen und verändern, wie wir uns daran gewöhnt haben, "in Bildern" zu denken. Wenn man selbst fotografiert, lernt man verstehen, warum die Kamera zur gleichen Zeit identifiziert und isoliert. Das Buch erinnert an einen Satz von Edward Hopper, der einmal gesagt hat: "Wenn ich es in Worten ausdrücken könnte, würde ich es nicht malen".
War diese Rezension für Sie hilfreich?
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Theoretisch, aber gut. 1. März 2012
Von T. Abel
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
Susan Sontags Essaysammlung "Über Fotografie" - ja, es sind nur 4 Essays - sollte jedem geläufig sein, der sich mit der Fotografie auseinander setzt. Nicht weil sie die korrekte Meinung über Fotografie hätte, was ja in jeder Kunstform unmöglich scheint, sondern weil das reine Lesen dieses Buches schon dazu führt, dass man sich selbst als Fotograf die Fragen stellt, die man sich schon immer und längst früher hätte stellen sollen.

Warum fotografiere ich?
Was fotografiere ich?
Wie fotografiere ich?
Was will ich damit aussagen oder erzählen?

S. Sontag gibt keine Antworten auf die Fragen, noch stellt sie diese Fragen explizit an den Leser. Aber ihre Herangehensweise an die Fotografie kann auf den (bewusst) Lesenden abfärben.
War diese Rezension für Sie hilfreich?

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