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Über das Fernsehen (edition suhrkamp)
 
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Über das Fernsehen (edition suhrkamp) [Taschenbuch]

Pierre Bourdieu , Achim Russer
4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 144 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp Verlag; Auflage: 10 (23. März 1998)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518120549
  • ISBN-13: 978-3518120545
  • Größe und/oder Gewicht: 17,6 x 10,8 x 0,9 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 130.940 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Pierre Bourdieu
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Die Geschichte dieses Buchs ist ein Lehrstück angewandter Medientheorie: 1996 hält Pierre Bourdieu, einer der renommiertesten Soziologen Frankreichs, vor Studenten am Collège de France zwei Vorträge über das Fernsehen. Er kritisiert, daß das Medium immer mehr zur reinen Unterhaltungsmaschinerie wird. Er weist auf verborgene institutionelle Zwänge des TV-Journalismus hin. Er warnt vor der blinden Anbetung der Einschaltquoten.

Keine seiner Thesen ist besonders aufsehenerregend. Keines seiner Argumente ist völlig neu. Und doch gelingt es ihm, die Aufmerksamkeit einer breiten Öffentlichkeit zu gewinnen. Bourdieus Vorträge werden nämlich ihrerseits in dem von ihm kritisierten Medium Fernsehen ausgestrahlt; und da er mit seiner Kritik nicht nur im allgemeinen bleibt, sondern ein paar bekannte Namen nennt, gerät, was ansonsten wohl ein akademisches Glasperlenspiel geblieben wäre, zu einer erbittert geführten, öffentlichen Debatte mit Leitartikeln, Leserbriefen, Darstellungen und Gegendarstellungen. Die Vortragstexte, in Buchform veröffentlicht, sind monatelang in den Bestsellerlisten zu finden. Daß das Buch und sein Thema die Öffentlichkeit also letztlich über eine Medienposse erreichten, bestätigt gerade damit einige von Bourdieus Thesen.

Über das Fernsehen ist ein angenehm knapp, präzise und pointiert formulierter Einführungskurs in aktuelle Fragestellungen der Medientheorie. Es richtet sich ausdrücklich nicht an Spezialisten, sondern an ein breites Publikum, dem es die problematischsten Entwicklungen und strukturellen Probleme des Fernsehens (und nebenbei auch der Presse) kompetent und überzeugend vorstellt. Obwohl es sich ausdrücklich auf die französische Medienlandschaft bezieht, lassen sich die Argumente und Beispiele im allgemeinen ohne weiteres auch auf deutsche Verhältnisse übertragen. Das kurze, kommentierte Personenregister ist da eine sinnvolle Orientierungshilfe. Für die Buchfassung sind den Vortragstexten einige kurze Artikel Bourdieus zum gleichen Thema beigefügt, darunter auch ein Postskriptum zur aufgeregten Debatte um die Vorträge, in dem er zu den Angriffen gegen ihn Stellung nimmt und einzelne seiner Kritikpunkte noch einmal genauer erläutert. --Christian Demand

Kurzbeschreibung

Das Buch von Pierre Bourdieu über das Fernsehen und dessen Wirkungsweise war selbst ein Fernsehereignis.
Der Autor hielt zwei Vorlesungen am College de France über Struktur und Wirkung des Fernsehens, die vom Fernsehen ausgestrahlt wurden.
In der ersten Vorlesung stellte er die unsichtbaren Zensurmechanismen heraus, die auf dem Bildschirm gelten, und deckte damit die Geheimnisse der Kunstprodukte dieses Mediums auf, ihre Bilder und Formulierungen. In der zweiten Vorlesung erklärte Pierre Bourdieu, in welcher Weise das Fernsehen, das eine zentrale Stellung innerhalb des Journalismus besetzt, den Charakter der Diskurse beeinflußt und verändert hat: in der bildenden Kunst, Literatur, Philosophie und Politik, ja selbst in Jurisdiktion und Wissenschaft - und zwar dadurch, daß auch auf diese Gebiete teilweise die Logik der Einschaltquoten übergegriffen und die demagogische Unterwerfung unter die Erfordernisse des kommerziellen Plebiszits stattgefunden hat.

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
30 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
....feeding ignorance, breeding disintegration". Es gibt nicht viele die dieses Lied kennen, aber es könnte der Wahlspruch dieses Buches sein. Die Befreiung von den intellektuellen Fesseln, die einem das Fernsehen auferlegt ist die Mission dieses werkes, und bei mir ist sie nach dem Durchlesen auf fruchtbaren Boden gefallen.
Anhand von vielen Beispielen werden interessante und bis dahin kaum gedachte Gedanken entwickelt, die einen die so alltägliche Tätigkeit des Fernsehens in völlig neuem Licht erscheinen lassen. Zugegeben, das Buch liest sich ob der schwierigen Satzstrukturen nicht gerade flüssig, aber dies kann man wohl nur als Lesebarriere empfinden, wenn die Konzentrationsspanne aufgrund übermäßigen Fernsehens sowieso schon auf Kleinkindniveau geschrumpft ist, und man nur noch geistige Magerkost verdauen kann.
Jedes Buch, welches ein Leben so nachhaltig verändern kann, verdient 5 Sterne.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Mad Circus TOP 1000 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Bourdieus kritischer Blick auf das Medium Fernsehen. Die Vorträge wurden selbst im Fernsehen ausgestrahlt und sorgten bei ihrer Ausstrahlung für Unmut bei den Journalisten und den im Feld arbeitenden Personen.

Das Fernsehen ist ein phantastischer Ort zur Aufrechterhaltung der symbolischen Ordnung S.20
Die symbolische Gewalt ist eine Gewalt, die sich der stillschweigenden Komplizität derer bedient, die sie erleiden, und oft auch derjenigen, die sie ausüben, und zwar in dem Maße, in dem beide Seiten sich dessen nicht bewusst sind, daß sie sie ausüben oder erleiden S.22
Das Fernsehen hat eine Art faktisches Monopol bei der Bildung der Hirne eines Großteils der Menschen S.23
Das Fernsehen entscheidet zunehmend darüber, wer und was sozial und politisch existiert S.28
Das Fernsehen setzt bestimmte Wahrnehmungsprinzipien durch. S.28
Der verborgene Gott des Fernsehuniversums sind die Einschaltquoten. S.32
Der Markt ist die alles legitimierende Legitimationsinstanz. S.36
Das scheinbar entfesselte Kommunikationsinstrument Fernsehen ist in Wirklichkeit gefesselt. S.50
Die Kompetenz der Adressaten muss steigen und nicht die Nivellierung des Programms. S.95f.
Die Einschaltquote ist die Sanktion des Marktes, der Wirtschaft, das heißt einer externen und rein kommerziellen Legalität, und die Unterwerfung unter die Anforderungen dieses Marketinginstruments ist im Bereich Kultur genau dasselbe wie die von Meinungsumfragen geleitete Demagogie in der Politik. Das unter der Herrschaft der Einschaltquote stehende Fernsehen trägt dazu bei, den als frei und aufgeklärt unterstellten Konsumenten Marktzwängen auszusetzen, die, anders als zynische Demagogen glauben machen wollen, mit dem demokratischen Ausdruck einer aufgeklärten, vernünftigen öffentlichen Meinung, einer öffentlichen Vernunft, nichts zu tun haben. S.96
Konkurrenz im Feld des Journalismus produziert nicht Abwechslung, sondern steigende Uniformisierung des Angebots. S.111
Der kommerziellen Logik soll demokratische Legitimität verliehen werden, indem kultureller Produktion und Verbreitung als ein politisches Problem und damit als plebiszitäre Entscheidung formuliert wird. S.113
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Fast jeder kennt den Linguisten Noam Chomsky und seine Medien-und-Demokratie-Kritik. Man könnte sagen, der Soziologe Pierre Bourdieu bewies im Detail, was Chomsky allgemein formulierte. Zum Beispiel analysiert er in diesem Buch das Fernsehen.
Wie es funktioniert, nicht die technische Seite, sondern wie es die Gedanken und Vorstellungen von Millionen von Menschen beeinflußt - eingeschlossen diejenigen, die das Fernsehen sind. Er hinterfragt die Art und Weise, wie sie Nachrichten produzieren, die Art und Weise, wie sie von anderen TV-Sendern aufgeschnappte Worte wiederholen ohne die Inhalte zu hinterfragen, und einiges mehr. Ich fand das Buch etwas schwer zu lesen, aber vom Inhalt her ist es wirklich sehr gut.
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