Aus der Amazon.de-Redaktion
Der Herzchirurg Ben Givens lebt seit über einem Jahr allein in Seattle, seine Frau ist gestorben und beim letzten ärztlichen Check hat sein Kollege schlechte Nachrichten für ihn: Er ist unheilbar an Darmkrebs erkrankt. Ben überlegt und entschließt sich schließlich zu einer Reise in das Land seiner Kindheit, von der er nicht vorhat, zurückzukehren. Für seine Tochter, die nichts von seiner Krankheit weiß, soll sein Tod wie ein Unfall aussehen.
Er möchte noch einmal die Apfelplantagen und die Salbeiwüste am Columbia River sehen und Chukars mit der alten Winchester seines Vaters jagen. Und dann soll Schluß sein -- für immer. Niemandem will er zur Last fallen und keinesfalls ist er bereit, die zunehmenden Schmerzen des Krebses zu ertragen.
Doch auf seiner Reise begegnen ihm Menschen, die ihm durch ihre Art des Daseins vermitteln, daß Weiterleben durchaus Sinn hat, und er selbst wird mehrmals gebraucht als Arzt. Einmal wird sein Hund von einer Meute Wolfshunde verletzt, ein andermal leistet er Geburtshilfe.
David Guterson, der bei uns durch seinen Roman Schnee, der auf Zedern fällt berühmt wurde, hat seinen bekannten leisen, eindringlichen Tonfall auch in diesem Buch beibehalten. Auffallend ist sein sehr genauer Blick auf die Dinge. Wenn er schildert, wie ein Hund operiert wird, dann vergißt er nicht die Stärke des verwendeten Fadens zu erwähnen. Seine Naturschilderungen der Wüste, die Einsamkeit bei der Jagd, der Geruch der Apfelplantagen, das alles sind unvergeßliche Passagen des Romans. --Manuela Haselberger
Kurzbeschreibung
Ben Givens, ein Herzchirurg aus Seattle, der im Ruhestand lebt, seit er von seiner Krebserkrankung erfahren hat, fährt allein in die Washingtoner Wälder, um noch einmal in einer ihm seit langem vertrauten Landschaft mit seinen Hunden zu jagen. Dort, in der Einsamkeit der Natur, will er sich das Leben nehmen. Auf dem Weg lenken ihn mehrere zufällige Geschehnisse ab. Es beginnt mit einem Verkehrsunfall, in dessen Folge Givens in eine ganz andere Reise hineingezogen wird, als die, die er eigentlich geplant hatte - eine Reise der Wiederentdeckung und einer erneuten Initiation in den Reichtum des Lebens. In der Begegnung mit Menschen, die ihn nicht kennen, und im Erleben der Natur erwacht ein neuer Lebenshunger in Ben, und am Ende seiner Fahrt ist er entschlossen, die Tage, die ihm noch verbleiben, voll auszukosten, statt sie von sich zu weisen.