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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Ein USA-Patriotisches Investmentbuch, 13. März 2006
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Der Ölfaktor: Wie das schwarze Gold Einfluss auf die Wirtschaft und auf ihr Konto nimmt (Gebundene Ausgabe)
Auf mich hat dieses Buch einen sehr bitteren Beigeschmack hinterlassen. Die Idee des Ölpreisindikators ist im Prinzip sinnvoll und interessant (dieser geht davon aus, dass wenn der Ölpreis innerhalb eines Jahres um mehr als 80% steigt, die Aktienmärkte fallen und umgekehrt: Wenn der Ölpreis weniger als 20% steigt, die Aktienmärkte steigen; leider fehlt fuer diesen Indikator ein entsprechender Langzeit-Chart, der diese Behauptung bestätigen/widerlegen würde). Was mich am meisten gestört hat ist die US-Patriotie, die der Autor immer wieder zu Tage treten lässt. Beispiele: Seite 104: "[..] gesetzliche Vorschriften zum Energieerhalt wie zum Beispiel durch Niedrigenergiefahrzeuge [könnten] sich als Kurzschlusshandlung erweisen .." (sind 25-Liter Trucks fuers Einkaufen das verbriefte Recht eines US-Bürgers?). S. 129: "Dass es zu einer globalen Erwärmung gekommen ist, lässt sich nur schwer beweisen ..." (m.E. zeigt die Wissenschaft klar und eindeutig das der Treibhauseffekt durch die Verbrennung fossiler Energieträger vorhanden ist). Drittes und letztes Beispiel: Seite 165: "Wir müssen deutlich machen, dass wir über das Potential verfügen, unseren Zugang zu diesen Vorräten (gemeint: weltweit verbliebene Ölvorräte; d. Verf.) zu sichern, und deshalb müssen wir unsere Militärstärke erhöhen". Und weiter unten: "Heute bewahrt die militärische Stärke der USA vor einem wirtschaftlichen Zusammenbruch und stellt den Zugriff auf die in zunehmendem Maße zurückgehenden Ölvorkommen dieser Welt sicher". Der Autor offenbart durch solche Inhalte sein patriotisches Herz für sein Heimatland. Vielleicht muss man ein Investmentbuch in den USA so schreiben, dass es sich gut verkauft. Ein solches Werk dann aber als 1:1 Übersetzung in Deutschland zu veröffentlichen (und das noch mit einigen Jahren Zeitversatz), ist m.E. suboptimal. Die Aktienempfehlungen des 2. Teils des Buches, beziehen sich ausserdem zum allergrößten Teil auf US-Aktien, sodass dieser Teil für mich nur mit geringem Nutzen verbunden war, da ich grundsätzlich keine Aktien-Investments in den USA empfehlen kann. Durch die hohe Auslandsverschuldung und die kommende Dollarschwäche, werden dort sehr viele Firmen und Banken in Schwierigkeiten kommen. Für mich ist dieses Buch daher leider nicht zu empfehlen, zumal es wie alle Veröffentlichungen des Finanzverlages am höheren Ende der Preisskala liegt.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Bereits vor dem Erscheinen überholt, 8. Januar 2006
Rezension bezieht sich auf: Der Ölfaktor: Wie das schwarze Gold Einfluss auf die Wirtschaft und auf ihr Konto nimmt (Gebundene Ausgabe)
Ein spannendes Buch, daß aber in Teilen bereits überholt ist. Das Buch geht davon aus, daß die Zinsen in den USA nicht erhöht werden, um die Hypotheken der Konsumenten nicht zu gefährden. Zwischen dem Erscheinen des Originals und der Übersetzung ist dies bereits geschehen. Ansonsten wird ein Ölindikator vorgestellt, der im Backtesting bei mir über die letzten 5 Jahre in den USA negative Ergebnisse bringt. Auf den DAX angewandt, wirkt er noch schlechter. Zudem gehen die Autoren von einem stabilen USD und einer militärischen Weltdominanz der USA aus. Zumindest die Annahme eines stabilen USD bezweifle ich. Die Aussagen zum Öl, sowie die vielen konkreten Handelsempfehlungen halte ich für brauchbar, soweit man von den gleichen Grundannahmen ausgeht.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Gutes Investment-Buch, 17. März 2006
Rezension bezieht sich auf: Der Ölfaktor: Wie das schwarze Gold Einfluss auf die Wirtschaft und auf ihr Konto nimmt (Gebundene Ausgabe)
Das Problem mit vielen Finanzbüchern ist, dass sie am Tag ihrer Publikation bereits überholt sind, erst recht, wenn es Übersetzungen sind. So auch beim ansonsten recht angenehm lesbaren Werk des Ehepaars Leeb, das in Teilen bereits im Jahr 2002 verfasst und 2004 veröffentlicht wurde. Seitdem hat sich weltweit so einiges getan, nicht nur an der Börse. Manche Aussagen wirken vor diesem Hintergrund schon ein wenig überholt oder rufen zumindest ein leichtes Stirnrunzeln hervor. Im Grundtenor haben Leeb/Leeb trotzdem Recht behalten: Die Inflation ist zurück, die Ölpreise sind spürbar gestiegen und die geopolitischen Entwicklungen wirken wie nach Drehbuch umgesetzt. Die Reputation eines guten Finanzbuchs resultiert nun mal aus zutreffenden Prognosen, und die hat das Buch zu bieten. Leider richtet es sich offenbar in erster Linie an US-amerikanische Leser, anders ist die einseitig bestückte Aktien-Empfehlungsliste kaum zu erklären. Doch selbst dieser Klientel hätten die Autoren ruhig mitteilen dürfen, dass Investoren auch außerhalb der USA Anlagechancen finden können, meinen wir und empfehlen das Buch allen Investoren, in deren Kalkulation der Öl-Faktor noch nicht vorkommt.
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