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Öland (Broschiert)

von Johan Theorin (Autor)
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Produktinformation

  • Broschiert: 446 Seiten
  • Verlag: Piper Verlag GmbH; Auflage: 3 (20. Februar 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492253687
  • ISBN-13: 978-3492253680
  • Originaltitel: Skumtimmen
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (15 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 339 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

Normal 0 21 MicrosoftInternetExplorer4 /* Style Definitions */ table.MsoNormalTable {mso-style-name:"Normale Tabelle"; mso-tstyle-rowband-size:0; mso-tstyle-colband-size:0; mso-style-noshow:yes; mso-style-parent:""; mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; mso-para-margin:0cm; mso-para-margin-bottom:.0001pt; mso-pagination:widow-orphan; font-size:10.0pt; font-family:"Times New Roman";} »Geschickt spannt Johan Theorin den Bogen immer straffer, um seine Leser schließlich mit einem furiosen Finale zu überraschen. Ein gelungenes, mitunter beklemmend düsteres Debüt.« Kölner Stadt-Anzeiger


Kurzbeschreibung

An einem Spätsommertag verschwindet ein kleiner Junge im dichten Nebel der Insel Öland - und wird nie wieder gesehen oder gefunden. Zwanzig Jahre später erhält seine Mutter einen Anruf von ihrem Vater: Es gebe ein neues Beweisstück, und er bittet sie, nach Öland zurückzukehren und die Suche wieder aufzunehmen. Auf Öland geht das Gerücht, der unheilbringende Nils Kant sei der Mörder. Dabei war dieser längst unter der Erde, als der Junge verschwand. Aber ist Kant wirklich tot? Oder geistert er womöglich noch immer über die weite Kalkebene von Öland?

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67 von 70 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Erstklassig, tiefgründig intelligent und schwedisch düster, 10. April 2008
Diese Rezension stammt von: Öland (Gebundene Ausgabe)
Dieses Erstlingswerk von Johan Theorin macht der schwedischen Kriminalliteratur mehr als Ehre.Man darf es allerdings nicht mit Mankell oder Nesser vergleichen.Es findet kaum kriminalpolizeiliche Arbeit statt, dafür klärt sich der absolut spannend erzählte Fall eigentlich durch Eigenarbeit der Protagonisten auf, sodass die Polizei fast unnötig ist. Das Buch ist flüssig und sehr stimmungsvoll geschrieben. Es kommt an keiner Stelle Langeweile auf. Gut, der Spannungsbogen ist nicht gerade thrillermässig, aber die Gesamtstimmung dieses Werkes nimmt den Leser von Anfang an gefangen.Der Autor unternimmt in regelmässigen Abständen Ausflüge in der Vergangenheit; dies ist aber absolut nicht störend, sondern gehört zum Verständnis der Handlung unabdingbar dazu.Diese ist intelligent und zu keiner Zeit vorhersehbar aufgebaut.Eines muss noch gesagt werden: Um diese Buch wirklich geniessen zu können, wäre es vorteilhaft, die Insel Öland, oder zumindest Schweden zu kennen. Erst dann kann man sich vollständig in die Charaktere, die fest mit der schwedischen Landschft verwurzelt sind, hineinversetzen. Ich habe das Buch innerhalb von 2 Tagen verschlungen und ich kann es jedem,der vielleicht auch die alten Filme von Ingmar Bergman kennt, wärmstens empfehlen. 5 Sterne ohne jedes "wenn und aber" !!! Weiter so, Herr Theorin.
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31 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Nicht immer gibt es ein Happy End, aber wichtiger ist es, dass eine Geschichte überhaupt ein Ende hat., 5. September 2008
Diese Rezension stammt von: Öland (Gebundene Ausgabe)
"Eigentlich gab es keine guten Tage. Aber einige vergingen schneller als andere. Julia war immer allein." (S. 17)

Seit dem Verschwinden ihres Sohnes Jens im Jahre 1972 kann Julia nicht an dessen Tod glauben. Zwanzig Jahre sind seitdem vergangen. Sie sucht Zuflucht im Alkohol und in Schlaftabletten und verbringt ihre Tage - so sie nicht von ihrem Psychiater krankgeschrieben ist, was in den letzten Jahren häufig der Fall war - als Krankenschwester in der Orthopädie eines Krankenhauses.

Eines Tages ruft ihr Vater Gerlof, den sie seit Jahren nicht mehr gesehen hat, an und teilt ihr mit, dass eine alte Kindersandale auf seinem Schreibtisch liegt. Julia fährt zu ihm. Sie übernachtet im Bootshaus ihres Vaters in Stenvik, einem Ort der außerhalb des Sommers nahezu verlassen ist, nur wenige Personen halten sich dort auf. Einer davon ist der Steinmetz Ernst Adolfsson, der am Tag nach Julias Ankunft durch Sturz in den Steinbruch stirbt. War es wirklich ein Unfall, wie die Polizei glaubt? Ernst Adolfsson hat zusammen mit Gerlof - Julias Vater - Spuren zum Verschwinden von Jens untersucht, war diesem aber immer ein Stück voraus in den Ermittlungen, so dass Gerlof nicht auf dem neuesten Stand ist.

Der andere Erzählstrang widmet sich dem Leben von Nils Kant, dessen Familie (Mutter und Onkel) nicht nur der Steinbruch sondern auch Grundbesitz sowie ein Sägewerk gehören. Bereits im Jahre 1936 - nach dem Tode seines Vaters - gerät er in den Verdacht am Ertrinken seines Bruders Axel nicht ganz unschuldig zu sein. Später dann, als er die mittlere Reife nicht besteht und die Schule abbricht, arbeitet er als Hilfsarbeiter im Steinbruch als es zu einem Zwischenfall kommt, in dessen Verlauf ein Vorarbeiter sehr schwer verletzt wird. Täter: Nils Kant. Nils ist sehr impulsiv und reagiert schnell gewalttätig. Im Steinbruch kann er nicht mehr arbeiten und verbringt fortan seine Tage damit die Alvar - eine steppenartige Heidelandschaft - zu Fuß zu erkunden. Für die Einheimischen wird er für jedes Unheil zum Sündenbock abgestempelt. Als nach dem Krieg deutsche Soldaten ermordet am Strand aufgefunden werden, gerät Nils in Verdacht. Auf der Flucht ermordet er einen Kriminalbeamten. Seine Spur verliert sich danach. Jahre später wird ein toter Körper aus Südamerika auf die Insel zur letzten Ruhe überführt. Aber handelt es sich bei dem Toten wirklich um Nils Kant? Und was ist mit dem Schatz, den die Soldaten angeblich bei sich trugen? Bei den Toten wurde er nicht gefunden.

Abwechselnd erzählt Johan Theorin von der Spurensuche Julias bzw. ihres Vaters sowie aus dem Leben von Nils Kant. Das Erzähltempo ist dabei zunächst sehr ruhig und steigert sich unmerklich zum überraschenden Ende hin. Aber Achtung, ein zunächst bedächtiges Erzähltempo bedeutet nicht, dass dieses Buch langweilig ist! Dieses Buch bietet ein Fülle an überraschenden Wendungen. Langsam, aber stetig, und dann immer schneller. Brillant!

"Ich bin nur der Meinung, dass man Geschichten in ihrem eigenen Tempo erzählen muss" (S. 206) so Gerlof im Gespräch zu Julia. Er erzählt seiner Tochter nicht sofort von allen Hinweisen, auf die er im Laufe der Zeit gestoßen ist, erläutert ihr nicht alle seine Hypothesen, sondern führt sie allmählich, langsam in seine Gedankenwelt ein. Dieses behutsame Vorgehen ermöglicht es Julia, den Tod ihres Sohnes endlich zu akzeptieren. Die Erkenntnis, dass es wichtiger ist ein Ende für eine Geschichte zu haben, als ein Happy End, stammt jedoch von Julia. Eine Erkenntnis, die ihr beim Neuanfang hilft (S. 212).

Ein Neuanfang ist für Julia die Beziehung zu dem Polizisten Lennart, den sie im Laufe der Recherchen kennenlernt. Die beiden sind sich sofort sympathisch. Allerdings leistet Lennart wenig bis gar keine Ermittlungsarbeit. Die Auflösung des Verschwindens von Jens bleibt Gerlof vorbehalten. Die Anzahl der Charaktere dieses Buches ist im Übrigen überschaubar, die einzelnen Personen werden nachvollziehbar beschrieben. Die herbstlichen Streifzüge über Öland sind nicht nur eine wunderschöne Landschaftsbeschreibung, sondern wecken zumindest beim Rezensenten auch die Sehnsucht, selbst einmal diese Insel zu bereisen.

Alles in Allem ein stimmungsvoller, grandioser Auftakt für das geplante Jahreszeiten-Quartett von Theorin. Leicht zu lesen, sehr gute Unterhaltung.
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12 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen melancholisch, 3. November 2009
Johan Theorin macht es sich schwer. Die Protagonisten in seinem Erstlingsroman sind eine psychisch kranke Frau mittleren Alters mit einem beginnenden Alkoholproblem und ihr gebrechlicher Vater, der seit einiger Zeit in einem Seniorenheim lebt. Die beiden sind alles andere als Lichtfiguren, und so läuft die Handlung auch nur sehr schleppend an. Der Vater ruft die Tochter an, um ihr zu sagen, dass man ihm anonym eine Kindersandale zugeschickt habe. Die Tochter möchte aber auf keinen Fall an das Verschwinden ihres kleinen Sohnes vor 20 Jahren erinnert werden. Jan ist damals allein in die weite Ölandische Landschaft gelaufen und nie wieder aufgetaucht, weder tot noch lebendig. Entsprechend unabgeschlossen ist der Trauerprozess der Mutter. Doch die Sandale kann niemand anderem als Jan gehört haben und ihr mysteriöses Auftauchen treibt die unglückliche Mutter schließlich doch zurück auf die schwedische Insel Öland, von der sie nach der Katastrophe geflohen ist. Die Suche nach dem Absender des Briefes gestaltet sich allerdings recht schwierig, denn die Bewohner der Insel sind alles andere als mitteilungsfreudig. Selbst als es einen überraschenden Todesfall gibt, kommt die Handlung nur schwerfällig in Gang.
Zum Glück für den Leser hat der allwissende Autor aber noch eine andere Lebensgeschichte zu erzählen. Sie handelt von einem Großgrundbesitzerssohn, der mehrere Menschenleben auf dem Gewissen hatte und schon vor Jahrzehnten von der Insel fliehen musste. Angeblich ist er tot zurückgekommen. Aber war es wirklich seine Leiche, die damals in dem versiegelten Sarg lag? Und könnte er nicht trotzdem etwas mit dem verschwundenen Kind zu tun gehabt haben?
Langsam und bedächtig umkreist der Roman diese Fragen und ganz allmählich gerät der Leser in den Bann dieser groß angelegten epischen Erzählung. Und da der Autor zum Schluss nicht nur mit einem veritablen Show-Down aufwartet, sondern auch noch eine ebenso überraschende wie überzeugende Lösung des Falles präsentiert, verzeiht man den etwas schleppenden Anfang gern.
"Öland" ist ein stimmungsvoller, leicht melancholischer Kriminalroman für Schweden-Fans.
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