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Öl: Das blutige Geschäft [Gebundene Ausgabe]

Peter Maass , Harald Stadler
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

1. April 2010
Wenige machen Profit, ganze Nationen stürzen in den Abgrund Ohne Öl läuft nichts – es ist der Garant unseres Wohlstands und unserer Mobilität. In vielen Förderländern hingegen herrschen Elend und Gewalt. Wer über den Ölhahn bestimmt, diktiert das blutige Geschäft. Wer in der Nähe der Ölquellen lebt, ist der ökologischen Katastrophe ausgeliefert. Peter Maass zeigt, wie der begehrte Rohstoff die Länder straft, die ihn besitzen, wie er jene korrumpiert, die mit ihm handeln, und die Welt verwüstet, die nach ihm dürstet. »Dieses Buch ist ein Muss für jeden, der über das internationale Ölbusiness und seinen Einfluss auf unser Leben Bescheid wissen will.« San Francisco Chronicle

Wird oft zusammen gekauft

Öl: Das blutige Geschäft + Schwarzbuch Öl: Eine Geschichte von Gier, Krieg, Macht und Geld + Das neue Schwarzbuch Markenfirmen: Die Machenschaften der Weltkonzerne
Preis für alle drei: EUR 39,85

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
  • Verlag: Droemer (1. April 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3426275295
  • ISBN-13: 978-3426275290
  • Originaltitel: Crude World
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 15 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 357.758 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"überaus pointiert und detailliert" tagesspiegel.de, 14.06.2010

"Ein wichtiges Buch zur rechten Zeit." Dresdner Neueste Nachrichten, 17.05.2010

"Eine eiskalte Abrechnung mit den Geschäften der internationalen Ölkonzerne." profil, 05.07.2010

"Ein kluges Buch." Wiener Zeitung, 08.06.2010

"Maass hat akribisch recherchiert. Spannend schildert er, wie Erdöl Kriege in der Dritten Welt provoziert und finanziert." Saldo (CH), 26.05.2010

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das blutige Geschäft 8. April 2010
Von Thorsten Wiedau HALL OF FAME REZENSENT TOP 100 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Auch bei diesem Buch habe ich mich fragen müssen, ist es neu - wir wissen doch ohne OEL läuft nichts und um Öl werden aktuell und in der Vergangenheit wie auch wohl in der Zukunft Kriege geführt. Doch was bietet das Buch ÖL von Peter Maass? Das afrikanische Länder der Korruption durch Erdöl hilflos ausgesetzt sind, wissen schon viele, das die Förderung von Erdöl ganze Landstriche verwüstet, siehe Alaska, wissen mittlerweile auch einige und das der Reichtum des raffinierten Öls nur wenigen zugute kommt - nun ja, es ist bekannt, wird aber gerne verdrängt, oder etwa nicht?

ÖL von Peter Maass zeigt die unglaubliche Korruptionsmacht der Milliarden von Petrodollar auf, es zeigt sich gut informiert welche Heuschrecken sich auf dem afrikanischem Kontinent tummeln und wie die Gruppen an den begehrten Rohstoff kommen - das dabei die afrikanische Vetternwirtschaft und die Familienbande der nomadisierenden Stämme alle begünstigt, liegt in der Sache begründet - Milliarden Dollar korrumpieren halt milliardenfach.

Kriege, nicht nur seit dem Irakkrieg, erschüttern die Welt. Verschwendungssucht, Krankheiten und Umweltzerstörung sind die Folge. ÖL von Peter Maass gibt zu allen aktuellen und kommenden Fragen eine interessante und vielschichtige Antwort.

Zwar sind wir uns auch schon vorher der Problematik des Themas bewusst gewesen, doch hier bringt man es in ÖL von Peter Maass auf den berühmten Punkt.

Ob wir etwas daraus machen, liegt an uns und wenn ich dem Thema der 4. Revolution Vorschub leiste, werden wir immer mehr unabhängig von dem werden was andere für uns vorgesehen haben.

Empfehlenswert!
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Es ist Krieg und wir merken es nicht 31. März 2010
Von Christian Döring HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Dieses Buch beschreibt einen Krieg in dem täglich hart gekämpft wird und in dem täglich zahlreiche Opfer zu beklagen sind. Es geht nicht um einen Krieg weit weg, mit dem wir glücklicherweise mal nichts zu tun haben. Es ist ein Krieg in dem jeder Einzelne von uns aktiver Krieger ist und sich am längeren Hebel in Sicherheit weiß.

In zehn Kapiteln beschreibt der Autor diesen Krieg. Im ersten geht es um die Ungewissheit der noch vorhandenen Mengen von Öl auf der Welt. Der Autor selbst war in vielen erdölexportierenden Ländern, hat sich unzählige Male um Interviews bemüht in Ministerien und anderswo, aber verlässliche Zahlen über die tatsächlichen Vorkommen hat er nie erhalten. Der saudische Ölminister meinte beispielsweise, es gäbe Öl in so großer Menge, dass man an ein Ende nicht zu denken brauche. Der einflußreiche amerikanische Multimillionär und Ölexperte Simmons geht von einer "bevorstehenden Apokalypse" aus. Er hält die Aussagen des saudischen Ölministers für nicht glaubhaft.

Katastrophale Zustände sah der Autor beispielsweise in Äquatorialguinea. Während die Bevölkerung zur ärmsten des afrikanischen Kontinentes gehört, ist die Clique um den Präsidenten Teodoro Obiang eine der reichsten Afrikas. Vom Export des Öls profitiert in den allerwenigsten Fällen das Volk, oft nur die Herrscherriege.

Sehr ausführlich analysiert Peter Maass die Situation im Reich des Präsidenten Hugo Chavez. Die Situation in Venezuela vergleicht der Autor interessanterweise mit der im früherern Jugoslawien unter General Tito. Er hält die eingeleiteten Maßnahmen in Venezuela größtenteils für Show und politische Trickserei und kommt zu dem Schluß: "Zaubertricks können die Realität zwar verschleiern, nicht aber verschwinden lassen."

Und was haben wir nun mit all dem zu tun? Wir wissen es längst genau, ohne Öl läuft bei uns nichts mehr. Wir sind nicht bereit auf ein Stückchen Wohlstand zu verzichten. Abends vor dem Fernseher, fühlen wir mit den Ärmsten der Welt mit, anschließend setzen wir uns ins Auto, drücken auf die Tube und haben sie wieder vergessen. NOCH sitzen wir am längeren Hebel.

Diese Darstellung der vielen Seiten des Öls von Peter Maass macht betroffen und wütend. Ich sehe keine Möglichkeit an all diesen beschriebenen Skandalen etwas zu ändern, aber gelesen werden muss dieses Buch: Nicht das irgendwann einmal wieder jemand sagt: "Wir haben nichts davon gewußt!"
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein wichtiges, wichtiges Buch. 2. November 2011
Von Timo Brandt TOP 100 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
"Die oberste Priorität darf nicht mehr lauten, an Öl ranzukommen, sondern muss lauten, vom Öl wegzukommen."

Im Grundsatz kennen wir alle das Problem mit dem Öl und wir ahnen auch die Verbrechen die dahinter stehen. Vom Grundsatz ausgehend, breitet dieses Buch die Facetten der weltweiten Hierarchie und Geschichte des Ölgeschäfts aus. Es führt uns in nahezu jedes Land, in dem das Öl eine bedeutende (sprich: zentrale oder große) Rolle als Exportgut spielt. Alle diese Länder, abgehandelt unter schlichten Kapitelüberschriften wie -Gier-, -Plünderung-, -Verkommenheit-, -Entfremdung-, sind auf unterschiedliche Arten mit dem Öl durch die Hölle und durch große Traditions- und andere Umbrüche gegangen, jedes Land hat seine ganz persönliche Odyssee mit dem schwarzen Gold hinter sich. Doch eines zeigt das Buch bei allen auf, subtil und in verhaltener Betrachtung, aber trotzdem eindeutig: In keinem dieser Länder ist das Öl Segen, es bleibt ein großer Fluch. Ganz abgesehen von seiner Wirkung in der Nutzung.

Selten hat mich ein Sachbuch so beeindruckt; es ist eines der besten Bücher, das ich seit langem gelesen habe. Es ist nicht nur exzellent geschrieben, in einem prägnanten, informativen und sehr einfachen Stil, der trotz seiner Leichtigkeit so gut wie nie ausfällt, nein, es ist auch wirklich ein Werk, das man, zwar nicht vom wissenschaftlich-enzyklopädischen, aber vom menschlichen Standpunkt, in Gesamtdarstellung und Botschaft, als ein zentrales Werk über das Öl ansehen kann. Denn aus den Geschichten der einzelnen Katastrophengebiete, den Geschichten der Menschen, entspringt ein Gesamtbildnis des Rohstoffes Öl an sich; ein erschreckend chauvinistisches Portrait. Das Buch schafft es, dass man nicht (nur) Ekel, sondern Furcht, Scham und Demut empfindet. Es ist ohne Zweifel einer der wichtigsten Beiträge zu der Diskussion über die Zukunft!

Denn auch dazu hat das Buch von Maass - wie auch zur (Er-)Klärung der Vergangenheit - viel beizutragen. In einem abschließenden Epilog bringt der Autor nämlich nach seinen Tatsachenberichten und Analysen auch noch eine kleine/s Ideenübersicht und -repertoire an, in dem er relativ unspektakulär, aber klug, uns auffordernd den folgenden Satz nah bringt, in dem dieses abschließende Kapitel gipfelt: "Wir verfügen über genügend Lösungsansätze; woran es mangelt, ist Entschlossenheit." Die Frage ist, "ob wir tun werden, was wir tun können."

Und ich empfehle ausdrücklich dieses Buch, weil das eine ganz wichtige Botschaft ist!

P.S.: Wer ein-zwei bescheidene Beispiele für die sprachliche Brillanz sehen will, lese bitte den ersten Kommentar.
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