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Ökolution 4.0: Wirtschaftliche und gesellschaftliche Imperative in Zeiten ökologischer und ökonomischer Krisen Gebundene Ausgabe – 16. Dezember 2011

9 Kundenrezensionen

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
  • Verlag: Ungehört Verlag; Auflage: 1. (16. Dezember 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3942402041
  • ISBN-13: 978-3942402040
  • Größe und/oder Gewicht: 15,8 x 2,8 x 21,9 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 881.731 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
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Produktbeschreibungen

Prolog. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Dieser Text ist keine vergnügliche Lektüre. Er ist noch nicht einmal tröstlich. Vielmehr beunruhigt und verstört er. Er ist geschrieben von einem Manne, der noch immer den Jüngeren in diesem Lande zuzurechnen ist und dieser Mann ist zornig. Er begehrt auf gegen eine gesellschaftliche Ordnung oder richtiger: gegen gesellschaftliche Missstände, die sich im Laufe der Zeit so sehr verfestigt haben, dass sie von vielen als Ordnung angesehen werden, vielleicht als eine Art pervertierter Ordnung. Dass Ordnungen pervertieren und dadurch zum Gegenteil dessen werden, wozu sie eigentlich bestimmt sind, ist fester Bestandteil menschlicher Geschichte. Doch die davon Betroffenen - in diesem Fall uns - hilft diese Einsicht nicht weiter. Wir leiden unter "den Verhältnissen" und da diese den Anschein der Normalität oder zumindest des Überkommenen haben, vermögen viele noch nicht einmal den Grund ihres Leidens zu erkennen. Auch Oliver Rückemann leidet, er sogar besonders. Aber im Unterschied zu den Vielen weiß er um die Ursachen seines Leidens, zu deren wichtigsten eine allgegenwärtige Hybris zählt. Dieses Wissen feit ihn jedoch nicht vor gelegentlicher Resignation. Trotz schonungsloser Auseinandersetzung mit jenen "Verhältnissen" schwingt immer ein wenig Traurigkeit darüber mit, dass alles so gekommen ist. Dies könnte auch der tiefere Grund dafür sein, dass es für ihn keine starren Grenzen zwischen Tätern und Opfern gibt. Bei genauerem Hinsehen gibt es sogar überhaupt keine Grenzen. Niemand macht uns zu Opfern. Zu Opfern machen wir uns durch unser eigenes Verhalten, durch unser Tun und Unterlassen. Auch Rückemann gehörte einst zu diesen Opfern. Aber er hat sich aus diesem Status befreit, in dem er die "kognitive Dissonanz", wie er dies nennt, die Technik, mit der wir "die Absurdität und die Widersprüche unserer alltäglichen Existenz vor uns selbst. rechtfertigen und. legitimieren" ein stückweit überwunden hat. Auch wenn das nicht sein eigentliches Thema ist, ist dieser Text - zumindest zwischen den Zeilen - auch der Bericht einer Selbstfindung. Hier ringt ein Mensch mit einer Welt, die aus den Fugen geraten ist. Wird sie wieder zu fugen sein? Gewissheit erhält der Leser hierzu nicht. Aber ihm werden die Augen geöffnet. Er wird nicht mit allem einverstanden sein, was er zu sehen bekommt. Nicht auszuschließen ist sogar, dass ihn das Erkennen unglücklich macht. Aber auch dann noch gilt das Diktum eines Voltaire, wonach Erkenntnis kostbarer ist als alles Glück dieser Erde. Und zu erkennen gibt es in diesem Text viel. Prof. Dr. Meinhard Miegel im November 2011


Kundenrezensionen

3.8 von 5 Sternen
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von sandthw am 12. August 2012
Format: Gebundene Ausgabe Verifizierter Kauf
Habe das Buch mit Spannung erwartet, nun ca. 70 Seiten aus allen Kapiteln gelesen und bin - gelinde gesagt - enttäuscht.

Enttäuscht, weil
- der Autor sich zwar umfangreich auf wissenschaftliche Texte bezieht, aber selbst keine wissenschaftlich fundierte Methodik und Begrifflichkeit verwendet. Die - nach Einschätzung des Autors falsche - Interpretation der reinen Marktlehre, alles Machbare sei auch erlaubt, durch Bezug auf Laotse und Indianerweissagungen zu begründen, ist schon ziemlich abgefahren
- der Autor argumentiert durchgängig moralisierend: Konsum- und Machtstreben, PS-Wahn, Junk Food, Ressourcenverschwendung sind für ihn Symptome dummer, dumm gehaltener (Medien) und kranker (fehlentwickelter) Menschen. Der Autor postuliert dagegen Besinnung auf Ganzheitlichkeit, Nachhaltigkeit, kleinteilige und dezentrale Lösungen - und verlangt verantwortungsbewußte Entscheidungen jedes einzelnen Konsumenten und Produzenten. Das ist nicht wirklich neu und originell - und hat in größerem Maßstab bisher nirgends funktioniert.
- die vom Autor dargestellten positiven Beispiele - Biolandbau und Demeter-Viehzucht, Stromsparen im eigenen Haushalt/Unternehmen, alternative Energieerzeugung und energiesparendes Bauen etc. - auch nur insoweit und so lange funktionieren, wie es unternehmerisch rentabel betrieben werden kann, sei es durch Steuererleichterungen, Investitionsanreize oder Konsumenten, die höhere Preise zu zahlen bereit sind. Es ist naiv anzunehmen, diese Nachhaltigkeitsorientierung funktioniere ohne wirtschaftliche Grundlage und unabhängig vom kritisierten "Wachstumsimperativ".

Das Buch krankt mE am Anspruch des Autors, eine Antwort auf und Lösungen für alle möglichen Krisen- und Degenerationserscheinungen der (Post-)Moderne geben zu wollen. Insofern kann ich in dem Werk viel berechtigte Wut und guten Willen, jedoch kein schlüssiges Konzept erkennen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von maxmaus am 5. Oktober 2013
Format: Gebundene Ausgabe Verifizierter Kauf
Zunächst liest man das Buch mit grosser Überzeugung. Mehr und mehr verfällt der Autor jedoch seinem eigenen kategorischen Imperativ und dann wird es unerträglich. Rückemann exploriert das Weltbild eines Wutbürgers und erzählt mit Scheuklappen. Seine wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Imperative funktionieren nicht, da sie oberflächlich, zusammenkonstruiert und bei näherer Betrachtung oft schlicht falsch sind. Sie funktionieren nur oberflächlich. Denkt man mit, ärgern einem die vielen Annahmen und unhaltbaren Thesen. Die Welt ist anders und die Balken müssen sich nicht biegen. Irgendwann hat man genug von einem Weltbild, in dem die "Menschen" doof, unmündig und unbeholfen sind. Immanuel Kant scheint nicht existiert zu haben. Die Welt ist schlecht und Kapitalismus ist Teufelszeug. Linkes Gedankengut, schlecht zusammengetragen und überhaupt nicht überzeugend. Bis S. 56, dann war bei mir Schluss.
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Von SiMu am 26. Oktober 2014
Format: Gebundene Ausgabe
Der Titel lässt zunächst zähe Inhalte vermuten...weit gefehlt!
In diesem Buch kann ein jeder einen Teil von sich selbst finden, vorausgesetzt er/sie ist dazu bereit.
Es ist großartig zu lesen, wie wir Menschen uns tagtäglich rechtfertigen, nur um der Realität nicht ins Auge zu schauen. Sei es in Bezug auf Umweltschutz, Ressourcen, oder Beziehungen zu uns selbst oder anderen.
Rückemann spricht all diese Themen unverblümt und klar an.
Ich sage damit nicht, dass ich alles "unterschreibe", was Rückemann formuliert, aber er gibt auf wunderbare Art und Weise jedem einzelnen von uns die Chance, sich kritisch mit Themen unserer Zeit auseinanderzusetzen. Jeder von uns ist Teil einer großen Maschinerie und wir alle tragen eine Verantwortung in Bezug auf unser Dasein und vor allem das unserer Nachkommen. Inwieweit wir uns damit ertappt fühlen, und wie tief wir in den "Abgrund" schauen wollen, bleibt uns Lesern überlassen. Auch, ob/was wir verändern können und wollen.
Ein wunderbares Buch, das Wege aufzeigt im Kleinen wie im Großen etwas anzupacken und zu verändern.
Es braucht nicht viel dazu: nur etwas Mut und die Überzeugung einen kleinen Beitrag zu leisten, etwas bewegen zu wollen. Ein Buch, das Fragen aufwirft und ich bin überzeugt davon: diese Kost wird nicht jedem schmecken, denn ganz klar: wir fühlen uns ertappt, wobei? Dabei wünsche ich dem Leser, der sich zum Kauf des Buches entscheidet, viel Freude.
Wir alle haben es in der Hand und dieses Buch ist eine wunderbare Stütze für diverse Denkansätze.
Danke dafür, Herr Rückemann! Klare Kaufempfehlung und 5 Sterne!
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10 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von amazon customer am 18. August 2012
Format: Gebundene Ausgabe Verifizierter Kauf
Ich suche mir immer mal wieder ein/zwei Kapitel des Rückemann-Buches zum lesen heraus, weil es mir brauchbare Zusammenhänge und Hintergründe liefert, die so ziemlich alles (Wichtige) meiner (täglichen) Fragen ums Dasein erfassen. Das Buch ist betont nicht wissenschaftlich. Der Autor sagt selbst, dass er das nicht sein will, weil, insbesondere die Naturwissenschaft, aber auch jede andere immer nur Details einer Sache untersuchen kann und den Blick für das Ganze dabei weglassen oder gar ganz vergessen muss. (Selbst bei Gerald Hüther, Naturwissenschaftler, kann man darüber lesen.
Dem entgegen bringt O. Rückemann unterschiedliche Disziplinen zusammen und schafft gerade durch solche Zusammenhänge Perspektiven, die zu denken geben.
Das Buch ist meisterhaft im „Um-die-Ecke-Denken“ und könnte unkonventioneller nicht sein.
Wer sich hinter Wissenschaftlichkeiten verstecken will oder sich damit verteidigt, sollte dieses Buch besser gar nicht erst lesen. Auch der, der einfache, oder althergebrachte Antworten auf die komplexen Fragen unserer Zeit sucht, wird hier nicht fündig.
Dieses Buch erfordert Mut, nämlich den Mut, seinen (vermutlich) eigenen Spuren nachzugehen, gesellschaftliche Verknüpfungen zu verfolgen und sich auf eine quasi psychoanalytische Aufgliederung eines Traumas (ich meine das Trauma des Versagens, der Wahrheit) einzulassen.
Trotz dieser Komplexität ist das Buch nicht kompliziert, sondern im Gegenteil verständlich geschrieben.
Was mir aber am meisten gefällt ist, dass der Autor Haltung zeigt und Position bezieht; niemals versucht er, sich hinter einer scheinbaren Sachlichkeit zu verstecken. Er bietet Angriffsfläche. Und er hat Herz. Etwas, was ich in der Sachbuchlandschaft bislang schmerzlich vermisst habe…, deshalb: volle Punktzahl!
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