In drei großen Kapiteln (1. Der Kontext von Öffentlichkeitsarbeit, 2. Öffentlichkeitsarbeit und Fund Raising, 3. Basis, Know-how und Ideen für die Öffentlichkeitsarbeit) eine gute erste Einführung in das Thema "Public Relations für Non-Profit-Organisationen", wenn auch mit einigen Schwächen. Doch zuerst zu den starken Seiten des Buches: Der Autor Detlef Luthe kennt die Klassiker des Marketing (Meffert, Kotler, Oeckl, Vögele etc.), die man gelesen haben sollte, und zitiert sie mit ihren Kernaussagen. Jedoch beläßt es Luthe - wie es sich für einen guten Autor gehört - nicht bei einer Aneinanderreihung von Statements anderer, sondern bezieht auch selbst einen immer begründeten Standpunkt. Eine gute Leserführung ist gewährleistet durch die Kurzzusammenfassungen am Rand, die Abbildungen sind sinnvolle Ergänzungen zum Text. Positiv sind auch die weiterführenden Literaturhinweise zu werten, die wie üblich am Ende des Buches gesammelt aufgelistet sind, aber auch bereits im Laufe des Textes an den passenden Stellen genannt werden. Ein weiterer Pluspunkt: Praxisbeispiele (z.B. über die Sponsoringprinzipien von Agfa oder IBM), auch aus den USA, und Tipps (z.B. Checkliste mit Beurteilungskriterien für ein Sponsorship) geben gute Anhaltspunkte für die Umsetzung der Theorie in einen Arbeitsalltag. Leider ist das Buch jedoch bereits 1994 erschienen - und zehn Jahre sind gerade im Feld Marketing und Öffentlichkeitsarbeit kein Pappenstiel... Demzufolge sind manche Fakten schlichtweg veraltet, etwa die Zahlen zum Sponsoringvolumen, die noch in DM angegeben werden, oder der Hinweis, man solle Pressemitteilungen mit Vor- und Zunamen unterschreiben. Auch finde ich den Untertitel "Eine Arbeitshilfe" nicht wirklich zutreffend, denn Luthe legt zwar im dritten Teil des Buches einige Ideen dar, doch diese werden nur aneinandergereiht, nicht vertieft. Sicherlich, mehr Tiefgang würde dieses Buch extrem aufblähen, doch so, wie es sich jetzt präsentiert, ist es zwar ein guter erster Einstieg, jedoch kein Handbuch, in dem man immer wieder nachschlagen kann, wie man in welchem Fall idealerweise vorgeht. Für PR-Einsteiger (z.B. Vereinsmitglieder, die sich verstärkt um Öffentlichkeitsarbeit kümmern wollen) ist das Buch wenig geeignet, denn es ist definitiv kein Nachschlagewerk. Insgesamt: Gut als Erstinformation, schlecht als kontinuierliche Arbeitsunterstützung.