Natürlich hat jeder, der Breashears gelesen hat, vorher seinen Krakauer intus, vom Thema drängt sich der Vergleich sowieso auf, waren doch beide an den verhängnisvollen Tagen beim Mt. Everest mit dabei. Wo Krakauer mitleidet und den Leser mitleiden lässt, handelt Breashears als Helfer, der Unterschied ist groß. Vollkommen überwältigend für den Leser ist die Möglichkeit, praktisch "dreidimensional" zu erleben, was sich aus der minutiösen Beschreibung noch so kleiner Details am Berg ergibt. Fast fühlte ich mich wie ein Teammitglied, fast meinte ich den Schnee, die Kälte und den Wind zu spüren, die Ausnahmesituation, in welcher Breashears und seine Leute sich befanden, hautnah zu erleben. Nicht nur die Begebenheiten am Mt. Everest, sondern auch der Aufbau bergsteigerischer Fähigkeiten - einschließlich der Situation, in der sich ein junger Mann befindet, der sonst nichts gelernt hat - alles in allem ein Buch, welches man nicht mehr aus der Hand legen möchte.