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Ästhetik der Existenz: Schriften zur Lebenskunst (suhrkamp taschenbuch wissenschaft) Taschenbuch – 29. Januar 2007

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 346 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp Verlag; Auflage: Originalausgabe (29. Januar 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518294148
  • ISBN-13: 978-3518294147
  • Größe und/oder Gewicht: 10,9 x 1,9 x 17,7 cm
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Über den Autor und weitere Mitwirkende

Paul-Michel Foucault wurde am 15. Oktober 1926 in Poitiers als Sohn einer angesehenen Arztfamilie geboren und starb am 25. Juni 1984 an den Folgen einer HIV-Infektion. Nach seiner Schulzeit in Poitiers studierte er Philosophie und Psychologie in Paris. 1952 begann seine berufliche Laufbahn als Assistent für Psychologie an der geisteswissenschaftlichen Fakultät in Lille. 1955 war er als Lektor an der Universität Uppsala (Schweden) tätig. Nach Direktorenstellen an Instituten in Warschau und Hamburg (1958/1959) kehrte er 1960 nach Frankreich zurück, wo er bis 1966 als Professor für Psychologie und Philosophie an der Universität Clermont-Ferrand arbeitete. In diesem Zeitraum erschien 1961 seine Dissertationsschrift Folie et déraison. Histoire de la folie à l'âge classique (dt.: Wahnsinn und Gesellschaft). Er thematisierte darin die Geschichte des Wahnsinns und das Zustandekommen einer Abgrenzung von geistiger Gesundheit und Krankheit und die damit einhergehenden sozialen Mechanismen. 1965 und 1966 war er Mitglied der Fouchet-Kommission, die von der Regierung für die Reform des (Hoch-)Schulwesens eingesetzt wurde. 1966 wurde Les mots et les choses – Une archéologie des sciences humaines (dt.: Die Ordnung der Dinge) veröffentlicht, worin er mit seiner diskursanalytischen Methode die Wissenschaftsgeschichte von der Renaissance bis ins 19. Jahrhundert untersuchte. Nach einem Auslandsaufenthalt als Gastprofessor in Tunis (1965-1968) war er an der Reform-Universität von Vincennes tätig (1968-1970). 1970 wurde er als Professor für Geschichte der Denksysteme an das renommierte Collège de France berufen. Gleichzeitig machte er durch sein vielfältiges politisches Engagement auf sich aufmerksam. In diesem Kontext entstand die Studie Surveiller et punir (dt.: Überwachen und Strafen). 1975-1982 unternahm er Reisen nach Berkeley und Japan sowie in den Iran und nach Polen.

Hans-Dieter Gondek ist freier Autor und Übersetzer, von 2003 bis 2006 war er Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Bergischen Universität Wuppertal.

Martin Saar ist Professor für Politische Theorie an der Universität Leipzig. Im Suhrkamp Verlag erschienen: Sozialphilosophie und Kritik (stw 1960, hg. zusammen mit Rainer Forst, Martin Hartmann und Rahel Jaeggi) und Michel Foucault. Zwischenbilanz einer Rezeption (stw 1617, hg. zusammen mit Axel Honneth)

 

Martin Saar ist Professor für Politische Theorie an der Universität Leipzig. Im Suhrkamp Verlag erschienen: Sozialphilosophie und Kritik (stw 1960, hg. zusammen mit Rainer Forst, Martin Hartmann und Rahel Jaeggi) und Michel Foucault. Zwischenbilanz einer Rezeption (stw 1617, hg. zusammen mit Axel Honneth)

 


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19 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von kpoac TOP 1000 REZENSENT am 15. Dezember 2008
Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Michel Foucault (15.10.1926 - 25.6.1984) war anerkannter französischer Philosoph. Er widmete sich gleichzeitig der Psychologie und der Soziologie, arbeitete literarisch an den Werken von George Bataille, Stephan Mallarme und auch den Werken der griechischen und römischen Antike. Aus dem Blick der Stoiker, insbesondere der Nachfahren Zenons wie Epiktet, Seneca und Marc Aurel schöpft er Beispiele der Philosophie zur Erklärung seiner Weltsicht. Bezogen auf die Sorge zu sich findet er die Beispiele bei Platon, Epikur, Plutarch und Lukrez, immer dort, wo persönliche Stabilität zu einer Größe der politischen Gemeinschaft wird bzw. werden soll. Denn der rein egoistische Vorstoß zur Individualisierung der Gesellschaft droht zu scheitern, der Blick auf das Gesamte im Sinne der antiken Ideen macht Foucault heute modern. Inmitten diesem Klima wachsender Enttäuschung und erweiterter Perspektivlosigkeit entdeckt Foucault neue und doch bekannte Gefilde, im Fokus eine neue Ethik und eine neue politische Philosophie. Die Wege und Linien dieser Suche finden sich in diesem Buch.

Seine Weltsicht ist eine Analyse des Subjekts aus dem Prämissen und Deutungen der Macht und des Willens und deren wechselseitigen Bedingungen wie des Selbstverhältnisses. Das Subjekt wird entworfen aus der Perspektive der Sexualität, dem Gebrauch der Lüste, wie aus der Perspektive des Strafens (Gefängnisses), hier unter der Berücksichtigung des Dispositivs der Macht.
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