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Heilende Frauen. Ärztinnen, Apothekerinnen, Krankenschwestern, Hebammen und Pionierinnen der Naturheilkunde
 
 
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Heilende Frauen. Ärztinnen, Apothekerinnen, Krankenschwestern, Hebammen und Pionierinnen der Naturheilkunde [Gebundene Ausgabe]

Annette Kerckhoff
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 160 Seiten
  • Verlag: Elisabeth Sandmann Verlag GmbH; Auflage: 1., Aufl. (30. September 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3938045477
  • ISBN-13: 978-3938045473
  • Größe und/oder Gewicht: 27,8 x 21,4 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 184.967 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

Das Buch besticht nicht nur durch die informativen und lesenswerten Textbeiträge, sondern auch durch die zahlreichen historischen Fotografien und Abbildungn von Dokumenten und Gemälden... ein eindrucksvoller Bild-Text-Band in hervorragender Aussattung und Druckqualität, den man immer wieder gern und mit Gewinn zur Hand nimmt (Amazon (20.05.2011))

Annette Kerckhoff stellt in ihrem Buch Frauen vor, die mit Kraft und voller Lebensmut einen Weg gehen, von dem sie absolut überzeugt sind. (Ärztezeitung (13. Oktober 2010))

Das Buch gibt eine gute Übersicht über die oft sehr langen und schwierigen Bemühungen von Frauen, Medizin studieren zu können bzw. in Heilberufen Fuss zu fassen. Ein lesenswertes Buch in ausserordentlich schöner Aufmachung, das Interessierten viel Freue machen wird und sich auch als Geschenk eignen dürfte. (Orthopädie Mitteilungen (Februar 2011))

Kurzbeschreibung

Wenn Frauen den tiefen Wunsch zu heilen und zu helfen in sich verspürten, gab es kein Halten mehr. Wild entschlossen und unbeirrbar kämpften sie für ihr Recht, Medizin studieren zu dürfen, und schreckten auch nicht davor zurück, sich als Männer zu verkleiden, um heimlich zum Aderlass zu bitten. Nicht selten entdeckten sie neue Behandlungsmethoden, forschten mit Kreativität und Eigeninitiative, entwickelten alternative Heilmethoden und gewannen Nobelpreise. Ob als Ärztinnen, Apothekerinnen, Krankenschwestern, Hebammen, Kräuterfrauen oder Heilerinnen sie alle schöpften aus einer Kraft, die man Berufung nennt. Es ist Zeit, diesen Frauen die Anerkennung zukommen zu lassen, die sie längst verdient haben. Ein ebenso informatives wie wunderbar gestaltetes Geschenkbuch für alle Frauen, die in heilenden Berufen tätig sind! Mit einem Vorwort der Bestsellerautorin und beliebten Ärztin Dr. Marianne Koch.


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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Helga König #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
und nimmer studieren", (vgl.S.33).

Die Journalistin Annette Kerckhoff porträtiert in diesem Buch insgesamt 48 Ärztinnen, Wissenschaftlerinnen und Forscherinnen, Ordensfrauen und Krankenschwestern, Hebammen, Apothekerinnen und Heilerinnen, sowie Pionierinnen aus unterschiedlichen Ländern, die aufgrund ihrer Beharrlichkeit, Kreativität, Eigeninitiative und ihres Durchhaltevermögens zu Vorbildern all der Frauen wurden, die sich durch Widerstände von ihren Zielen nicht abhalten lassen möchten.

Das Vorwort zum Buch hat Dr. Marianne Koch verfasst und die sechs Seiten umfassende Einleitung stammt von Annette Kerckhoff. Hier erfährt man, dass im alten Ägypten auch Frauen als Priesterärztinnen tätig waren und in Europa seit etwa 300 v. Chr. Frauen ihre Geschlechtsgenossinnen und Kinder behandeln durften. In Europa auch entwickelten sich im 1. Jahrtausend Klöster, die zu wichtigen Zentren der Heilkunde wurden, in denen man die Werke von Hippokrates und Galen kopierte und übersetzte.

Man liest im 3. Kapitel des Buches Näheres zu Ordensfrauen, wie Hildegard von Bingen (1098-1179), für die Körper, Geist und Seele untrennbar miteinander verbunden waren und sich gegenseitig beeinflussten. Für die Äbtissin bedeutete Gesundheit auch, die eigene innere Haltung zu läutern, d.h. gegen Charakterschwächen anzugehen. Ihr war klar, dass Depression und Dummheit, Jähzorn, Missgunst und Unzufriedenheit den Geist verdürben, auf die Organe abträglich wirkten und schädlich für die Gesundheit seien. Voraussetzung dafür gesund zu bleiben, sei das Bemühen ein besserer Mensch zu werden, (vgl.: S. 71). Interessant auch ist, dass Hildegard schrieb, dass ein maßloser Lebensstil die meisten Krankheiten verursacht. Wie recht sie doch hatte. Man erfährt in diesem Porträt sehr viel über das Denken dieser Ordensfrau, für die die Seele der Dreh- und Angelpunkt war, den man bei jeder Krankheit, jeder Heilung nicht außer Acht lassen dürfe, (vgl.: S.72).

Man lernt im Buch gleich zu Beginn die erste promovierte Ärztin Deutschland kennen. Es handelt sich hierbei um Dorothea Erxleben (1715-1762), die es unter schwierigsten Bedingungen schaffte, ihren Weg zu machen. Friedrich der Große eröffnete ihr nach Bittgesuchen den Weg. Erst im darauf folgenden Jahrhundert dann durfte die erste Frau in der westlichen Welt offiziell Medizin studieren. Elisabeth Blackwell (1821-1910) wollte Frauenärztin werden, nachdem eine Freundin ihrer Familie starb. Es war ein langer Weg bis sie ihre erste kleine Ambulanz in einem ärmeren Viertel von New York eröffnen konnte. Liest man die Porträts anderer Ärztinnen in der Folge, stellt man fest, dass Frauen, die studieren wollten und es dann auch tatsächlich taten, mit großem Misstrauen begegnet wurde.

Es hat mich gefreut, dass man die Schwedin Elsa Brandström erwähnt, die im 1. Weltkrieg aufgrund von ihr in Schweden aufgebauten Hilfsorganisationen die medizinische Versorgung der Kriegsgefangenen speziell in Sibirien damals erheblich verbesserte und auch gefreut, dass man Wissenswertes über Rahel Hirsch (1870-1953), der ersten Professorin Deutschlands für Medizin und auch über das Leben und Werk von insgesamt fünf Nobelpreisträgerinnen für Medizin erfährt.

Das Porträt Katharina Kepplers (1546-1622) hat mich zutiefst berührt. Die Mutter des berühmten Astronomen war eine Heilerin, deren Ruf systematisch demontiert wurde. Die Verleumdungsklage ihrer Kinder scheiterte. Sie sollte als Hexe verbrannt werden. Ihr Sohn legte eine hundertseitige Verteidigungsschrift vor und schaffte es seine Mutter vor der Folter und dem Scheiterhaufen zu bewahren, obschon man ihr die Folterinstrumente bereits vorgelegt hatte, um sie zu einem Geständnis zu bewegen.

Anna Freuds Leben und Werk wird übrigens auch vorgestellt. Sie beschäftigte sich ihr Leben lang mit der Entwicklung von Kindern. 1974 resümiert sie: "Die Anwendung des psychoanalytischen Wissens auf die Kindererziehung ist eine mehr oder weniger anerkannte Tatsache geworden und hat in vielfacher Verkleidung ihren Eingang in die Lehrpläne der Kindergärtnerinnen und Sozialarbeiter gefunden", (Zitat. S.135).

All die Frauen, die man im Buch kennenlernt, waren beseelt davon, ihren Mitmenschen zu helfen. Die Kräuterfrau Hester Jonas
(1573-1635) wurde verleumdet, gefoltert und verbrannt. Sie ist ein Beispiel dafür, was mit Kräuterfrauen in der frühen Neuzeit geschah.

Die Psychiaterin Alice Ricciardi- von Platen musste in Österreich hilflos zusehen, wie ihre Patienten im Rahmen des Euthanasie-Programms von den Nazis getötet wurden und verfasste 1948 darüber einen Bericht "Die Tötung Geisteskranker in Deutschland", der erst in dem 1990er Jahren der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde.

Margarete Mitscherlich, über die man im Buch auch Wissenwertes erfährt und die viele Leser, aufgrund des 1967 erschienen Buches "Die Unfähigkeit zu trauern", das sie gemeinsam mit ihrem Gatten verfasste, kennen, hat u.a. auch das Buch mit dem Titel "Über die Mühsal der Emanzipation" geschrieben. Der Titel des Buches von Mitscherlich könnte im Grunde das Leitmotto für all die 48 Frauen- Porträts sein und es wäre alles andere als an den Haaren herbeigezogen.

Ein interessantes Buch, das ich gerne gelesen habe.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Pionierinnen der Medizin 20. September 2011
Von Tiziana
Als die Medizin noch fest in Männerhand war, arbeiteten die 48 Frauen, die im Buch "Heilende Frauen" von Annette Kerckhoff vorgestellt werden, schon an neuen Behandlungsmethoden, gründeten medizinische Einrichtungen, entwickelten alternativen Heilverfahren und gewannen Nobelpreise. Die Autorin schreibt über die Errungenschaften in der Medizin und die Lebensgeschichten der Frauen, die für die Geschichte der Heilkunde in den letzten Jahrhunderten eine bedeutende Rolle spielte. Sie spannt den Bogen dabei von der im 16. Jahrhundert als Hexe verurteilten Kräuterheilerin Katharina Kepler, Mutter von Johannes Kepler, über die englische Krankenschwester Florence Nightingale die bereits seit ihrer Jugend davon träumte etwas für die Gesellschaft zu tun, aber erst mit 30 Jahren eine Ausbildung zur Pflege-Diakonisse beginnen konnte, bis hin zur renommierten Armeechirurgin Margaret Bulkley, die sich über 50 Jahre lang als James Barry ausgab, um überhaupt Medizin studieren und als Ärztin arbeiten zu können. Das Buch bietet faszinierende Porträts von heilkundigen Frauen, die durch ihren Mut und Pragmatismus den Weg dafür bereiteten, dass heute Frauen in allen Bereichen der Medizin tätig sein können - eine Ermutigung nicht nur für werdende Medizinerinnen, sondern für alle jungen Frauen, ihre Träume niemals aufzugeben.
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Manfred Orlick HALL OF FAME REZENSENT TOP 100 REZENSENT
Seit jeher waren Frauen in der Heilkunde tätig, lange bevor es medizinische Fachschulen und Universitäten gab. Im Mittelalter waren es Wundärztinnen und Heilkundige, außerdem kannten sie sich in der Geburtshilfe aus. Sie haben in der Heilkunst, der Krankenpflege und später in der modernen Medizin tiefe Spuren hinterlassen.

In ihrem Buch "Heilende Frauen" vermittelt die Gesundheitswissenschaftlerin Annette Kerckhoff einen Überblick zur wechselvollen Geschichte der Rolle der Frau in den unterschiedlichsten Tätigkeitsfeldern in der Heilkunde vom Mittelalter bis in die Gegenwart. In Wort und Bild werden knapp fünfzig Frauenpersönlichkeiten vorgestellt, die vom 14. bis ins 20. Jahrhundert hinein als Ärztinnen, Apothekerinnen, Krankenschwestern, Hebammen gewirkt haben, die neue Behandlungsmethoden entdeckt, alternative Heilverfahren entwickelt oder Pionierleistungen in der Medizin vollbracht haben oder die mit dem Nobelpreis geehrt wurden.

In fünf ausführlichen und reich illustrierten Kapiteln werden die Tätigkeitsfelder der "heilenden Frauen" in der Geschichte beleuchtet, von den Ordensfrauen und Heilpflanzenexpertinnen des Mittelalters bis zu den Wissenschaftlerinnen und Forscherinnen unserer Tage.

Da wird an Hildegard von Bingen (1098-1179) erinnert, die die unangefochtene Nummer eins unter den heilenden Frauen ist und deren Name auch heute noch populär ist. Ebenso bekannt ist die Engländerin Florence Nightingale (1820-1910), die im 19. Jahrhundert die Basis für die moderne Krankenpflegeausbildung und Gesundheitsfürsorge schuf.

Vorgestellt werden auch Dorothea Erxleben (1715-1762), die erste promovierte Ärztin in Deutschland, oder Rahel Hirsch (1870-1953), die erste Professorin Deutschlands in der Medizin. Auch an Elsa Brandström (1888-1948), den "Engel von Sibirien", wird erinnert, die Hilfsgütertransporte für Kriegsgefangene organisierte.

Neben den biografischen Darstellungen veranschaulicht Annette Kerckhoff auch immer wieder das Ringen der "heilenden Frauen" um Anerkennung, um Gleichberechtigung, um ein Wahrgenommen-Werden, dass diese begabten Frauen gegenüber der Gesellschaft in ihrer Zeit durchstehen mussten, um helfen und heilen zu können.

Das Buch besticht nicht nur durch die informativen und lesenswerten Textbeiträge sondern auch durch die zahlreichen historischen Fotografien und Abbildungen von Dokumenten und Gemälden. Sie vermitteln die Beharrlichkeit, Kreativität, Durchhaltevermögen und Eigeninitiative der Frauen und Mädchen, die sich von Widerständen nicht entmutigen ließen. So schreibt die deutsche Schauspielerin und Ärztin Marianne Koch in ihrem Vorwort: "das Buch ist eine spannende Chronik der Emanzipation".

Fazit: "Heilende Frauen" ist ein eindrucksvoller Bild-Text-Band in hervorragender Aus-stattung und Druckqualität, den man immer wieder gern und mit Gewinn zur Hand nimmt.

Manfred Orlick
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