Video Jakob Kurzinhalt
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Moviemans Kommentar zur DVD: Benicio del Toro als Hauptdarsteller ist absolut überzeugend und gibt den immer leicht genervten, aber höflichen Ganoven mit ungeheurer Klasse. Harry Connick, jr. als BMW-Verkäufer ist der nächste geglückte Besetzungsfall. Die Disc in technischer Hinsicht perfekt, der Trailer als Zugabe etwas wenig.
Bild: Ein gewohnt scharf und plastisches Bild bietet Columbia uns hier wieder einmal. Die Abtastung ist anamorph und bis auf kleinere Artefakte fehlerfrei. Ja, da gibt es hier und da ein kleines, sanftes Ruckeln bei einem Kameraschwenk (01:14:44), aber ansonsten ein stabiles, scharfes und kontrastreiches (00:27:20, Nachtszene) Bild.
Ton: Die Effekte sind wuchtig (00:27.50, Explosion), die Geräuschkulisse klingt authentisch und ist von unaufdringlicher Präsenz und von sattem Volumen (00:31:35, im Truck). Auch in der Musikmischung finden wir ausreichend Druck und wenn ein Hubschrauber uns überfliegt, möchten wir den Kopf einziehen (00:08:45). Rundum gelungene Mischung. --movieman.de
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Blickpunkt: Film
Blickpunkt: Film
Die Geschichte nimmt ihren Ausgang mit einem 'Noir'-artigen Voiceover, in dem die Protagonistin Emily Hope (Silverstone) erklärt, daß sie sich immer nach der Liebe ihres Vaters gesehnt hat. Infolge sieht man, wie sie mit elektronisch veränderter Stimme von ihrem Vater eine Mio. Dollar Lösegeld fordert, sich selbst mit Klebeband verschnürt und in den Kofferraum ihres dicken BMWs einsperrt. Doch statt wie erhofft vom überglücklichen Daddy in die Arme geschlossen zu werden, klaut der gewiefte Autodieb Vincent (Benicio Del Toro) den Luxusschlitten samt seines unerwarteten 'Gepäcks'. Der arme Vincent ahnt nicht, was für eine Ladung Ärger er sich damit eingebrockt hat...
Emily entpuppt sich als kickboxende Göre, die droht, ihm die Schuld für das selbstinszenierte Kidnapping in die Schuhe zu schieben, und mit ihrer Kettenraucherei Vincents Fabrikwohnhalle abfackelt. Bald sind dem ungleichen Paar nicht nur die Cops auf den Fersen, sondern auch zwei Ganoven (Nicholas Turturro und Michael Bowen), denen Vincent nach dem Brand Geld schuldet. Zudem erscheint auch noch Emilys dubioser Onkel Ray (Christopher Walken in seiner typisch eisgekühlten Psychopathenrolle - diesmal mit komischem Dreh) auf dem ohnehin recht chaotischen Plan.
Silverstone nimmt abgesehen von einem kurzen Auftritt Sally Kirklands als vollbusige Diner-Bedienung die einzige weibliche Rolle ein. Sie gibt sich verwöhnt-verzogen à la Cher aus 'Clueless', doch statt unschuldiger Niedlichkeit kombiniert sie ihre Leinwandpersönlichkeit in diesem Fall mit exaltierter Flapsigkeit, die sich im Konsum unzähliger Zigaretten und Alkfläschchen widerspiegelt - fast als wolle sie beweisen, daß sie kein Unschuldsengel ist. Del Toro bringt seinen extravagant-unkonventionellen Charme ein und scheint sich einen Spaß daraus zu machen, seine Sätze in seltsam verzerrten Rhythmus zu stammeln.
Die Inszenierung geht auf das Konto von 'Demoltion Man'-Regisseur Marco Brambilla, der die obligatorischen Autoverfolgungsjagden und die feurige Explosion actionversiert ins rechte Licht zu rücken versteht. Das Drehbuch wurde von immerhin drei verschiedenen Autoren verfaßt, die so manche Unebenheit dennoch nicht ausbügeln konnten. Beim hochkarätigen Soundtrack wurde mit diversen Rockhits von den Wallflowers und der Dave Matthews Band geklotzt, doch damit allein wird man die angepeilten jungen Zuschauer nicht ins Kino locken können. Wie stark Silverstones Publikumsappeal tatsächlich ist, wird sich in den kommenden Wochen herausstellen. ara.