Ich bin von dem Buch 'Ärger im OP' sehr enttäuscht. Es ließt sich schwerfällig und erinnert eher an eine Diplomarbeit. Dies ist schon daran zu erkennen, dass alleine die Literatursuche mit 73 der 153 Seiten 50 Prozent des Textes einnimmt. Die Literaturnachweise füllen auch bis zu 1/3 des Textes. Die Beschreibung der eigenen Studie weitere 22 Seiten. Der Autor hat sich bestimmt sehr viel Mühe gegeben, allerdings interessiert mich als Leser überhaupt nicht die erneute Erklärung von Grundbegriffen wie z.B. 'Validierung'. Auch inhaltlich wird das Buch nie seinem durch den Titel gegebenen Anspruch gerecht. Die Situation wird nur aus Sicht der Pflegekräfte im Operationsdienst geschildert. Auf dem Umschlag spricht der Autor noch von dem komplexen Arbeitsplatz. Alle anderen Gruppen, wie z.B. Anästhesiepflege und Ärzte werden nur erwähnt wenn es um einen Grund zum Ärgern geht. Ähnlich monokausal können dann auch nur die Schlussfolgerungen sein. Auf den Sinn von Kommunikationstrainings wäre ich auch von alleine gekommen. Das Buch bietet daher viel zu allgemeine Lösungen, die auf die gesamte Arbeitswelt und nicht auf den OP zu übertragen sind. So bleibt für mich zum Schluss, dass die beste Seite die erste mit einem Zitat von Wilhelm Busch ist ' dafür ist der Preis deutlich zu hoch ausgefallen.