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»Fabelhaft! Aber falsch«; Reich-Ranicki in Anekdoten: Marcel Reich-Ranicki in Anekdoten
 
 
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»Fabelhaft! Aber falsch«; Reich-Ranicki in Anekdoten: Marcel Reich-Ranicki in Anekdoten [Gebundene Ausgabe]

Franz Josef Görtz
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 95 Seiten
  • Verlag: DuMont Buchverlag GmbH & Co. KG; Auflage: 1., Auflage (15. April 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3832195955
  • ISBN-13: 978-3832195953
  • Größe und/oder Gewicht: 18,4 x 13,6 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 181.271 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Franz Josef Görtz
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Dank Frank Josef Görtz (...) sind jetzt noch mehr seiner legendären Aussprüche überliefert." FAZ "Die besten Bonmots und Anekdoten." KÖLNISChE RUNDSCHAU

Kurzbeschreibung

Zum 90. Geburtstag von Marcel Reich-Ranicki »Wollen Sie dieWelt verbessern? Lassen Sie das lieber! Einer meiner Vorfahren hat s versucht den haben sie ans Kreuz genagelt.« Marcel Reich-Ranicki im O-Ton: Das klingt nie zimperlich, sondern ist stets direkt, manchmal aggressiv und meist überaus witzig. Er bringt die Sache nicht bloß auf den Punkt, ihm fällt dazu spontan auch noch eine zündende Pointe ein. Schlagfertig und geistesgegenwärtig ist er allemal, besitzt dazu den behenden Wortwitz und die theatralische Omnipräsenz des genuinen Entertainers und ist deshalb eine Medienfigur nicht erst, seit er für sich das »Literarische Quartett« erfand. Nun hat Franz Josef Görtz, einer von Marcel Reich-Ranickis engsten Mitarbeitern, die besten Bonmots von Deutschlands Literaturpapst zusammengetragen und aufgeschrieben. Was MRR sozusagen noch zwischen den Zeilen fallen ließ, als Anmerkung und Apercu zur Seite sprach und dem Adressaten der Worte unvergesslich blieb. Marcel Reich-Ranicki wurde am 2. Juni 1920 in Polen geboren. 1940 kam er ins Warschauer Ghetto. Er war Literaturkritiker der ZEIT und leitete den Literaturteil der FAZ. Von 1988 bis 2001 war er Mitglied im »Literarischen Quartett« des ZDF. Er wurde mit zahllosen Ehrungen und Preisen ausgezeichnet.

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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Falk Müller TOP 50 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Das Buch ist ja eine Sammlung von Anekdoten. Und schon dieser Begriff verheisst normalerweise eine gewisse Leichtigkeit der Lektüre, bei der man auch mal kreuz und quer lesen kann, ohne gleich einen roten Faden zu verlieren. So auch hier.

Sicher, die einzelnen Anekdoten haben mir nicht alle gleich gut gefallen - manche mehr, manche weniger. (deshalb der Stern Abzug) Das ist wohl auch vom Geschmack des jeweiligen Lesers abhängig. Aber insgesamt sind so viele amüsante, aber auch nachdenkenswerte Geschichten dabei, dass für jeden sich die Lektüre lohnen sollte.

Die meisten Anekdoten stammen aus dem "Literarischen Quartett", dessen Leiter Marcel Reich-Ranicki viele Jahre war. Und hier ist ja bekannt, dass er mit seiner Kritik auch vor den grossen Namen der Literatur nicht Halt machte. Wobei die Kritik selten verletzend, sondern meist mit feiner Ironie und Witz gespickt war. Ein Beispiel: Im August 1993 gastiert die Sendung in Salzburg in einem Foyer mit Glasdach. Besprochen wird gerade Martin Walsers "Ohne einander". Die Zuschauer merken, dass Herrn Reich-Ranicki das Buch sichtlich nicht gefällt. An seinem Gesicht und an seinen Worten. Plötzlich entlädt sich ein Gewitter - durch das Glasdach für alle spürbar - und er meinte nur :"Man wird doch noch etwas gegen Walser sagen dürfen. Das ist ja unglaublich!"

Durch Statements enger Weggefährten erfährt man auch etwas über den Menschen Marcel Reich-Ranicki. Und diese Einschätzungen sind meist recht positiv. Als Beispiel hier nur ein Zitat seines langjährigen Mitstreiters im Literarischen Quartett Helmut Karasek, der meinte: "Egal ob am Telefon, in einer Hotelhalle oder privat in einer Wohnung - Marcel Reich-Ranicki ist in Wahrheit nie anders, als er sich in den ausgestrahlten Sendungen darstellt."

Fazit: Eine Lektüre voller Witz aber auch Tiefgründigkeit - dargeboten mit einer angenehmen Leichtigkeit. Was will man mehr ?
War diese Rezension für Sie hilfreich?
14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Uwe-Jens Has TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Was ist der Unterschied zwischen Churchill, Adenauer, Kennedy,
Papst Johannes Paul II und Marcel Reich-Ranicki?

Keiner! Denn der wahre Gipfel ist nicht ereicht, wenn man Premier, Präsident,
Papst oder Literaturpapst wird, sondern erst wenn man es auch zu einem
Anekdotenbuch über sich selber gebracht hat, wie alle der oben genannten.

Franz Josef Görtz schreibt im Vorwort: Sein Wortwitz ist scharfzüngig, knapp
und präzise. Meistens aus dem Literarischen Quartett, dem Redaktionsflur
und am Telefon.

Manchmal sind schon die Überschriften komisch: 'Karasek schreibt einen Roman'.
Bei Anekdoten- Witz- und Gedichtbüchern ist es so, dass man nicht alle und alles
auf einmal lesen soll. Und man muss einen Sinn fürs hagiographische haben.

Meine Lieblingsbegebenheit mit Reich-Ranicki ist nicht drin:

Ein Fernsehteam hat eine Homestory in seiner Wohnung gedreht, jetzt sitzt der
Kameramann hinten in Reich-Ranickis Mercedes und filmt, wie der in die Redaktion
fährt, an dem großen Lenkrad herumkurbelt und an einer vorfahrtberechtigten Straße
warten muß. Da aber bremst ein Auto und läßt ihn einbiegen.
Ranicki tut dies mit den Worten:

Aha, ein freundlicher Mensch. Das kann kein Literat sein.

Sein Lieblingsdiktum im Kopf, mit dem er ihm vorgelegte Texte zu begrüßen pflegte:
'Das ist zu lang, mein Lieber' schließe ich sofort. Viel Vergnügen!
War diese Rezension für Sie hilfreich?
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Respekt 12. August 2010
Format:Gebundene Ausgabe
zolle ich der außergewöhnlichen Persönlichkeit Marcel Reich-Ranicki, wie es hierzulande nicht mehr viele gibt. Aus Anlass seines Geburtstages erwarb ich das Buch und erhielt vergnügliche Anekdoten aus einem Kritikerleben, was von Reibung und Außenseiterstellung inspiriert wurde. Die Auswahl der Anekdoten gleicht einer Zeitreise und weckt manche Erinnerung. Besonders gefallen hat mir, dass alles kurz und bündig auf den Punkt gebracht wurde. Allerdings wiederholt sich manches und am Ende konnte ich den einen oder anderen Ausgang der Geschichte schon vorhersagen.
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