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»Ein nasser Hund ist besser als ein trockener Jude«: Die Geschichte eines Deutsch-Iraners, der Israeli wurde Autobiografie [Taschenbuch]

Arye Sharuz Shalicar
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (14 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

1. Oktober 2010

Seine Familie kam aus dem Iran. Er wuchs in Berlin auf. Er interessierte sich überhaupt nicht für seine Herkunft. Auch regelmäßige Besuche bei Verwandten in Israel änderten daran nichts. Nach dem Umzug in den von muslimischen Zuwanderern geprägten Berliner Stadtteil Wedding änderte sich jedoch alles. Hass auf Israel und die Juden ist an der Tagesordnung. An den Häuserwänden stehen entsprechende Parolen. Als sich herausstellt, dass Arye Jude ist, wird er zur Zielscheibe dieses Hasses. Da ist er 15 Jahre alt. Mithilfe eines befreundeten muslimischarabischen Kurden gelingt es ihm, sich in der Welt der Jugendgangs »hochzuarbeiten«. Nur mühsam kann er sich aus dieser Welt wieder lösen. Er beginnt, sich mit seiner jüdischen Herkunft auseinanderzusetzen. Er erfährt von seinen Eltern, welchen Verfolgungen die Juden im Iran ausgesetzt waren, wo »ein nasser Hund« besser war »als ein trockener Jude«. Das Gefühl der Nichtzugehörigkeit wächst. Schließlich wandert Arye nach Israel aus, wo er ein anderes Leben führen will: ein Leben der Zugehörigkeit, ein Leben ohne schiefe Blicke, ein Leben als Jude.

»Für die Deutschen war ich ein Kanake, für die Moslems ein Jude, für die Juden ein krimineller Jugendlicher aus dem Wedding.«


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Produktinformation

  • Taschenbuch: 248 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag; Auflage: 2. Unveränd. (1. Oktober 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423247975
  • ISBN-13: 978-3423247979
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 13,6 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (14 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 80.819 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Als Grafitti-Sprayer verschaffte er sich Respekt. Heute ist er bei der israelischen Armee. 'Irgendwann werden meine Kinder fragen: Warum hast du Deutschland den Rücken gekehrt?', sagt Arye Sharuz Shalicar. Eigentlich wollte Shalicar seinen Kindern ein Manuskript geben, doch nun wird er ihnen ein richtiges, ein gedrucktes Buch überreichen können: Er hat seine Autobiografie veröffentlicht, mit gerade mal 33 Jahren. Er beschreibt darin muslimischen Antisemitismus auf Berlins Straßen ... 'Ich habe auch Positives erlebt und differenziere' sagt Shalicar, ' zu meiner Identität aber bin ich über negative Erlebnisse gekommen' ... Die Kette mit dem Davidstern, die in seinem Buch eine so große Rolle spielt, besitzt er noch. Aber er trägt sie nicht mehr: 'Ich brauche sie nicht mehr. Ich bin in Israel frei und muss niemandem etwas beweisen.'«
Evelyn Runge, SpiegelOnline 28. Dezember 2010

»Nun, da sich das hysterische Geschrei der Integrationsdebatte allmählich legt, haben die weniger aufgeregten Stimmen wieder eine Chance, gehört zu werden - mit etwas Glück sogar, ohne sofort vereinnahmt zu werden. Zu ihnen gehört Arye Sharuz Shalicar, Berliner, Sohn iranischer Eltern, heute israelischer Staatsbürger. Er schreibt über seine Erfahrungen inmitten jener vielbeschworenen "Parallelgesellschaft" in Deutschland ... eine bittere Geschichte, aber keine schwarz-weiße ... der ungefiltert wirkende Erzählstrom entwickelt eine eigene Eindringlichkeit. Shalicar lässt sich tief ins Herz blicken: In das des naiven 13-Jährigen, der mit einem Davidstern am Goldkettchen durch den Wedding spaziert, das des Gangmitglieds, dessen Gedanken vor allem um Fragen der Street Credibility kreisen; und das des jungen Erwachsenen, der gezwungen ist, sich mit seiner Religion auseinanderzusetzen. Dieses Geschichte eines Bewusst- und Erwachsenwerdens hat etwas von einem Entwicklungsroman, nur dass dies keine Fiktion ist, sondern beängstigende Realität.«
Cornelia Fiedler, Süddeutsche Zeitung 22. Dezember 2010

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»Diese Geschichte eines Bewusstsein- und Erwachsenwerdens hat etwas von einem Entwicklungsroman, nur dass dies keine Fiktion ist, sondern beängstigende Realität.«
Cornelia Fiedler, Süddeutsche Zeitung 22.12.2010

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Cornelia Fiedler, Süddeutsche Zeitung 22.12.2010

» «
Cornelia Fiedler, Süddeutsche Zeitung 22.12.2010

»Es gibt in der Lebensgeschichte von Arye Sharuz Shalicar für Anhänger jedes ideologischen Lagers etwas, das geeignet ist, sie vor den vernagelten Kopf zu stoßen. Zunächst natürlich die naiven Anhänger der Multikulti-Ideologie ... Aber auch jene, die den Islam für die Wurzel alles Bösen in der Welt halten ... Das Wunder an diesem Buch ist, dass es dem Hass keinen Hass entgegenstellt. Es ist ohne einen Tropfen Bitterkeit geschrieben.«
Hannes Stein, Die Welt 15. Januar 2011

»Die Lebensgeschichte von Arye Sharuz Shalicar wühlt auf. Der Text ist in einem lockeren Erzählstil verfasst, was ihm zusätzlich Authentizität verleiht. Beklemmend lesen sich vor allem die Szenen von den antisemitischen Übergriffen im Wedding ... Am Ende bekennt sich Shalicar mit Leib und Seele zum Zionismus - und es gibt einige wenige ideologische Passagen im Text ... Viel eindrücklicher aber vermittelt der Text die Erkenntnis, dass Identität ein Schlüsselbegriff bei der Integration ist. Wer nicht dazu gehört, wird etwas suchen, dem er zugehören kann; wer ausgegrenzt wird, muss sich seine Identität schaffen.«
Dorothea Jung, Deutschlandfunk 6. Dezember 2010

»Mit Mut und Ehrlichkeit offenbart der Autor seine einzigartige Vita. Sie zeigt die Bundesrepublik von einer Seite, die anderen Durchschnittsbürgern kaum bekannt sein dürfte. Shalicar schreibt damit ein Buch, das erschüttert und zum Nachdenken zwingt. Dieser einzigartige Ausflug in den gefährlichen Hinterhof Deutschlands konfrontiert den Leser mit einer unbequemen Wahrheit jenseits des politisch korrekten Gefasels. Eine Pflichtlektüre für jeden, dem Deutschlands Demokratie und Toleranz am Herzen liegen.«
Gil Yaron 19. Juli 2010

»Der Jude aus der Türken-Gang – Für die Deutschen war er ein Kanake, für die Muslime ein Jude, für die Juden ein Krimineller aus dem Wedding: Arye Sharuz Shalicar. In seiner Autobiografie spiegelt sich die Geschichte der Diasporajuden ebenso wider wie die Themen der aktuellen Integrationsdebatte.«
ttt 17. Oktober 2010

»Als Junge im Wedding wurde Arye Shalicar bedroht, weil er einen Davidstern trug. Heute lebt der Deutsch-Iraner in Israel und arbeitet bei der Armee ... Als er seine Lebensgeschichte aufschrieb, wusste er nichts von Sarrazin und der Debatte über 'Integration'. Er wollte sich drückende Erinnerungen von der Seele schreiben: an seine Kindheit und Jugend ... Die Autobiografie dieses 33-Jährigen ist atemberaubend. 'Ein ganz normaler Berliner Junge' ist eines der Kapitel überschrieben, und wirklich: Der israelische Offizier Arye Shalicar ist eigentlich ein Berliner. 'Dieser Stadt habe ich heute den Rücken gekehrt', schreibt er. 'Mein Berlin war nicht das Berlin der Nachrichten, der Touristen oder Künstler. Ich habe ein Berlin des Hasses und der Vorurteile erlebt.'«
Chaim Noll, taz 24. September 2010

»Arye Shalicar stammt aus einer deutsch-iranischen Familie und ist mit Muslimen im Wedding aufgewachsen. Sie hassten ihn, weil er Jude war. Bis er Mitglied einer türkischen Gang wurde ... Seine Kraft schöpfte er aus der Entdeckung der jüdischen Identität ... Seine Versuche, Zugang zur jüdischen Berliner Gemeinde zu finden, scheiterten jedoch. 'Für die Deutschen war ich ein Kanake, für die Muslime ein Jude, für die Juden ein Krimineller aus dem Wedding.' Irgendwann landete Arye Shalicar wegen des Graffiti-Sprayens vor dem Jugendrichter, muss in den Jugendarrest, wurde von der Schule geworfen. Dass er wieder Tritt fasste, verdankte er am Ende einem Muslim und einer Katholikin. Sein türkischer Freund Sahin, der in keiner Gang mitmachte, war eine moralische Instanz in der Parallelgesellschaft ... Die Kroatin Janica, seine Jugendliebe, half ihm, sich aus der Kriminalität zu lösen. «
Frank Nordhausen, Berliner Zeitung 5. Oktober 2010

» «
Frank Nordhausen, Berliner Zeitung 5. Oktober 2010

»Die Geschichte seiner Jugend in Deutschland hat er sich von der Seele geschrieben ... ein schockierendes Buch, beschreibt es doch Zustände, die es so in Deutschland 65 Jahre nach den Nazis nicht geben sollte. In seiner Vielschichtigkeit und Differenziertheit reicht es aber weit über die simplen Thesen der laufenden Integrationsdebatte hinaus ... Shalicar hat seine Erlebnisse ganz nüchtern aufgeschrieben, er übertreibt nicht, er dramatisiert nicht, und genau deshalb ist es ziemlich schwer, sich der Geschichte zu entziehen.«
Sabine Reithmaier, Süddeutsche Zeitung 29. Oktober 2010

»Eine ganze Generation türkischer und arabischer Einwanderer hat sich abgeschottet. Es reicht nicht, dieser verlorenen Gruppe Deutsch beizubringen. Fast 20 Prozent der in der Bundesrepublik lebenden Einwohner, mehr als 15 Millionen Menschen haben einen 'Migrationshintergrund'. Im Sprachgebrauch wird dieser Begriff meist dann benutzt, wenn man darauf aufmerksam machen möchte, dass die so beschriebene Person oder ihre Familie nach 1950 in die Bundesrepublik eingewandert sind und möglicherweise eine Menge Probleme mit ins Land geschleppt hat. Auch deshalb vernebelt der Begriff inzwischen mehr als er erklärt. Es ist absurd, alle Einwanderer ... in einen Topf zu werfen ... Die deutsche Sprache allein ist keine Garantie für Integration. Eine türkische Bäckersfrau mit Kopftuch, die jeden Morgen radebrechend Schrippen im Kiez verkauft, ist vermutlich besser integriert als ein arabischstämmiger Hauptschüler, der seine Sitznachbarin als 'deutsche Schlampe' beschimpft und zu Hause seine Schwester verprügelt, weil sie auf dem Schulweg mit deutschen Jungs geflirtet hat. Wer einen unverstellten Blick in die islamische geprägten Parallelwelten des heutigen Deutschland riskieren will, dem sei das gerade erschienene Buch empfohlen ... Die deutsche Sprache war nicht das Problem. Shalicar wurde auf Deutsch als 'Scheiß-Jude' beschimpft. Und weil es auch für deutschstämmige Schüler immer schwerer wird, in solcher Umgebung zu bestehen, ist es auch keine Ausnahme, dass sie sich inzwischen auf ihre Weise im Wedding integrieren: Auch wenn sie es besser könnten, spechen immer mehr deutsche Schüler dort jenes 'Türkendeutsch', das mehr Beleidigungen kennt als Verben ...«
Claus Christian Malzahn, Die Welt 4. November 2010

» «
Claus Christian Malzahn, Die Welt 4. November 2010

»Vom Kleinkriminellen zum angesehenen Akademiker, vom vermeintlichen Moslem zum echten Juden, vom Berliner Jungen zum Pressesprecher der israelischen Armee, vom Heimatlosen zum tief Verwurzelten: Die Geschichte des Arye Sharuz Shalicar ist ein Beispiel für Toleranz und Versöhnung.«
Andrea Seeger, Evangelische Sonntagszeitung 29 Juli 2012

Über den Autor

Arye Sharuz Shalicar, Jahrgang 1977, diente nach dem Abitur 1997 bei der Bundeswehr als Sanitäter und begann an der FU Berlin zu studieren. 2001 wanderte er nach Israel aus, wo er 2006 an der Hebräischen Universität Jerusalem das Bachelor-Studium Internationale Beziehungen, Nahostgeschichte und Politik absolvierte sowie im Anschluss bis 2009 ein Masterstudium der European Studies. Von 2006 bis 2009 arbeitete er für The Jewish Agency for Israel und 2007 - 2009 für das Nahost-Studio der ARD in Tel Aviv. Er ist ehrenamtlich Vorsitzender der Organisation junger deutschsprachiger Einwanderer in Israel (NOAM) und seit Oktober 2009 Pressesprecher der israelischen Armee (IDF).


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Kundenrezensionen

4.6 von 5 Sternen
4.6 von 5 Sternen
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
24 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wenn die Migranten wieder wegmigrieren 26. Oktober 2010
Von Uwe-Jens Has TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
Ein Rezensent wundert sich über den Berliner Wedding und fragt sich,
ob man das eigene Land überhaupt kennt. Da kann ich nur sagen: Mehr noch,
man kennt nicht mal die eigene Stadt, jedenfalls als Berliner. Hier gibt
es über 50 mal Mc Donald's, so groß ist die Stadt und ich erwähne es,
weil der Autor Buches eine Zeit lang da gearbeitet hat. Einmal von Ost
nach West durch Berlin fahren entspricht der Entfernung von Stuttgart
nach Tübingen.

Als persischer Jude im Wedding zur Schule gehen, kein Problem. Er macht
in den street-gangs mit, sprüht Graffiti, kommt gut mit allen aus, - bis er
mal, alle haben Halskettchen, einen Davidstern als Halskette trägt.
Sein lebenserfahrener Vater hatte ihn davor gewarnt.

Seitdem ist es furchtbar. Er erzählt es anschaulich, ausführlich, man möchte es
eigentlich gar nicht so genau wissen, nicht wegen seiner Erzählung, sondern
weil das Thema so ist, dass man es gern verdrängen möchte.
Weil er vom Typus eher Südeuropa oder dem Nahen Osten zugerechnet wird,
fällt er im Wedding zunächst nicht weiter auf, als es aber alle mitgekriegt
haben, dass er Jude ist statt Moslem, wird er nur noch beschimpft, um hier
das Mindeste zu sagen. Und er sitzt buchstäblich zwischen allen Fronten.

Er schildert die verschiedenen Welten in denen er sich schon allein in Berlin
bewegt: Vom Wedding in die Dahlemer Freie Universität im Süden der Stadt.
Hebräisch-Kurs, warum so viele diese Sprache lernen.. Außer ihm ist nur noch
ein anderer mother-tongue-Jude dort, aber sie müssen ihre Muttersprache, die
Sprache der Väter, eben oft erst noch lernen. Dann die Begegnung mit der
Jüdischen Gemeinde. Nicht mal dort kann er sich aufgehoben fühlen. Das sind
meist europäische Juden und wenn er da hinein wollte, hielten sie ihn erstmal
für einen, der ihnen Böses antun wollte. Security-checks bis zum geht nicht mehr.

Man kann es in einem Nachmittag durchlesen, aber das Thema beschäftigt einen wohl
noch zeitlebens.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen 30% Deutscher, 30% Perser, 40% Jude 25. November 2010
Von Mag Wolfgang Neubacher TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch
"Ein nasser Hund ist besser als ein trockener Jude" ist ein wahrhaft sensationelles, dabei erschütterndes Buch.
Arye Sharuz Shalicar wird 1977 als Sohn iranischer Juden, die vor dem Antisemitismus in Persien geflüchtet sind, in Deutschland geboren. Seine Eltern erziehen ihn säkular; er weiß lange nicht einmal, dass er Jude ist.
Erst als sich die Eltern im Berliner Stadtteil Wedding ansiedeln, beginnen die Probleme. Ein Anhänger mit dem Davidstern, von einer Großmutter geschenkt, weist ihn als Juden aus. Die Eltern klären ihn nun auf, aber fast alle Freunde wenden sich von ihm ab und beginnen ihn zu hassen. Diese Freude sind ebenfalls (moslemische) Migranten: Türken, Kurden, Palästinenser, Inder.... Erst als sich der Autor einer Türken-Gang anschließt (und kriminell wird), hat er etwas Ruhe...
Das Buch passt zur Debatte um das Sarrazin-Buch - und doch wieder nicht. Denn hier spricht einer, der die Ausgrenzung am eigenen Leib - physisch wie psychisch - erlebt hat - eine Ausgrenzung durch Ausgegrenzte. Denn dass diese bildungsfernen türkisch-, kurdisch- oder arabischstämmigen Jugendlichen in ihren Ghettos in Berlin etc. keine Zukunft haben, muss jedem klar sein.
Nur - wie geht es weiter? Wegschauen und schönreden ist sinnlos; es muss nicht nur diskutiert, es muss gehandelt werden. Parallelgesellschaften können sich Deutschland, Österreich, Holland etc. nicht leisten.
Arye Sharuz Shalicar hat seinen Weg gemacht: Seit 2009 ist er Pressesprecher der israelischen Armee. Und Deutschland ist ein großes Talent verlorengegangen.
Hefigste Leseempfehlung!
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen eine außergewöhnliche Dokumentation 18. März 2011
Von DMTR
Format:Taschenbuch
Kaum jemand redet darüber. Kaum jemand bringt es zur Debatte. Und nur wenige entscheiden sich darüber zu schreiben.

Mit seiner Biografie erwägt es der Deutsch-Iraner Arye Sharuz die Konfrontation einer jüdischen Identität mit der Multikulti-Gesellschaft ans Licht zu bringen. Als er die Außenwelt über seine jüdische Herkunft informiert, ändert sich sein Leben schlagartig.
In einer sehr leicht geschriebenen Art gelingt es Arye aus einer ganz anderen Perspektive sein Berlin-Wedding-Leben zu beschreiben. Der Bilderbuch-Antisemitismus gehört leider nicht mehr der Vergangenheit an. Es blüht auf, mitten im Herzen von Deutschland, angestachelt durch die Einwanderer aus der türkischen und arabischen Welt. Ob in Hamburg, Berlin oder Frankfurt ist die Akzeptanz der jüdischen Werte bei vielen Einwanderer aus dem arabischen Raum sehr gering.
Demütigung, Entäuschung aber auch Respekt und Liebe sind nur ein Paar Stichworte aus dem Gefühlskarussel auf dem Arye seit der Erkenntnis und Bekanntgabe seiner jüdischen Identität fährt. Er erkämpft sich ein Platz in der Schattengesellschaft und entscheidet sich doch gegen ein Leben in dieser.

Aufwühlend, mitfühlend und sehr empfehlenswert.
Ein wichtiges Buch, über das man lange nachdenkt.
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Vor 3 Monaten von Brigitte Hardt veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen zum nachdenken
hier handelt es sich um ein buch was einem die augen öffnet
es ist manchmal schwer zu glauben, dass dies in deutschland passiert ist
bringt einen zum nachdenken
Vor 4 Monaten von M. Mahn veröffentlicht
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Dieses Buch macht deutlich, wie wenig Medien und Politik die Lebensrealität von Menschen widerspiegeln. Lesen Sie weiter...
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Das Buch ist gut lesbar und gibt sicherlich Möglichkeit über das eine oder andere nachzudenken, z.B. Lesen Sie weiter...
Vor 21 Monaten von Kritiker veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Einfach unglaublich aber offensichtlich wahr
Sprachlich zwar nicht die höchste literarische Qualität, aber inhaltlich ernüchternd und erschütternd. Lesen Sie weiter...
Vor 23 Monaten von Linda Spring veröffentlicht
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Die Autobiographie eines iranisch-stämmigen, in Deutschland geborenen und in Berlin aufgewachsenen Juden, der aufgrund von Diskriminierungserfahrungen vornehmlich durch... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 27. Februar 2011 von Abendleser
4.0 von 5 Sternen sehr interessant, besonders wenn man die Ecken Berlins kennt
ein sehr gutes Buch, dass sehr spannend ist, vorallem wenn man die "Ghettos" kennt. ein kleiner Kritikpunkt: manchmal etwas sprunghaft, d.h. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 4. Dezember 2010 von Mürre
5.0 von 5 Sternen Gibt auf persönliche und authentische Weise einen tiefen...
Aus dem Iran mussten seine Eltern fliehen, weil dort Juden extremen Diskriminierungen ausgesetzt waren. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 22. November 2010 von Winfried Stanzick
5.0 von 5 Sternen Lichtsucher und Lichtbringer
Was in diesem Buch, in dieser kurzen Biografie geoffenbart wird, ist der bisherige Lebensweg eines jungen Deutsch-Iraners, der schließlich zum Israeli wird und zwar aus... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 8. November 2010 von Klaus Grunenberg
5.0 von 5 Sternen Sollte Pflichtlektüre an den 11. oder 12. Klassen werden
Ich habe das Buch heute bekommen und in einem Rutsch durchgelesen.

Packend, spannend und ernüchternd. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 12. Oktober 2010 von Martin Galle
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