Pressestimmen
»Die hohe sprachliche Qualität verdankt sich zum einen dem ausgiebig zitierten Briefmaterial (Schiller war ein brillanter Briefsteller; nirgendwo sonst ist er so witzig, so facettenreich im Ton). Zum anderen ist Dieckmann selbst ein glänzender Erzähler, der Lebens-, Kultur- und Werkgeschichte souverän miteinander verflicht. Die Geburt der grossen Literatur Württembergs aus dem Geist des Internats (Stuttgarter Karlsschule, Tübinger Stift) ist, bis hin zur subtilen Würdigung der pubertären Überhitztheit, die die Jugendsprache Schillers (wie später diejenige Hölderlins) prägt, selten so eindrucksvoll nachgezeichnet worden.« (
Neue Zürcher Zeitung )
Kurzbeschreibung
Der junge Friedrich Schiller befreit sich aus den Reglements des württembergischen Herzogtums. Unbändig und ungestüm reißt er sich los; im Herbst 1782 flieht er, bei Nacht und Nebel. In Mannheim winkt ihm die Stelle eines Theaterdichters, aber bald haben sich politische und künstlerische Widerstände aufgetürmt. Der Fünfundzwanzigjährige hat Schulden gemacht und sich in unmögliche Liebschaften verstrickt: ein Leben am Rande der Katastrophe. Freunde, die seine Stücke gelesen haben, bieten ihm Aufenthalt. Aber auch der währt nicht lang: Schiller - ein Asylant in Deutschland. Im Sommer 1787 geht er nach Weimar, die Nähe Goethes suchend und in der Hoffnung, Arbeitsruhe und ein privates Glück zu finden.
Ein Buch, das den jungen Schiller vor das Auge eines Lesers bringt, der von Schiller nichts wissen muß, um sich für ein Jugendschicksal zu interessieren, das exzentrisch und exemplarisch zugleich ist. Ausführlich kommen Schiller selbst, seine Eltern und seine Schwester, Gefährten, Geliebte, Freundinnen, Brotgeber und Rezensenten zu Wort.